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Der Fußball wird nicht nur bei den Frauen Mitglieder verlieren

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Kommentar Von Till Hofmann
15.06.2019

In den Nischen des Fußballs tun die Verbände viel zu wenig. Das wird sich irgendwann rächen. Doch auch die Spieler(innen) selbst müssen aktiv werden.

Laufen dem Fußball die Mitglieder davon? Eine derartige Fluchtbewegung ist noch nicht auszumachen. Dennoch wird das Reich von König Fußball kleiner. Den Freizeit- und den Altherrenfußball fördert der DFB nicht ausreichend. Es reicht eigentlich gesunder Menschenverstand, um zu erkennen, dass es kein Fehler ist, den Seniorenfußball in einer alternden Gesellschaft attraktiver zu machen und in Richtung Gesundheitssport zu bewegen. Außerdem wird nicht erst seit gestern betont, dass im (Fußball-)Sport der projektbezogenen Arbeit mehr Bedeutung eingeräumt werden müsste, damit ehrenamtliche Funktionäre wie Spieler flexibler agieren können. Aber: Welche Vereine haben denn Freizeit-Fußballabteilungen?

Vom Frauenfußball hat man sich mehr erhofft

Kommen wir zu einer letzten Wachstumssäule, von dem sich der Fußballverband mehr erhofft hat – dem Frauenfußball, der die besten Zeiten hinter sich zu haben scheint. Auch im Kreis Günzburg gibt es wenige Klubs, in denen Frauen nicht belächelt werden, wenn sie gegen den Ball treten. Die Chauvis sterben nicht aus. Die Gelbe Karte geht aber auch an eine beachtliche Zahl von Damen selbst und deren mangelnde Bereitschaft, sich fußballerisch zu verbessern. Benutzte Ausreden in WhatsApp-Gruppen, um nicht ins Training zu müssen, grenzen an hohe Verbalkunst. Nur: Wer sich nicht selbst ernst nimmt, darf nicht erwarten, von Anderen ernst genommen zu werden.

Lesen Sie dazu auch eine Bestandsaufnahme zum Frauenfußball im Landkreis Günzburg: So steht es um den Frauenfußball im Landkreis Günzburg

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