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Kommentar

01.05.2020

Der Mangel an Alternativen zur Maskenpflicht

28.04.2020, Sachsen, Dresden: Eine junge Frau läuft über die Einkaufsmeile Prager Straße und trägt dabei einen Mundschutz. In Sachsen sind im Kampf gegen Corona-Pandemie die Beschränkungen des Lebens vorsichtig gelockert, es gilt jedoch eine Maskenpflicht im Einzelhandel. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Robert Michael

Stoffmasken gehören inzwischen auch in der Region zum Alltag. Doch der Mund-Nase-Schutz stört viele. Trotzdem ist das Tragen der Masken sinnvoll.

In vielen asiatischen Ländern gehören Stoffmasken schon längst zum Alltag – in Deutschland waren sie bis vor wenigen Wochen nie zu sehen; außer asiatische Touristen trugen einen solchen Mund-Nasen-Schutz. Das alles hat sich in kürzester Zeit geändert. Wurde zuvor noch über diese angeblich übervorsichtigen Menschen gespottet, haben sich die meisten von uns mit dem neuen „Modestück“ abgefunden. Es dient schließlich der eigenen, aber auch der Gesundheit anderer.

Aber mal Hand aufs Herz: Schön oder gar bequem sind diese Masken wahrlich nicht. Langweiliges weiß oder eine bunte Farbexplosion lassen diese Masken keinen modischen Hingucker werden. Und störend sind die Dinger auch noch: Es wird darunter heiß, verdammt heiß – das weiß jeder, der den Schutz berufsbedingt mehrere Stunden am Tag tragen muss.

Nicht nur Brillenträger ärgern sich über die störenden Masken

Brillenträger ärgern sich ebenfalls: Ständig sind die Gläser beschlagen, egal wie umständlich man die Maske um Nase und Mund wickelt. Und so mancher Grantler findet weitere negative Punkte: Warum muss ich mir die Masken selbst kaufen, statt dass sie vom Staat bereitgestellt werden? Warum kostet es 150 Euro Bußgeld, wenn ich mich in Bayern nicht an die Maskenpflicht halte? Und außerdem: Ich kann die Mimik und Emotionen meines Gegenübers nicht mehr richtig deuten, weil die Maske das halbe Gesicht verdeckt.

Das alles sind mehr oder weniger nachvollziehbare Kritikpunkte. Die Wahrheit ist aber auch: Diese Masken können helfen, Leben zu retten. Sie werden sicherlich kein Dauerzustand in unserem Land sein, doch in der jetzigen Phase sind diese Schutzmaßnahmen aus Mangel an besseren Alternativen sinnvoll. Aber eines darf man nicht vergessen: Die notwendigen Hygienemaßnahmen beachten und den Abstand halten sind genauso wichtig. Daran möge bitte auch jeder beim nächsten Einkauf denken – und zwar nicht nur an der Kasse.

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