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Futsal

10.01.2020

Familientreffen beim Schwaben-Finale in Günzburg

Vor einem Jahr bejubelte der FC Gundelfingen den Schwaben-Triumph. Für das an diesem Samstag ab 12.30 Uhr stattfindende Turnier ist der Landesligist erneut Topfavorit.
Bild: Ernst Mayer

Zwei Brüderpaare nehmen am Turnier in Günzburg teil. Tarik Öz hofft mit Gundelfingen auf die Titelverteidigung, Cemal Mutlu mit Königsbrunn auf einen Überraschungscoup.

Als die Gruppenauslosung zur schwäbischen Futsal-Meisterschaft über die Bühne ging, da wollte Turnierchef und Moderator Rainer Zeiser von den Vereinsvertretern gleich deren Ziele für das traditionsreiche Turnier (gespielt wird an diesem Samstag, 11. Januar, ab 12.30 Uhr in der Rebayhalle in Günzburg) wissen. Und Zeiser schickte hinterher: „Ich möchte jetzt keine Phrasen hören, dass ihr nur gut auftreten wollt.“

Eigentlich waren zwei FCG-Teams qualifiziert

Derart in die Pflicht genommen, konnte Christian Renner, Abteilungsleiter beim Titelverteidiger FC Gundelfingen, erst gar nicht rumeiern. „Wenn wir schon teilnehmen, wollen wir auch gewinnen“, erklärte der 45-Jährige und verwies darauf, dass sich der FCG nicht auf den Erfolgen des vergangenen Jahres ausruhen will, als die Grün-Weißen schwäbischer Meister und obendrein die bayerische Nummer zwei waren. In entsprechend starker Aufstellung werden sich die Gundelfinger in Günzburg präsentieren – was ein bisschen schade ist für jene Kicker, die sich eigentlich auf direktem Weg für das Schwaben-Finale qualifizierten und nun darunter leiden müssen, dass der FCG als Titelverteidiger automatisch ein Startrecht für die Spiele um die Bezirks-Krone erhalten hatte.

Tarik (FC Gundelfingen) und Emirkan Öz (Türk Gücü Lauingen)

Im Team der Grün-Weißen stehen also unter anderem Manuel Müller, vergangenes Jahr zum besten Endrundenspieler gewählt, oder Michael Grötzinger und Maximilian Braun. Dabei ist auch Tarik Öz, der zuletzt bei den Donau-Titelkämpfen in Wertingen auflief und im Endspiel gegen den Kreisklassisten Türk Gücü Lauingen einen ganz besonderen Gegenspieler hatte: seinen Bruder Emirkan. „Es war das erste Mal, dass wir direkt gegeneinander gespielt haben“, erzählte Tarik, der ältere der Öz-Brüder, was auch wenig überrascht. Schließlich ist Emirkan eigentlich noch Juniorenspieler, war bis vergangenen Sommer ebenfalls im Gundelfinger Nachwuchs am Ball.

Familientreffen beim Schwaben-Finale in Günzburg

Trotz der Familienbande ärgerte sich Tarik Öz, dass er mit den Grün-Weißen das Kreisfinale gegen Türk Gücü 1:4 verlor. Das soll in Günzburg nicht passieren, obwohl offen ist, ob es das Familienduell noch einmal gibt. Denn die Lauinger wurden in die Gruppe mit den Bezirksligisten TSV Meitingen, BSK Olympia Neugablonz und SV Türkgücü Königsbrunn gelost, während die Gundelfinger auf den Landesliga-Rivalen 1.FC Sonthofen sowie die Bezirksligisten TSV Bobingen und TSV Wertingen treffen.

Emre (TSV Bobingen) und Cemal Mutlu (SV Türkgücü Königsbrunn)

Auch ein zweites Brüder-Paar muss mindestens bis zum Halbfinale warten,sofern es etwas werden soll mit einem direkten Aufeinandertreffen. Es wäre das dritte innerhalb von zwei Wochen, denn Emre Mutlu (TSV Bobingen) und Cemal Mutlu (SV Türkgücü Königsbrunn) standen sich sowohl im endspüiel um die augsburger Landkreismeisterschaft als auch im Finale der Titelkämpfe im Fußball-Kreis Augsburg gegenüber. Beide holten je einen Erfolg, wobei Emre Mutlu nach der jüngsten, ganz knapp verlorenen Partie ein bisschen angefressen war. Wen wundert’s, erzielte doch ausgerechnet sein Bruder zwei Treffer, darunter in allerletzter Minute das Tor zum 3:3-Endstand (Türkgücü setzte sich dann im Sechsmeterschießen durch). Doch das ist vorbei, sagt Cüneyt Celik. Der Vorsitzende des erst 2011 gegründeten Königsbrunner Vereins spricht von „ganz normaler Brüder-Rivalität“ zwischen den beiden Fußballern. Den sportlichen Vorteil sieht er aufseiten seines Mannes: „Das sind beides sehr gute Kicker, aber Cemal ist schon der ein bisschen erfahrenere.“

In der Rolle des Turnier-Außenseiters fühlt sich Celik pudelwohl. „Wenn wir gewinnen könnene: warum nicht?“, fragt er mit argloser Miene in den Raum, um sogleich anzufügen: „Es gibt bessere Hallen-Mannschaften als uns. Es ist ja auch unsere erste Teilnahme an diesem Turnier. Wir hätten gar nicht gedacht, dass das so schnell geht.“

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