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Burgau

08.01.2020

Busunglück: Warum eine Hauswand das große Glück war

So sah der Reisebus nach dem Zusammenprall aus.
Bild: Hermann Keller

Am Samstag verunglückte ein Burgauer Reisebus im Tiroler Skiort Berwang. Die Betriebsleiterin des Unternehmens Reisekutsche schildert den Schreckmoment.

Der Schrecken war groß, erzählt Betriebsleiterin Regina Wistuba, als Verantwortliche des Burgauer Busunternehmens Reisekutsche am vergangen Samstag vom Unfall eines ihrer Busfahrer erfahren hatten. Wie berichtet war der Mann mit 50 Passagieren aus Burgau und Umgebung im Tiroler Skiort Berwang gegen eine Hauswand gekracht.

Zum Glück, wie sich herausstellte. Denn dadurch wurde die „Rutschpartie“ nach etwa 200 Metern beendet. Der Reisebus, der seine Rückfahrt nach Burgau antreten wollte, schlitterte eine abschüssige, spiegelglatte Straße hinunter.

Hauswand hält Bus auf

„Ich will mir gar nicht ausmalen, was alles hätte geschehen können, wenn das Haus den Bus nicht aufgehalten hätte“, so Wistuba. Den Fahrer schildert sie als „erfahrenen Mann“, dem das alles nahe gegangen sei. Am Dienstag fühlte er sich aber wieder fit genug, um hinter dem Lenkrad zu sitzen.

Busunglück: Warum eine Hauswand das große Glück war

Glücklicherweise ist den Buben und Mädchen, die in der Mehrzahl im Bus saßen und die an einem Skikurs des SC Burgau teilgenommen hatten, nichts passiert. Dazu trug auch die relativ niedrige Rutsch-Geschwindigkeit des Unglücksbusses bei. Hermann Keller, Vorsitzender des Skiclubs und Augenzeuge des Unfalls, schätzt das Tempo auf „ungefähr 20 Stundenkilometer“.

Reisebus steht jetzt in Burgau

Der Vereinsboss selbst hatte viel Dusel. Denn Minuten vor dem Unglück war er vor der abschüssigen Strecke ausgestiegen und wollte Autofahrern, die mit ihren Wagen beim Hinauffahren stecken geblieben waren, helfen, Schneeketten aufzuziehen. Dort, wo er saß, war kurze Zeit danach der Bus eingedrückt.

De Reisebus selbst steht jetzt auf dem Burgauer Betriebsgelände – und muss noch von einem Gutachter angeschaut werden. Nach Rücksprache mit der Versicherung wird laut Wistuba entschieden, so Wistuba, „ob sich eine Reparatur noch lohnt oder nicht“.

Die Reisekutsche verfügt über insgesamt 14 Fahrzeuge – inklusive derer, die im Linienverkehr eingesetzt werden. Entgegen der Darstellung Kellers hatte der Busfahrer das Verkehrsschild, das auf die Schneekettenpflicht hinweist, bemerkt. Als er aber die Ketten anlegen wollte, sei der Bus bereits ins Rutschen gekommen.

Lesen Sie dazu auch: Burgauer Reisebus verunglückt mit jungen Skifahrern

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