1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Ein kleines Gespenst spukt im Forum am Hofgarten

Günzburg

11.12.2018

Ein kleines Gespenst spukt im Forum am Hofgarten

Die Kolpingbühne präsentiert in diesem Jahr „Das kleine Schlossgespenst“ im Forum am Hofgarten. 25 junge Laienschauspieler führen das Stück mit ihren Regisseurinnen Nicola Bader und Brigitte Lang fünfmal für etwa 4000 Schüler auf. Am Freitagabend folgt eine öffentliche Aufführung.
Bild: Philipp Wehrmann

Der Geist Konstantin möchte unbedingt gruselig sein, doch das klappt nicht so recht. 4000 Kinder bestaunen diese Woche, wie er mit seinen Freunden Weihnachten rettet.

Was soll aus dem kleinen Geist Konstantin nur werden? Als er vor 400 Jahren noch lebte, schloss er eine Wette ab: Er wollte über den Wassergraben eines Schlosses springen. „Wenn ich es nicht schaffe, soll ich verflucht sein!“, ruft sein Darsteller im Forum am Hofgarten. Sein Vorhaben misslang, schwimmen konnte er nicht. Seitdem spukt er als Geist durch das Schloss. Doch angsteinflößend, das ist er noch immer nicht. Dreimal rasselte er schon durch die Gespensterprüfung. Die anderen Geister haben ihn deshalb verstoßen. Doch dann zieht eine Familie mit einem Mädchen und einem Bub in die alten Gemäuer.

800 Zuschauer verfolgen „Das kleine Schlossgespenst“ im Forum am Hofgarten, allesamt Kindergartenkinder, Schüler sowie ihre Erzieher und Lehrer. Als der Vorhang sich lüftet und die jungen Darsteller der Kolpingbühne zu sehen sind, jubeln die Kinder, als ständen Weltstars auf den Brettern.

Die Kinder erkunden das Schloss

Die Eltern der beiden Kinder im Schloss arbeiten den ganzen Tag. Um sich ihre Zeit zu vertreiben, erkunden das Mädchen und der Bub die Gemäuer. Sie stoßen auf einen alten Eichenschrank. Es ist Konstantins Zuhause. Das Mädchen ist recht neugierig und furchtlos, der Bub weniger. Doch schnell ist klar, dass Konstantin außer Streichen nichts Böses im Schilde führt. Die drei werden Freunde.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Konstantin stellt ihnen seine Vampirfreundin Viola vor. Ein Sarg rollt auf die Bühne, das Mädchen steigt aus. Manche Kinder rücken auf den Stühlen näher zusammen – scheinbar gruselt sie das nun doch etwas. Doch auch Viola ist keine Bösewichtin: Sie trinkt kein Blut, wie es Vampire bekanntermaßen tun, sondern schwört auf Tomatensaft.

Weihnachten droht auszufallen

Doch dann droht eine Katastrophe: Hausmeister Hermann Hasenfratz und Postbote Klingelmann kommen nicht an ihre Hütten, die sie dringend für den Weihnachtsmarkt brauchen. Ein angsteinflößendes Gespenst, Konstantins Onkel, ist der Geist der Weihnacht. Er hat den Weihnachtsstern entführt und droht das Fest dieses Jahr ausfallen zu lassen. Das wollen die beiden Kinder mit ihren neuen Freunden Konstantin und Viola um jeden Preis verhindern.

Die jungen Zuschauer fiebern mit, wie es ein Publikum nur selten tut: „Nein, nein, nein!“, ruft ein Bub, als die Kinder durch das Schloss schleichen. In der Pause eilen sie hinaus, fangen die Darsteller ab und lassen sich Autogramme geben.

Von Montag bis Freitag finden diese Woche fünf Vorstellungen für Kindergärten und Schulen statt. Allesamt sind mit jeweils 800 Plätzen ausgebucht. Busse kommen aus dem gesamten Landkreis Günzburg, selbst eine Gruppe aus Niederstotzingen besucht das Forum.

Die Kolpingbühne probt das ganze Jahr

Weil die meisten der 25 Darsteller selbst noch die Schule besuchen, sind die Rollen doppelt besetzt, wie die Regisseurinnen Nicola Bader und Brigitte Lang erklären. Jedes Jahr probt die Kolpingbühne ab Januar, um im Dezember eine Reihe von Vorstellungen im Forum aufzuführen, seit 15 Jahren.

Den großen Aufwand merkt man: Die jungen Schauspieler stellen die anspruchsvollen Rollen großartig dar. Es verwundert nicht, dass Jonathan Berlin, der dieses Jahr mit dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet wurde, eine seiner ersten Schauspielerfahrungen bei der Kolpingbühne gemacht hat.

Am Freitagabend folgt eine öffentliche Aufführung

Die Vorführungen am Montag bis Freitag Vormittag ist Kindern vorbehalten. Am Freitagabend, 14. Dezember, tritt die Kolpingbühne um 19 Uhr für die Öffentlichkeit auf. Der Eintritt ist frei.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Fonyod, Tanzgruppe
Serie zur Europawahl (5)

Die Donau verbindet Leipheim mit Ungarn

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden