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Landkreis Günzburg

06.10.2019

Erntebilanz: Landwirte können zufrieden sein

Die Ernte fiel im vergleich zum vergangenen Jahr besser aus.
Bild: Bernhard Weizenegger

Genug Regen, genug Sonne – in diesem Jahr fällt die Erntebilanz im Landkreis Günzburg weitestgehend positiv aus

Der Hitze-Sommer im vergangenen Jahr hat den Landwirten in der Region ziemlich zu schaffen gemacht. Vor allem die Trockenheit machte sich in den niedrigen Ernteerträgen bemerkbar. In diesem Jahr war das Wetter da schon mehr auf der Seite der Landwirte.

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„Die Erträge sind durchschnittlich gut und zwar bei allen Früchten“, sagt Werner Schütz vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Krumbach. In diesem Sommer habe es kaum gehagelt, es gab keine länger anhaltende Trockenheit und auch von Überschwemmungen blieb der Landkreis weitestgehend verschont. Fast schon ideale Bedingen also für die Landwirte und ihre Ernte.

Die Natur hat die Trockenheit noch nicht ganz verkraftet

Die Qualität der Ernteprodukte bezeichnet Schütz als „gute Mittelklasse“. Kein Vergleich also zum vergangenen Jahr. Die extreme Trockenheit des vergangenen Jahres hat die Natur allerdings noch nicht vollständig verkraftet. Das bemerken vor allem Waldbesitzer. „In der Tiefe ist der Boden weiterhin trocken.“ Das mache sich bei den tiefwurzligen Bäumen bemerkbar.

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„Den Ackerfrüchten reicht diese oberflächliche Feuchtigkeit allerdings aus“, so das Fazit von Werner Schütz. Was die Ernte betrifft, können die Landwirte in diesem Jahr also zufrieden sein. Und das über alle Fruchtsorten hinwegen. „Es war nicht besonders heiß und nicht besonders nass, einfach ein durchschnittlicher Sommer.“

Dennoch: In Zukunft werden diese durchschnittlichen Sommer wohl immer seltener werden, langanhaltende Trockenperioden werden zunehmen. Wie reagieren die Landwirte darauf? Auch einige Landwirte in der Region haben beispielsweise in den vergangenen Jahren vermehrt Luzerner Klee angebaut, eine Nutzpflanze, die laut Schütz sehr lange Wurzeln hat und deshalb auch Trockenperioden besser übersteht. „Früher war diese Pflanzenart in der Region sehr selten.“ Allerdings gibt es bei den sogenannten Hauptfrüchten noch keine großen Veränderungen beziehungsweise witterungsbedingten Anpassungen. „Das geht aber auch nicht von heute auf morgen“, macht Werner Schütz klar.

Zum Glück gibt es ja noch Frühlinge und Sommer wie diese – und die Landwirte in der Region können eine weitgehend positive Erntebilanz ziehen.

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