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Offingen

12.04.2019

Die Zukunftswerkstatt Offingen feiert zehnjähriges Jubiläum

Sie alle sind Teil des Freundeskreises Zukunftswerkstatt Offingen (ZWO), der dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Von links: Karin Mäusle, Katja Vielweib, Kurt und Monika Schweizer. Für das Jubiläum haben sie ein besonderes Wochenende im Klaiberhaus in Offingen geplant.
Bild: Lea Binzer

Der Freundeskreis Zukunftswerkstatt Offingen feiert sein zehnjähriges Bestehen. Ein Grund zu Feiern. Und die Mitglieder sehen keinen Grund, aufzuhören. Was eine kulturelle Nische mit den Anfängen zu tun hat und was die Mitglieder für das Jubiläum planen.

„Angefangen hat alles mit der Kommunalwahl vor zehn Jahren. Da hat sich im Wahlkampf eine nette, kreative Gruppe zusammengetan“, sagt Monika Schweizer. „Danach haben wir noch so viele Ideen gehabt, die wir aus Zeitgründen nicht umsetzen konnten und uns gefragt, was wir damit machen“, fügt sie hinzu. So entstand der Freundeskreis Zukunftswerkstatt Offingen (ZWO). Neben Monika Schweizer gehören auch ihr Mann Kurt sowie Karin Mäusle und Katja Vielweib zu den elf Mitgliedern. Die vier trafen sich, um über die vergangenen zehn Jahre, das Jubiläum und die Zukunftspläne der ZWO zu sprechen.

Doch was genau macht die ZWO? „Wir machen genau das, was wir im Ort vermisst haben. Für unsere Ideen haben wir da eine kulturelle Nische gefunden“, erklärt Mäusle. Von Anfang an waren den Mitgliedern Ernährung und Klima wichtig, weshalb zu Beginn vor allem Vorträge dazu veranstaltet worden seien. „Davon sind wir aber abgekommen, denn Vorträge gibt es mittlerweile zuhauf“, meint Vielweib.

Die Künstler schätzen die familiäre Atmosphäre

Die Kabarettveranstaltungen und die außergewöhnlichen musikalischen Darbietungen hingegen gibt es heute noch. Denn das habe ebenfalls allen Mitgliedern in Offingen gefehlt. Zweimal pro Jahr finden diese Veranstaltungen im Klaiberhaus in Offingen statt. Monika Schweizer ist dabei vor allem für die Akquise zuständig. „Ich suche die Künstler und schreibe sie an. Wir haben auch mal Luise Kinseher oder Maxi Schafroth angefragt. Die kamen leider nicht“, sagt sie und lacht. Dafür treten regionale Künstler unentgeltlich auf, wie die Ulmer Kabarettistin Marlies Blume oder die männliche A-cappella-Gruppe Ma’Capella aus dem Raum Heidenheim.

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Eintritt verlangt die ZWO für ihre Veranstaltungen nicht. „Die Künstler erhalten nach ihrem Auftritt die gesammelten Spendengelder und wir laden sie auf eine Pizza ein“, erklärt Vielweib. „Die Künstler schätzen die familiäre Atmosphäre bei uns. Sie sagen alle, sie würden wiederkommen“, sagt Kurt Schweizer stolz. Und seine Frau fügt hinzu: „Mittlerweile fragen die Künstler bei uns an.“

Die Veranstaltungen im Offinger Klaiberhaus sind gut besucht

Und die Rückmeldungen würden zeigen, dass die Veranstaltungen beim Publikum ankommen. „Manche kommen immer wieder, aber es sind jedes Mal auch neue Gesichter dabei“, sagt Mäusle. Die Hälfte des Publikums sei aus Offingen, die andere Hälfte aus der Umgebung wie Günzburg oder Gundelfingen. Zusammen würden sie meistens die knapp 100 Sitzplätze im Klaiberhaus füllen. „Gerade Marlies Blume und Ma’Capella fanden die Zuschauer toll. Wir wurden danach noch oft auf sie angesprochen“, sagt Vielweib. Deshalb freue es alle Mitglieder, dass beide dieses Jahr extra noch mal beim Jubiläums-Wochenende Anfang Mai auftreten.

Daneben riefen die Mitglieder den sogenannten Regionalmarkt mit saisonalen und regionalen Produkten ins Leben. Er findet zweimal pro Jahr in der Offinger Mindelhalle statt. „Neben Nahrungsmitteln werden dort auch Kleidung, Schmuck und Spielzeug aus Holz angeboten“, erklärt Kurt Schweizer. Aus privaten Gründen pausiere der Markt dieses Jahr allerdings.

Der Regionalmarkt sollte Offingen beleben

„Wir wollten Offingen beleben, deshalb haben wir den Regionalmarkt etabliert“, erklärt Mäusle. Vor allem Senioren würden ihn als Treffpunkt schätzen. Statt einer Standgebühr verlangt die ZWO von den Ausstellern einen Kuchen. Diese können am Stand der ZWO mit fairem Kaffee genossen werden. „Ausschließlich aus diesem Verkauf erzielen wir einen Gewinn“, sagt Monika Schweizer. Dieses Geld investiert der Freundeskreis dann in Projekte.

„Aktuell konnten wir so eine Umkleidekabine für den Mindelstrand sponsern. Sie wird demnächst aufgestellt“, erzählt Vielweib. Ein anderes Projekt war 2011 der „Grüne Weg“. Dabei haben die Mitglieder einen Weg durch den Donauwald mit Schildern versehen, auf denen sie auf markante Punkte am Wegesrand aufmerksam machen – wie auf das Teufelsbrückle. Auch ein Kindertheater mit dem schwäbischen Kabarettisten Christof Altmann an der Grundschule Offingen konnte so realisiert werden.

Die Mitglieder der Zukunftswerkstatt sehen positiv in die Zukunft

Die Mitglieder der Zukunftswerkstatt versuchen, die Märkte und Veranstaltungen so einfach wie möglich zu halten. „Wir machen das aus Spaß an der Freude und ehrenamtlich, denn wir sind alle berufstätig“, erklärt Vielweib. Doch vor einer Veranstaltung sei der Arbeitsaufwand schon größer: Plakate müssten geklebt und Getränke besorgt werden.

Die Mitglieder bemühen sich aber, das in ihren täglichen Arbeitsablauf zu integrieren. So würde es klappen. Einen Vorsitzenden haben sie nicht. Jeder habe seine Aufgaben, helfe aber auch den anderen. Zur Besprechung treffen sie sich einmal alle acht Wochen.

Mitte Oktober ist schon das nächste Kabarett geplant

Die vier Mitglieder sehen positiv in die Zukunft der ZWO. Mitte Oktober ist schon das nächste Kabarett geplant. „Wir haben keinen Grund, aufzuhören. Solange die Künstler mitmachen, läuft alles“, sagt Monika Schweizer und lacht.

Zum Jubiläum kommen am Samstag, 4. Mai, die Band Ma’Capella ab 19 Uhr und am Sonntag, 5. Mai, Kabarettistin Marlies Blume ab 17 Uhr ins Offinger Klaiberhaus. Der Eintritt ist frei.

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