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Landkreis Günzburg

07.01.2021

Die Faschingsferien zu streichen ist der falsche Weg

In den Faschingsferien werden die Stühle in den Klassenzimmern nicht auf den Tischen stehen. Es soll stattdessen unterrichtet werden - das kommt nicht nur im Kreis Günzburg nicht gut an.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Die Faschingsferien in Bayern fallen dieses Jahr wegen Corona aus. Doch ist das der richtige Weg? Motivierte und unmotivierte Schüler und Lehrer gab es auch in Zeiten von Präsenzunterricht.

Die Faschingsferien zu streichen löst bei vielen Schülern und Lehrern Ärger und Unverständnis aus. Man kann es auch als Watschn für all diejenigen Lehrer bezeichnen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten außerordentlich engagiert haben, um einen ordentlichen und guten Unterricht zu gewährleisten. Es ist auch eine Watschn für die Schüler, die diszipliniert am Distanzunterricht teilgenommen und die unterschiedlichsten Aufgaben gemeistert haben.

Natürlich gibt es auch Lehrer – zum Glück ist es eine Minderheit –, die den Distanzunterricht sehr locker nehmen und einen wenig motivierten Unterricht abspulen. Und es gibt auch einige wenige Schüler, die beim Distanzunterricht schwer oder gar nicht zu erreichen sind und die nun bedenkliche Wissenslücken aufweisen. Aber gab es solche unmotivierten Lehrer und Schüler nicht auch schon während des Präsenzunterrichts? Und warum werden nun alle Schüler und Lehrer bestraft, nur weil ein kleiner Teil von ihnen sich nicht bemüht? Keiner von ihnen hat sich den Distanzunterricht ausgesucht. Und die Probleme mit der Lernplattform Mebis sind auch nicht von den Schulen verschuldet.

Wenn die Wissenslücken bei den Schülern tatsächlich so groß sind wie von der Politik befürchtet, dann werden die fünf zusätzlichen Schultage mehr an Fasching keine positiven Auswirkungen haben. Und wenn die Lücken eben nicht schwerwiegend sind, dann sollten die Schüler und Lehrer sich auch zwischendurch eine Woche erholen dürfen. Die Faschingsferien zu streichen ist deshalb alles andere als eine gute Entscheidung. Die vielen engagierten Schüler und Lehrer müssen nun das ausbaden, was andere vergeigt haben.

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