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Burgau

17.01.2020

CWG will Podiumsdiskussion zur Bürgermeisterwahl

Blick in den Ratssaal im Burgauer Rathaus
Foto: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Die Kandidaten sollen sie aber selbst organisieren. Wie die Parteien und Gruppierungen auf diese Forderung reagieren.

Mit Freien Wählern, SPD, Grünen und CSU stellen inzwischen vier Parteien beziehungsweise Gruppierungen Kandidaten für das Amts des Bürgermeisters in Burgau. Da die Sozialdemokraten als Erste einen Herausforderer für Amtsinhaber Konrad Barm (Freie Wähler) nominiert haben, liegt es nach Ansicht der CWG an ihnen, den direkten Vergleich der Kandidaten untereinander zu ermöglichen. Die Gruppierung regt in einem offenen Brief dazu eine Podiumsdiskussion mit allen Bewerbern an, wie sie unsere Zeitung für die Landratswahl veranstaltet (wir berichteten). Doch auch die Grünen, die in der Stadt kommunalpolitisch noch nie in Erscheinung getreten seien und nun nach dem höchsten Bürgeramt griffen, hätten eine Verantwortung, eine solche Diskussion zu starten.

Die CWG fragt: „Und was ist mit ,Die Partei‘? Bringt es diese jugendlich frische Partei fertig, sozusagen als Newcomer eine derartige Veranstaltung zu organisieren oder ist dies zu seriös und bürgerlich in ihren Augen?“ Dass die Freien Wähler und die CSU an einer solchen Diskussion kein Interesse hätten, leuchte ein. Schließlich stellen sie den Ersten und Zweiten Bürgermeister. „Da lehnt man sich lieber mal zurück. Kann und dürfte aus deren Sicht ja wohl auch gerne so bleiben.“

Flyer und Süßigkeiten sollen nicht alles sein

Es sei sehr zu wünschen, heißt es weiter, dass die Personen, die sich in Burgau zur Wahl stellen und letztlich gewählt werden wollen, eine Podiumsdiskussion veranstalten. In dieser könnten sie ihre Sicht auf bestimmte städtische Themen und deren Lösungen darlegen und sich den Fragen der Wähler stellen. „Wir möchten die Personen im direkten Vergleich erleben.“ Es genüge nicht, wenn nur Flyer und Süßigkeiten verteilt sowie Plakate aufgestellt werden. Es genüge nicht, nur Facebook- und Instagram-Posts abzusetzen. man wolle sehen und hören, wie sie sich zu bestimmten kommunalpolitischen Themen stellen. „Burgau will wissen, wem es die Stadt anvertrauen kann.“

Auch wolle man wissen, was die Kandidaten im Falle einer Niederlage vorhaben. „Treten die unterlegenen Bürgermeisterkandidaten ihr Stadtratsmandat am 1. Mai an oder machen sie einen Rückzieher und lehnen das Amt ab? Ansonsten wäre eine Kandidatur auf der Stadtratsliste schnell als taktisches Manöver zum Stimmenfang und zur Übervorteilung anderer Parteien entlarvt, für das ich es im Übrigen immer noch halte“, schreibt CWG-Vorsizender Frank Rupprecht. „Darauf können die Wähler mit Sicherheit so gerne, wie ich, verzichten.“ Verschanzen sich die Kandidaten hinter Ausreden, will er wissen, auch Stillhalten oder Aussitzen dieser Aufforderung sei eine Ausrede. „Derjenige, der es in die Hand nimmt, hat schon den ersten Punkt eingefahren. Unsere Stimmen müssen schon erarbeitet werden! Raus aus der Komfortzone!“

Positive Reaktionen - mit einem Aber

Die Reaktionen der Aufgeforderten fallen grundsätzlich positiv aus. Auf der Facebook-Seite der CWG schreibt „Die Partei“, man sehne sich nach einer solchen Diskussion – brauche aber erst einmal genug Unterstützerunterschriften, um überhaupt zur Kommunalwahl zugelassen zu werden. Die Grünen mit ihrer Kandidatin Eveline Kuhnert teilen die Ansicht der CWG, die Entscheidung liege aber beim Ortsverband. Die SPD sieht die Christliche Wählergemeinschaft „als Partei ohne Bürgermeisterkandidaten“ als richtigen Ausrichter, die eigene Kandidatin Martina Wenni-Auinger komme gerne.

Allerdings antwortet die CWG, man habe nur auf die Sprünge helfen wollen, „unseres Erachtens sollte die Herausforderin den amtierenden Bürgermeister und die anderen Mitbewerber zur Podiumsdiskussion herausfordern“. Und auch die CSU mit ihrem Kandidaten Martin Brenner schreibt, man komme gerne zu den Veranstaltungen der CWG – die kontert: „Netter Versuch! Dennoch davor gedrückt!“ Daraufhin zitiert die CSU Goethe: „... es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.“ Auch die Linke würde übrigens kommen, stellt aber keinen Kandidaten.

Und die Freien Wähler mit Amtsinhaber Konrad Barm? Zumindest bis Donnerstagabend hatten sie nicht auf den Facebook-Eintrag reagiert. (zg, cki)

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