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Landkreis Günzburg

17.07.2020

Finanzielle Verluste im Landkreis Günzburg halten sich in Grenzen

Der Landkreis Günzburg hat coronabedingt hohe Einbußen zu verzeichnen. Durch Erstattungen von Bund und Land halten sich die Verluste aber in Grenzen.
Bild: Ralf Lienert (Symbol)

Plus Coronabedingt sind dem Landkreis Günzburg hohe Einnahmen weggebrochen. Der Kämmerer hofft, dass der Landkreishaushalt trotz Pandemie ausgeglichen werden kann.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Insoweit hoffen Landrat Hans Reichhart und Kämmerer Gernot Korz, dass der Landkreis die finanziellen Folgen der Corona-Krise „mit einem blauen Auge übersteht“. Im Kreistag nannte Korz einige aktuelle Zahlen und betonte, dass sich die Auswirkungen von Corona womöglich erst im kommenden Jahr deutlicher zeigen könnten. AfD-Rat Gerd Mannes fragte nach, wie viel der Landkreis an Bußgeldern wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln eingenommen hat.

Aufgrund der coronabedingten Mindereinnahmen bei Städten und Gemeinden dürften auch die Einnahmen des Landkreises bei der Kreisumlage nach unten gehen. Kämmerer Korz geht aktuell von einem Minus in Höhe von etwa 800.000 Euro aus. Wegen der Virus-Pandemie musste der Landkreis zudem tiefer in die Kasse greifen als zu Beginn des Jahres kalkuliert. Mehrausgaben von rund 1,5 Millionen Euro sind laut Korz bis heute angefallen – etwa für Schutzkleidung, Desinfektionsmittel oder anderweitige Vorkehrungen zum Schutz der Menschen im Landkreis.

Verluste des Landkreises Günzburg halten sich dank Erstattungen in Grenzen

Dank diverser Erstattungen von Bund und Land halten sich die Verluste des Landkreises laut Korz in Grenzen. Wenn es gut geht, kann der Kreis auch die erwarteten Mindereinnahmen bei der Grunderwerbssteuer in Höhe von etwa 300.000 Euro verkraften. Wie der Kreiskämmerer erläuterte, mussten wegen Corona eine Reihe von Grundstückskäufen oder Notarterminen verschoben werden, mit der Folge der genannten Mindereinnahmen. Unter dem Strich aber bestehe die Hoffnung, den laufenden Kreishaushalt 2020, trotz Corona, wie vorgesehen ausgleichen zu können, sagte Gernot Korz weiter. Das aber stehe unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung bei Corona. Manches könnte erst 2021 schwieriger werden, warnte Korz die Kreisräte davor, sich mit Blick auf das kommende Haushaltsjahr von den derzeit noch günstigen Zahlen „blenden zu lassen“.

AfD-Kreisrat Gerd Mannes fragte, wie viel der Landkreis bis dato an Bußgeldern bei Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen eingenommen habe. Landrat Hans Reichhart nannte keine Zahl. Er betonte aber, dass der Landkreis Verstöße „mit Augenmaß“ geahndet habe, unter den Vorgaben der bayerischen Landesregierung.

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