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Burgau

24.10.2018

Draht über Pfad im Wald gespannt: Polizei ermittelt

Bild: Bettina Schulz

War es eine Falle, die gegen Mountainbiker gerichtet war, oder steckt etwas anderes dahinter? Die Ermittlungen könnten sich bis zu versuchter Tötung erstrecken.

Eine Spaziergängerin hat die Stadt Burgau informiert, dass im Stadtwald in der Nähe des Schlittenbergs an zwei Stellen Drähte über Trampelpfade gespannt waren. Es lasse sich streiten, ob es Montainbikefallen sind „oder nur jemand nicht will, dass der Trampelpfad benutzt wird“, heißt es im Schreiben.

Wie Bürgermeister Konrad Barm nun dem Stadtrat mitteilte, waren die Drähte am 14. Oktober entdeckt worden. Die Stadt erstatte Strafanzeige und werde den Bereich kontrollieren. „Das ist etwas Kriminelles, das ist kein Spaß mehr.“ Er verstehe nicht, was Menschen antreibt, andere verletzen zu wollen. Hier könne sogar jemand sterben.

Peter Hirsch, Vize-Chef der Burgauer Polizei, erklärte auf GZ-Anfrage, das sei der erste Fall dieser Art im Inspektionsbereich. Die Mountainbikestrecke sei von der Stadt erst im Frühjahr für einen Schulwettbewerb angelegt worden. Die Spaziergängerin, die von jemandem auf die inzwischen entfernten Drähte aufmerksam gemacht wurde, wie sie der GZ sagte, werde befragt. Die Ermittlungen könnten sich „von versuchter gefährlicher Körperverletzung bis zur versuchten Tötung“ erstrecken.

Die Tatsache, dass zwischen der Information durch die Spaziergängerin an die Stadt und der Anzeige bei der Polizei gut eineinhalb Wochen vergingen, erklärt Hauptamtsleiterin Rita Reichel übrigens so: Die Spaziergängerin hatte die Information per Mail direkt an den Kulturamtsleiter geschickt, der allerdings zu diesem Zeitpunkt krank war. Deshalb blieb die Nachricht zunächst in seinem persönlichen elektronischen Postfach liegen. Als er zurück im Büro war, leitete er sie an die zuständige Stelle innerhalb der Verwaltung weiter. (cki)

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