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Landkreis Günzburg

07.03.2016

Falsche Fünfziger in der Region: Was Sie mit Falschgeld machen sollten

In der Region Günzburg taucht immer wieder Falschgeld auf. Wem ein "falscher Fuffziger" in die Hände fällt, der sollte richtig handeln.
Bild: Bernhard Weizenegger

In der Region Günzburg taucht immer wieder Falschgeld auf. Wem ein "falscher Fuffziger" in die Hände fällt, der sollte richtig handeln.

Es ist ein gewohntes Bild: An der Ladenkasse zückt die Mitarbeiterin einen Prüfstift und streicht kurz über einen 50-Euro-Schein. Normalerweise bleibt die Linie unsichtbar. Ein böses Erwachen gibt es allerdings, wenn der Strich sichtbar wird – ein klares Anzeichen für Falschgeld. Auch in der Region sind immer wieder sogenannte Blüten im Umlauf. Manfred Sittenberger ist Leiter der Bargeldversorgung bei der Sparkasse Günzburg-Krumbach und weiß, was Verbraucher in solchen Fällen tun sollten und ob es einen Ersatz für den gefälschten Schein gibt.

Wer einen falschen Fuffziger im Portemonnaie hat, sollte den Geldschein zur Polizei bringen, rät Sittenberger. Auf keinen Fall darf damit weiter eingekauft werden, denn wer den Schein in Umlauf bringt, mache sich strafbar. Betroffene können den Schein auch bei der Bank abgeben. „Wir geben diesen aber auch an die Polizei weiter“, erklärt Sittenberger. Und natürlich auch die Personalien desjenigen, der die Blüte abgegeben hat. Die schlechte Nachricht: „Einen Ersatz für den gefälschten Schein gibt es nicht“, betont Sittenberger.

Falschgeld: 2014 gab es 117 Fälle

Meistens erhalten die Betroffenen den gefälschten Schein als Rückgeld beim Einkauf. Eines ist nach Angaben von Sittenberger sicher: „Aus dem Bankautomat kommt er nicht.“ Denn jeder Schein durchläuft eine Prüfmaschine, bevor er in den Automaten kommt. Somit ist ausgeschlossen, dass die Blüten weiter im Umlauf bleiben.

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Nach den Erkenntnissen der Sparkasse Günzburg-Krumbach sind wieder vermehrt falsche Fuffziger im Umlauf. Vor ein paar Jahren waren es in erster Linie noch 20-Euro-Scheine, die gefälscht worden sind. Da sind auch die Erfahrungen der Polizei. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, das auch für unsere Region zuständig ist, mitteilt, sind es vor allem die kleineren gängigen Scheine, die gefälscht werden – also 20- und 50-Euro-Scheine. In seltenen Fällen gebe es auch mal eine Blüte eines 100-Euro-Scheines, manchmal werde sogar Münzgeld gefälscht. Aber das seien Ausnahmen. Die Zahl der Fälle von Falschgeld-Delikten im Landkreis ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. 2014 gab es noch 117 Fälle, 2015 waren es 52. In diesem Jahr gab es laut Polizei bislang vier Fälle. Das Problem ist: Auch wer unwissentlich mit Falschgeld bezahlt, kann sich strafbar machen. Die Betroffenen bleiben auf dem Schaden sitzen, auch wenn sie die Geldscheine nicht selbst gefälscht haben und das Falschgeld bei einem Einkauf schlichtweg als Wechselgeld erhalten haben.

Die Bundesbank erklärt, wie man gefälschte Geldscheine relativ leicht und ohne großen Aufwand erkennen kann. Meist genügt dafür ein aufmerksamer Blick.

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