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Haldenwang

25.06.2019

Eine Schlafstätte mit Erfolg

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Im Bereich der Gemeinde Haldenwang ist zuletzt kräftig gebaut worden – zum Beispiel im Gebiet Kohlstattäcker II im Ortsteil Hafenhofen.
Bild: Peter Wieser

Plus Nicht nur Preise von 90 bis 100 Euro pro Quadratmeter sprechen für Haldenwang.

Die Nachfrage nach Bauland ist groß. „Wir sind ein fruchtbares Dorf“, sagt Bürgermeister Georg Holzinger lachend. Knapp 2000 Einwohner zählen die Ortsteile Haldenwang, Konzenberg, Hafenhofen und Eichenhofen. Derzeit ist die Gemeinde dabei, einen neuen Kindergarten in Konzenberg zu bauen. Rund 190 Kinder werden künftig einen Platz haben – gemessen an der Gemeindegröße eine stolze Zahl. Geschuldet ist dieser Umstand laut Bürgermeister dem erfolgreichen Bemühen der Gemeinde, junge Einheimische nach Berufsausbildung oder Studium wieder nach Haldenwang zurückzuholen.

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Arbeitsplätze sind in Haldenwang und in den anderen Ortsteilen eher dünn gesät. Das örtliche Gewerbe ist überwiegend kleinteilig, die meisten Bewohner arbeiten in Günzburg, Burgau oder Jettingen-Scheppach. Andere auch in Augsburg und München. „Wir sind eine Schlafstätte“, erklärt der Bürgermeister. Das aber mit Erfolg. Denn zuletzt sei es verstärkt gelungen, junge einheimische Erwachsene und ihre Familien nach Haldenwang zurückzuholen. Sei’s aufgrund der günstigen Baupreise, sei’s wegen der Vorteile des Landlebens im Gegensatz zur hektischen, lauten und teuren Großstadt.

Die guten Anbindungen sind ein großes Plus

Die Gemeinde kann mit einem nicht unwesentlichen Pfund wuchern: Die Autobahn ist in wenigen Minuten ebenso erreichbar wie die Bahnverbindungen ab Burgau. Straßen und Radwege sind reihum bestens ausgebaut – das Motto lautet: wohnen in Haldenwang, arbeiten anderswo. Denn wo sonst gibt es noch Bauplätze für 90 bis 100 Euro je Quadratmeter – inklusive aller (Erschließungs-) Kosten, versteht sich. Georg Holzinger: „Wir schließen Pauschalverträge ab, in denen alles enthalten ist.“

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In Haldenwang und seinen drei Ortsteilen ist zuletzt kräftig gebaut worden: 20 Bauplätze entstanden im Bereich „Grubenäcker“ in Haldenwang, 14 Bauplätze sind es in Hafenhofen. Vier Plätze sind in Eichenhofen geplant. Derzeit wird ein neues Baugebiet mit 29 Plätzen im Bereich des Konzenberger Friedhofs ausgewiesen. Pech nur: Dort führte mutmaßlich eine Straße der Römer, vielleicht auch der Kelten, vorbei. Aufgrund der Bodenuntersuchungen zieht sich das Ganze in die Länge. Überhaupt sei es „ein Wahnsinn“, bis heutzutage eine Baugenehmigung erteilt werde, erklärt Holzinger leidlich frustriert.

Man bemüht sich nicht extra um Zuzügler

Angesichts der großen Nachfrage durch Einheimische bemüht sich die Gemeinde nicht eigens um auswärtige Zuzügler. Zumal topografische Zwänge die Ausweisung von Neubaugebieten einengen. Der Bürgermeister: „Es heißt Konzenberg, nicht Konzental.“ Das hügelige Gelände schränkt nebst angrenzenden Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen die Erweiterungsgebiete nachhaltig ein.

Auch ohne Auswärtige – die Rückgewinnung junger Einheimischer sei erfolgreich und für das weitere Gedeihen der Gemeinde ausreichend, erklärt Georg Holzinger. Im Gegensatz zu etlichen anderen Feuerwehren gebe es im Gemeindebereich keine Nachwuchsprobleme. Die drei Jugendtreffs im Gemeindegebiet seien bestens besucht, das Leben in den 18 Vereinen überaus rege.

Die Welt, so will es scheinen, ist in Haldenwang wirklich intakt. Und Georg Holzinger kann im Jahr 2020 sein Amt in jüngere Hände legen – nach dann 25 Jahren als Bürgermeister in vielfach wechselhaften Zeiten. (kai)

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