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Landratswahl Günzburg

18.10.2019

Darum ist CSU-Minister Reichhart der „beste Mann“ der Freien Wähler

CSU-Minister Hans Reichhart erklärt den Freien Wählern, was er als Günzburger Landrat bewegen will. Nach seiner Vorstellung am Mittwochabend wird er von ihnen fast einstimmig zum Landratskandidaten nominiert.
Bild: Till Hofmann

Freie-Wähler-Kreisvorsitzende Ruth Abmayr begründet ausführlich, warum sie Hans Reichhart als Günzburger Landratskandidaten vorschlägt. Die Zustimmung danach ist groß.

Bayerns Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart weiß seit Mittwochabend nicht nur die CSU auf seiner Seite, wenn es darum geht, Mitte März 2020 Landrat von Günzburg zu werden.

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Die Freien Wähler (FW) im Landkreis unterstützen den 37 Jahre alten Christsozialen in seinem Vorhaben, Hubert Hafner (CSU) nach 24 Jahren nachzufolgen. Im Jettinger Gasthof Sonne nominierten ihn 14 von 15 wahlberechtigten Freien Wählern. Einer enthielt sich der Stimme. Auf dem Zettel stand nur der Name Reichhart.

Empfehlung ohne Eigennutz

„Ich muss da ehrlich sein“, sagte die FW-Kreisvorsitzende Ruth Abmayr zu Beginn. „Schon vor einem halben Jahr habe ich gehofft, dass sich Hans Reichhart zum Landratskandidaten aufstellen lässt.“ Der Markenkern ihrer politischen Gruppierung sei Sachbezogenheit und Bürgernähe. Deshalb suchten die Freien Wähler auch nicht den persönlichen Eigennutz, indem sie beispielsweise einen eigenen Bewerber präsentierten. „Wir wollen das Beste für den Landkreis, wir wollen den bestmöglichen Kandidaten.“ Und den haben die Freien Wähler nach ihrer Überzeugung in einem Politiker mit CSU-Parteibuch gefunden.

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Zu den „paar Punkten, die uns wichtig waren“, sagte Abmayr der Versammlung folgendes: „Er kann Verwaltung. Er leitet das Bauministerium. Er ist gut vernetzt.“ Und wenn sich ein Minister wie Reichhart als Landratskandidat zur Verfügung stelle, „dann können wir gar nicht anders, dann wollen wir gar nicht anders“.

Die Lobeshymnen schmeicheln

Reichhart fühlte sich ob dieser Lobeshymnen, die auch gut von einem CSU-Redner hätten stammen können, geschmeichelt. Nachdem das Abstimmungsergebnis verkündet worden war, brachte Reichhart ein „vielen, vielen Dank“ über die Lippen und dass es „wirklich eine Ehre“ für ihn sei. Josef Brandner, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Kreistag, sprach nach der geheimen Wahl vom „höchsten Maß an Zustimmung“. Die Kreisvorsitzende Abmayr adressierte die Glückwünsche an die eigenen Reihen: „Ich beglückwünsche uns, dass wir diese Entscheidung getroffen haben.“

Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer setzt darauf, dass Reichhart die Interessen der Städte und Gemeinden über den ganzen Landkreis verteilt gleichmäßig wahrnimmt. „Als Bürgermeister wollen wir uns solidarisch mit Dir erklären“, sagte er an den CSU-Kandidaten der Freien Wähler gewandt.

Auf dem Stimmzettel der Freien Wähler stand ein Name.
Bild: Till Hofmann

Wo sich gut arbeiten und leben lässt

Zuvor hatte der Minister aus Jettingen-Scheppach umrissen, worauf es ihm ankommt. Er wolle die Rahmenbedingungen für einen Landkreis gestalten, „in dem sich gut arbeiten und gut leben lässt. Und das will ich mit Ihnen gemeinsam tun.“

Reichhart weiß um die Anstrengungen, die nötig sind, um weiterhin tragfähige Strukturen in der ärztlichen Versorgung zu schaffen. Damit meint er nicht „die zwei hervorragenden Kreiskliniken mit ihren Standorten in Günzburg und Krumbach, die dem Landkreis lieb und teuer sind“. Er spielt beispielsweise auf die Landärzte jenseits der beiden größten Städte im Landkreis Günzburg an. Er spricht über Arbeitsplätze in der Region „und wie wir es schaffen können, sie zu halten“. Denn gerade änderten sich nicht nur in dieser Region die Vorzeichen, die in den vergangenen zehn Jahren nur in eine Richtung gewiesen hätten – wirtschaftlicher Aufschwung, Wachstum und Vollbeschäftigung waren hier zuhause.

"Mobilität denkt nicht in Landkreisgrenzen"

Dass der Landkreis Günzburg vor zehn Jahren mit der Einführung des Flexibusses Pionierarbeit im Freistaat geleistet habe, freue ihn als bayerischen Verkehrsminister besonders. „Aber wir dürfen nicht setehen bleiben“, sagte Reichhart zum Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und zur besseren Verzahnung von Straße und Schiene – und blickt über seine Heimat hinaus: „Mobilität denkt nicht in Gemeinde- oder Landkreisgrenzen.“

Die Modernisierung der Verwaltung soll den Bürgern helfen, sich Behördengänge zu sparen und Angelegenheiten online abzuwickeln.

Viel mehr als Legoland

Die zeitgemäße Ausstattung der Schulen und die touristische Anziehungskraft der Region, die im Legoland „einen ganz großen Kristallisationspunkt, aber darüber hinaus viel, viel mehr zu bieten hat“, zählt Reichhart „zu den vielen großen und vielen kleinen Themen, die auf der Agenda stehen“.

Dabei sei ihm auf seinen vielen Dienstreisen durch Bayern eines noch bewusster geworden als vor seiner Mitwirkung in der Staatsregierung: „Überall, wo der Landrat des Miteinander in den Vordergrund gestellt hat, ist es voran gegangen.“

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