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Der Fund in der St. Veitskirche muss weiter erforscht werden

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Kommentar Von Angela Brenner
23.02.2019

In der Leipheimer St. Veitskirche wurde eine alte Gruft entdeckt, die vermutlich 700 Jahre alt ist. Viele Fragen sind noch offen, deshalb sollten Archäologen die Grabstätte weiter untersuchen.

Wer liegt im Chorraum der St. Veitskirche begraben, gleich in unmittelbarer Nähe des Hauptaltars? Das ist die Frage, die gerade nicht nur die Archäologen und Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde in Leipheim beschäftigt (Lesen Sie dazu: Jahrhunderte altes Grab in der Leipheimer St. Veitskirche entdeckt ) Nur angesehene Persönlichkeiten finden an solch einer bedeutenden Stelle ihre letzte Ruhe. Aber warum gibt es in den Aufzeichnungen dann keine Hinweise auf die Grabstätte? Warum erinnert keine Steinplatte am Boden auf die Persönlichkeit, die dort bestattet wurde? Die Gruft der Güssen in der Kirche ist schließlich mit einer Steinplatte samt Wappen gekennzeichnet.

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In den Jahren 1872 und 1873 wurde die Kirche St. Veit renoviert – die Restaurierung erstreckte sich hauptsächlich, das ist überliefert, auf den Chorraum. Die Backsteine am Boden wurden damals durch Platten ersetzt. Doch von einer Grabstätte in diesem Bereich wurde nichts erwähnt.

Wer liegt in der Gruft begraben?

Es sind viele Fragen, die gerade im Raum stehen. Zu viele, um sie unbeantwortet zu lassen. Die Innenrenovierung der St. Veitskirche soll nach den Osterfeierlichkeiten beginnen, dann bleibt das Gotteshaus geschlossen, es finden dort für den Zeitraum der Arbeiten keine Gottesdienste mehr statt. Außerdem soll eine Fußbodentemperierung eingebaut werden – dafür müssen die bisherigen Platten ersetzt werden. Eine günstige Gelegenheit also, die Untersuchungen der Grabstätte weiter zu führen. Diese würden sicherlich Erkenntnisse bringen, wie alt das Ziegelgewölbe tatsächlich ist und eventuell sogar Aufschluss darüber geben, wer dort begraben liegt.

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Ja, damit sind auch Kosten verbunden. Aber es gibt sicherlich Möglichkeiten, diese zusätzlichen Kosten neben der Kirchensanierung zu stemmen. Für solche Fälle werden Fördervereine ins Leben gerufen oder Spendenaktionen gestartet. Der Fund in der St. Veitskirche ist es auf jeden Fall wert, weiter untersucht zu werden.

Funde aus der Jungsteinzeit

Leipheim ist reich an Geschichte. Erst im vergangenen Jahr wurden bei Bauarbeiten in der Innenstadt Funde aus der Jungsteinzeit – und belegten damit, dass die Stadt 4000 Jahre älter ist als angenommen. (Lesen Sie dazu: Sensation: Leipheim ist deutlich älter als gedacht )Älter sogar als die Nachbarstadt Günzburg. Wer weiß, welche Erkenntnisse der aktuelle Fund in der St. Veitskirche liefert. Erfahren wird man es nur, wenn Archäologen sich die Grabstätte näher untersuchen können.

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