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Fußball Bezirksliga

18.10.2020

Die anderen Bezirksligisten jubeln

Der Stätzlinger Maximilian Heiß lässt sich an der Eckfahne für seinen Treffer zum 1:0 feiern, Bubesheims Abteilungsleiter Karl Dirr wendet sich enttäuscht ab. Am Ende feierte der FC Stätzling den dritten Sieg in Folge, während der SC Bubesheim nun zweimal hintereinander verlor.
Bild: Michael Hochgemuth

Es sind Tage des Misserfolgs für den SC Bubesheim und den FC Günzburg. Dennoch glauben beide Mannschaften zuversichtlich, dass sie ihre Saisonziele erreichen.

Lange darf es nicht mehr so weitergehen, wenn die heimischen Fußball-Bezirksligisten ihre Saisonziele erreichen wollen. Der Aufstiegsanwärter SC Bubesheim und der Klassenerhaltsbewerber FC Günzburg verloren übers Wochenende 17./18. Oktober auswärts.

FC Stätzling - SC Bubesheim 3:0

Beide Teams begannen vorsichtig. Erst in der 13. Minute gab es die erste gute Gelegenheit. Stätzlings Dominik Graf spitzelte die Kugel auf Sebastian Kraus, dessen Schuss von der Gäste-Abwehr gerade noch abgeblockt wurde.

Danach sahen 110 Zuschauer eine fußballerisch ziemlich ausgeglichene Partie. Vor dem Stätzlinger Gehäuse kam selten Gefahr auf – wenn, dann wurde es aber richtig brenzlig. So, als Kraus mit einer Rettungstat auf der Torlinie den Rückstand verhinderte (35.). Kurz vor der Pause musste Schlussmann Daniel Mrozek einen strammen Schuss der Gäste entschärfen. Hinzu kamen zwei Szenen, in denen „einfach keiner das Ding über die Linie kriegt“, wie Bubesheims Abteilungsleiter Karl Dirr haderte. Zwischenzeitlich ging Stätzling sogar in Führung. Maximilian Heiß reagierte an der Strafraumlinie am schnellsten und lupfte den Ball an Torwart Simon Zeiser vorbei ins Netz (36.).

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Nach der Pause wollten die Gäste mit aller Macht den Ausgleich erzielen. Doch wie bereits eine Woche zuvor, sollte den Bubesheimern kein Treffer gelingen. Dirr sagte nach der Partie zusammenfassend: „Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Die erste Halbzeit war in Ordnung und in der zweiten war der Akku leer. Aber sie hat alles versucht und deshalb nicht enttäuscht.“

Stätzling kämpfte erfolgreich gegen nachlassende Kräfte aufseiten der Gäste an, setzte eigene Akzente und erzielte auch das 2:0. Mert Sert versenkte den Ball im langen Eck. Nach gelb-rot gegen den Bubesheimer Tugay Demir hatte der Gastgeber in der Schlussphase keine Probleme mehr. In der Nachspielzeit sorgte Ousman Jaiteh für den Endstand. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß nutzte er seinen Freiraum und schoss ein.

SC Bubesheim Zeiser – Schäfer (56. Tamm), Wallner, Seibold, Glöckle (65. Hespeler), Steiner, Schnell, Hain, Tu. Demir, Polat (56. Merkle), Akpaloo

TSV Meitingen - FC Günzburg 5:3

Der Gastgeber spielte sofort nach vorne und führte nach Treffern von Denis Buja (12.) und Mateo Duvnjak (20.) schnell 2:0. Fabian Kuchenbaur im Günzburger Tor war jeweils machtlos.

Wehrlos aber präsentierte sich das Kellerkind aus Günzburg gewiss nicht. Den Gästen blieb nicht anderes übrig, als ihr Heil selbst in der Offensive zu suchen. Und sie taten es mit Erfolg. Nach einem Foul im Strafraum entschied Schiedsrichter Sebastian Fleschhut auf Elfmeter. Maximilian Lamatsch verwandelte und schürte Hoffnung unter den wacker kämpfenden FC-Fußballern. Allerdings ließ der nächste Rückschlag nicht allzu lange auf sich warten. Als die im eigenen Strafraum versammelte Günzburger Mannschaft den Ball nicht wegbrachte, fiel er Nikola Zegarac vor die Füße und der netzte zum 3:1-Pausenstand ein.

Auch nach dem Seitenwechsel strahlten die Günzburger jederzeit die im Kampf um den Klassenerhalt notwendige Mentalität aus. Die Partie blieb offen, zumal Lamatsch auch den zweiten Foulelfmeter ins Netz setzte (56.). Doch es gehört eben auch zur Wahrheit über dieses Günzburger Team, dass es jederzeit für ein Gegentor gut ist. Duvnjak schob den Ball cool zum 4:2 ein (72.). Allerdings: Auch das war’s noch nicht an diesem Tag des offenen Tores, denn Benjamin Wahl verkürzte erneut (75.) und ein weiterer Treffer des FC wurde wegen eines vermeintlichen Handspiels nicht gegeben. Stattdessen zerstoben alle Hoffnungen der Gäste. Als Buja zum 5:3 einköpfte, war das Team von Trainer Christoph Bronnhuber geschlagen (83.).

Der FC-Coach grämte sich ein wenig aufgrund der vielen Gegentore, denn „die ersten drei haben wir uns durch individuelle Fehler selbst eingeschenkt“. Die Kampfkraft und den Willen der Seinen aber lobte Bronnhuber ausdrücklich. Mit Blick auf die nächsten Aufgaben sagte er: „Natürlich müssen wir irgendwann punkten. Aber es sind noch genügend Spiele da.“ (bidi, ica)

FC Günzburg Kuchenbaur – Megyes, Bandlow (54. Wahl), Wachs, Hepp, Lamatsch, Deibler, Bader (85. Kelmendi), Bergmair, Casamayor-Bell (85. Nolde), Fuchs

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