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Günzburg/Krumbach

20.06.2017

Ex-Polizist wegen Nötigung vor Gericht

Ein Autofahrer hat eine Sperrung der Feuerwehr nicht akzeptiert.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Er wollte die Sperrung der Feuerwehr nach einem Unfall nicht akzeptieren. Mit einem Strafbefehl wäre die Sache eigentlich schon erledigt gewesen.

Er hätte es besser wissen müssen, meinte Richter Walter Henle zum Angeklagten, einem ehemaligen Polizisten. Denn dieser musste sich vor dem Günzburger Amtsgericht wegen Nötigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten, weil er Anfang des Jahres die Sperrung einer Straße in Krumbach nach einem Unfall nicht akzeptierte. Da er nicht weit weg wohne, diskutierte er mit einem Feuerwehrmann – der im Hauptberuf ebenfalls Polizist ist –, ob er nicht doch mit seinem Wagen weiterfahren dürfe. Er durfte es nicht. Wie es in der Anklage heißt, fing der Autofahrer mit ihm dann ein Streitgespräch an und fuhr auf ihn zu, damit er Platz macht. Erst wenige Zentimeter vor ihm habe er dann doch gestoppt.

Eigentlich wäre die Sache mit einem Strafbefehl über 1800 Euro erledigt gewesen. Den akzeptierte der Mann aber nicht, weshalb es zur Verhandlung kam. Verteidiger Helmuth Schiersner erklärte das damit, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt habe. Sein Mandant sei nicht auf den Feuerwehrmann zu-, sondern weggefahren. Richter Henle erinnerte ihn daran, dass sein Auto auch einen Rückwärtsgang habe.

Der Angeklagte räumte ein, sich falsch verhalten zu haben, indem er die Sperrung nicht akzeptierte. Aber da er nur 100 Meter weit entfernt wohne, habe er kein großes Problem gesehen. Letztlich muss der Mann die 1800 Euro jetzt doch zahlen, und zwar an den Feuerwehrverein Krumbach. Wenn er nachweist, dass das Geld dort eingegangen ist, hat sich die Sache juristisch erledigt, das Verfahren wird eingestellt. Denn Henle hielt ihm zugute, dass es sich nur um „eine Dummheit“ gehandelt hat. cki

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