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Kundgebung

17.04.2017

Europas Puls soll auch in Günzburg schlagen

Für ein geeintes Europa mit all seinen Vorzügen setzt sich die Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ ein. Die erste Kundgebung in Günzburg hat am Ostersonntag auf dem Marktplatz stattgefunden.
Bild: Greta Kaiser

Die erste Aktion der Bürgerbewegung hat es jetzt auf dem Marktplatz gegeben. Es soll nicht die letzte gewesen sein.

Aller Anfang ist schwer. Gut 40 Teilnehmer sind am Ostersonntag zur ersten Kundgebung der Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ in Günzburg auf den Marktplatz gekommen. Auch in deutschen und europäischen Großstädten fanden sich zunächst nur wenige ein, um ein Zeichen für den Fortbestand einer friedlichen, demokratischen, rechtsstaatlichen, gerechten und toleranten Europäischen Union zu setzen. Inzwischen gehen in zahlreichen Städten jeden Sonntag Tausende auf die Straßen. Bis Mitte September sollen auch in Günzburg jeden Sonntagnachmittag Kundgebungen auf dem Markt stattfinden.

Die Initiative für Veranstaltungen von „Pulse of Europe“ in Günzburg ist von Barbara Dippel und Roman Wagenknecht ausgegangen. Seit November vergangenen Jahres gibt es die in Frankfurt gegründete und inzwischen europaweite Bürgerbewegung. „Wir sind überzeugt, dass die Zahl der Menschen, die der europäischen Idee positiv gegenüberstehen, viel größer ist als die der Europa-Gegner.“ Deshalb dürfe das Feld nicht Nationalisten und Populisten überlassen werden. „Wir müssen aber lauter werden und die schweigende Mehrheit aufrütteln“, betonte Roman Wagenknecht.

Denn es stehe viel auf dem Spiel. Der Erhalt der Europäischen Union und ihrer vielfältigen Vorzüge sei alles andere als selbstverständlich. Die Briten haben den Austritt schon beschlossen, in anderen Ländern arbeiten Nationalisten am gleichen Ziel. „Die EU droht zu verfallen“, heißt es deshalb im Zehn-Punkte-Programm von „Pulse of Europe“. Dem müsse entgegengewirkt werden, so Barbara Dippel und Roman Wagenknecht. Dabei sei die EU ganz ohne Frage in vielerlei Hinsicht reformbedürftig. Viele Menschen hätten den Eindruck der Bürgerferne, einer Überbürokratisierung und der unangemessenen Einmischung Brüssels in regionale Belange. Das „Misstrauen“ müsse von der Politik ernst genommen werden.

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Jeder soll seine Stimme für Europa erheben

Zugleich müsse aber deutlicher gemacht werden, was ein geeintes Europa bedeute – ein Projekt des Friedens, der Grundrechte, der Meinungs- und Pressefreiheit oder einer unabhängigen Justiz. Wagenknecht: „In vielen Ländern wird das eingeschränkt.“ Deshalb sei jeder aufgerufen, seine Stimme für Europa zu erheben und bei anstehenden Wahlen nicht die Europa-Gegner zu stärken. Denn nur in einem gemeinsamen Europa werde es möglich sein, Lösungen für die großen Herausforderungen der Zukunft zu finden und umzusetzen, etwa den Klima- und Ressourcenschutz, die Armutsbekämpfung, wirtschaftliche Stabilität, die Verhinderung von Handels- und anderen Kriegen oder die Bewältigung der Flüchtlingsfrage. Ziel müsse ein Europa „in Vielfalt und Gemeinsamkeit“ sein. Roman Wagenknecht: „Das ist kein Widerspruch.“

Nach einem kurzen Fußmarsch endete die Kundgebung auf dem Lannion-Platz vor dem Forum am Hofgarten. Die Europa-Flagge zeigt Sterne, angeordnet in einem Kreis. Rund um den Brunnen auf dem Lannion-Platz bildeten auch die Teilnehmer einen Kreis – als Symbol für ein gemeinsames und geeintes Europa. kai

Termin Die nächste Kundgebung von „Pulse of Europe“ findet am Sonntag, 23. April, statt. Beginn ist um 14 Uhr am Brunnen auf dem Günzburger Markt.

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