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Lehre

09.07.2014

Eine futuristische Fachkräfte-Schmiede

Die Firma Robatherm hat an ihrem neuen Produktionsstandort im Scheppacher Gewerbegebiet eine moderne Ausbildungswerkstatt eingerichtet. Das Foto zeigt (von links) David Strobel und Frederik Vereb, angehende Industriemechaniker im zweiten Ausbildungsjahr, an einer CNC-gesteuerten Fräsmaschine mit dem Produktionsingenieur Fabian Keilen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Firma Robatherm besticht nicht nur mit der Architektur ihrer neuen Hallen in Scheppach. Auch die Ausbildungswerkstatt ist ein Hingucker. Am Samstag öffnet sie ihre Tore

Für Autofahrer auf der A8 bei Scheppach bieten die neuen Hallen der Firma Robatherm ein Aha-Erlebnis. Mit ihrer modernen Architektur ziehen die Firmengebäude unweigerlich die Blicke auf sich. Auch für den Autohersteller BMW bieten die futuristischen Hallen des Klimaanlagen-Herstellers ein geeignetes Ambiente, um seine Wagen in Szene zu setzen. „Vor Kurzem hatten wir eine Anfrage, ob der neue 5er-BMW vor der Glasfront unseres Werks fotografiert werden darf“, verrät Robatherm-Sprecher Robert Sauter. 50 Millionen Euro investiert das Burgauer Unternehmen in die sechs Hallen und das Verwaltungsgebäude am Standort Scheppach. Das vorrangige Thema ist bei dem Termin aber nicht die schöne Architektur, auf die Firmenchef Albert Baumeister großen Wert legt. Es geht um die neue Ausbildungswerkstatt, die Robatherm errichtet hat. Allein 600000 Euro wurden in die Einrichtung der neuen Fachkräfte-Schmiede gesteckt.

Es riecht nach frischem Estrich und den acht neuen Maschinen, als Produktionsingenieur Fabian Keilen, Robert Sauter und Ausbildungsleiter Bernhard Schilling durch die neue Ausbildungswerkstatt führen. Auch die beiden Azubis David Strobel und Frederik Vereb sind dabei. Die beiden Industriemechaniker freuen sich bereits auf den Herbst. Mit dem neuen Ausbildungsjahrgang geht die Werkstatt, die am kommenden Samstag der Öffentlichkeit präsentiert wird, in Betrieb. Robatherm setzt auf Ausbildung. Mehr als 30 Azubis und Studenten werden dort in den verschiedensten Fachbereichen fit für den Beruf gemacht. Die Palette reicht von der Mechatroniker-Ausbildung bis zum Maschinenbau-Studium. „Unsere Ausbildungsquote liegt bei etwa zehn Prozent“, informiert Sauter. Es sei die Strategie von Robatherm, selbst für den eigenen Fachkräfte-Nachwuchs zu sorgen.

CNC-Drehmaschine, Fräsmaschine, Biegemaschine, Werkzeugeinstellgerät, Säulenbohrmaschinen, Schraubstöcke – alles ist funkelnahgelneu. David Strobel lobt die Breite der Ausbildung: „Wir lernen von Grund auf, wie ein raumlufttechnisches Gerät gebaut wird.“ Frederik Vereb ist über ein Praktikum zu Robatherm gestoßen und dort geblieben. Robert Sauter ist stolz auf die Ausbildung bei Robatherm. Azubis seien wiederholt für herausragende Leistungen geehrt worden. Erst vor Kurzem erhielt der Burgauer Christian Kießling eine Auszeichnung als bester Industriemechaniker-Azubi (Einsatzgebiet Instandhaltung) in den Kreisen Günzburg und Neu-Ulm. Für Robatherm-Lehrlinge ergäben sich gute berufliche Perspektiven, betont der Sprecher. Die Übernahme-Quote nach der Ausbildung liege bei fast 100 Prozent.

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