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Günzburg

31.01.2020

DZRS: So soll die Talfahrt der Realschule gestoppt werden

Die Dominikus-Zimmermann-Realschule in Günzburg.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Plus Die Dominikus-Zimmermann-Realschule bekommt eine neue Leitung. Was der Konrektor zu den Problemen sagt.

Negative Schlagzeilen in der Vergangenheit, große Personalprobleme und rückläufige Schülerzahlen sind eine Mixtur, die die Dominikus-Zimmermann-Realschule (DZRS) in Günzburg zusehends in Bedrängnis gebracht haben. Ob es fehlendes Organisationsgeschick der früheren Schulleiterin Roswitha Schön war oder ob andere beziehungsweise weitere Gründe ursächlich für die Schieflage sind – dazu gibt es, je nach Blickwinkel, höchst unterschiedliche Aussagen und Einschätzungen. Negativer Höhepunkt war, dass zwei Lehramtsstudenten, die am Anfang ihres Studiums standen, monatelang Realschüler unterrichtet haben. Die jungen Männer haben das voller Elan betrieben – und es gehört sicher eine Portion Mut dazu. Doch das Kultusministerium rieb sich ob der Zustände in Günzburg die Augen – und der zuständige Minister Michael Piazolo sprach von einem „absoluten Ausnahmefall“. Unterrichten durften die Studenten dann nicht mehr. Konrektor Matthias Fels möchte sich nicht länger mit der Vergangenheit aufhalten.

Er vertritt die bereits im vergangenen Schuljahr erkrankte Chefin. Ihm seien keine organisatorischen Mängel aufgefallen, die hinderlich für den Schulbetrieb gewesen wären, sagt er. Aber Schön hat nun auf eigenen Wunsch ihre Tätigkeit als Direktorin der Dominikus-Zimmermann-Realschule beendet, wie unsere Redaktion erfahren hat. Fels bestätigt dies auf Nachfrage. Damit wird in wenigen Wochen diese Leitungsstelle zum 1. August neu ausgeschrieben. Der Stellvertreter, das ist jetzt schon sicher, wird nicht zum Zuge kommen. Dazu ist er mit einem Jahr in der Funktion des Konrektors noch nicht dienstrechtlich berechtigt. Drei Jahre im Amt sind die Mindestdauer.

Konrektor: "Ich gehe jeden Tag wirklich gerne in die Schule"

Matthias Fels haben die Diskussionen um die Realschule und deren Zukunft nicht negativ beeindruckt. „Ich gehe jeden Tag wirklich gerne in die Schule“, sagt er – und macht den Eindruck, dass es jetzt vor allem um eines geht: dass Schulleitung und Lehrerkollegium (knapp 30 Lehrkräfte) die Ärmel hochkrempeln. Das sei auch bereits in den vergangenen Monaten geschehen: Seit Juli ist die Schule komplett mit Wlan abgedeckt. Mit Hilfe einer speziellen App können Schüler, aber auch Eltern mitverfolgen, was im Unterricht in den einzelnen Fächern gerade durchgenommen wird und welche Hausaufgaben erledigt werden müssen.

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Matthias Fels ist Konrektor der DZRS Günzburg.
Bild: Sarah Wiedenmann

Bis September sollen die beiden IT-Räume der Realschule komplett saniert sein. Und dem stellvertretenden Schulleiter schwebt vor, dass die Schule mit 60 i-Pads ausgestattet wird, um Inhalte zeitgemäß zu präsentieren und die Schüler zu motivieren, aktiv am Unterricht mitzuwirken. Dass dies gelingen wird, daran hat Fels keinen Zweifel. „Das Kultusministerium steht hinter uns. Und der Landkreis als Schulträger ebenfalls.“ Was sind die Ursachen, dass die Schülerzahlen in der DZRS seit Jahren rückläufig sind?

Das Sportprofil der Schule wurde geschärft

„Wenn ich das wüsste“, sagt Matthias Fels. Fakt ist: Mit 260 Schülern in zwölf Klassen gehört die Dominikus-Zimmermann-Realschule zu den kleinen in Bayern. Und nach diesem Schuljahr dürfte die Talfahrt der Schülerzahlen noch nicht gestoppt sein: Die Realschüler von drei zehnten Klassen werden die DZRS verlassen, während es derzeit keine Anzeichen gibt, auch drei fünfte Klassen bilden zu können. Für das aktuelle Schuljahr kam gerade noch eine Eingangsklasse zusammen. Fels ist dennoch von einer Trendumkehr fest überzeugt.

Die Mühe, die man sich gebe, um über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, drücke sich unter anderem in zahlreichen Schulfahrten aus. Das Sportprofil der Schule habe man mit einer eigenen Eishockey-AG geschärft. Hier arbeitet die Günzburger Realschule mit der in Burgau zusammen. In der ersten Februarhälfte wird die Fotoausstellung „We are“ gemeinsam mit den Albertus-Magnus-Werkstätten eröffnet. Unmittelbar darauf folgt ein von den Rotariern initiierter Lesewettbewerb. Und am 5. März geht’s ums Ganze, wenn in einem Elternabend Mütter und Väter künftiger Schüler darüber informiert werden sollen, warum die Dominikus-Zimmermann-Realschule in Günzburg genau die richtige Adresse ist.

Lesen Sie hier die Vorgeschichte:

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