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02.11.2010

Fragen nach dem Fliegerhorst

Fast eine Million Euro musste Bubesheim aufnehmen, um den Neubau für das katholische Kinderhaus St. Anna zu schultern. Trotzdem gab es keine kritischen Stimmen bei der Bürgerversammlung. Das Modell auf dem Foto bauten die Vorschulkinder mit Erzieherin Tanja Schmid maßstabs- und farbgetreu aus Holz nach. Foto: Sandra Kraus
Bild: Sandra Kraus

Zur Bürgerversammlung waren rund 40 Interessierte, Vereinsvorstände und Gemeinderäte in das Bubesheimer Bürgerhaus gekommen. In gewohnter Weise legte Bürgermeister Walter Sauter die Zahlen aus Haushalt und Statistik vor, bevor er auf das Wichtigste der Gemeindepolitik einging.

An erster Stelle stand der Neubau des katholischen Kinderhauses St. Anna für zwei Kindergartengruppen und eine Krippengruppe. Bei Bedarf kann zusätzlich noch eine weitere Kindergartengruppe oder ein Kinderhort eingerichtet werden, die Räume dafür sind vorhanden.

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"Nahezu Passivhausstandard, in der Inneneinrichtung auf dem neuesten pädagogischen Stand, viele Komplimente von Auswärtigen", sagte Sauter und bedankte sich bei Architekt Martin Brenner und Kinderhausleiterin Sigrid Reile, die noch immer für die Handwerker die erste Anlaufstelle im Haus sei.

Beim Thema Holzlagerplatz warb Sauter bei den drei, vier Interessenten für Verständnis, dass bei so wenig Resonanz der Platz bei der Kläranlage nicht für 10 000 Euro hergerichtet wird. Zufrieden ist der Gemeindechef mit der Konversion des Fliegerhorstes Leipheim: "Man kann auch mit einer Stimme im Zweckverband mitreden."

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Die Bürgerfrage, ob Bubesheim für den Kauf etwas bezahlt habe, verneinte Sauter: "Die 2,1 Millionen bezahlte der Zweckverband, finanziert wurde es durch bereits abgeschlossene Verkäufe an Firmen."

Auf Bürgerengagement hofft Sauter beim Bubesheimer Bach, der heuer saniert und von Buschwerk befreit wurde: "Jetzt pflegen entweder die Anwohner ihre Böschung oder die Gemeinde für Geld." Ziel sei, dass Hochwasser schnell abfließen könne. Noch im Winter soll der Grießhauptgraben saniert werden.

Zuletzt gab es noch Infos über das schnelle Internet: "Die Zuschussanträge liegen bei der Regierung von Schwaben." Mithilfe eines externen Beraters habe man sich für eine Lösung mit Glasfaserkabel entschieden, möglich wäre dann VDSL 50 000, so Sauter. Für 2011 versprach er einen Abbau der Schulden, die von einer Pro-Kopf-Verschuldung von 68 Euro (2009) auf 657 Euro (2010) gestiegen sind, und die schrittweise Sanierung von Ortsstraßen und Kanälen.

Der Zaun gibt Rätsel auf

Nun hatten die Bürgerinnen und Bürger das Wort. Viel gerätselt wurde über die neue Einzäunung beim Fliegerhorstgelände an der Leipheimer Straße. Sauter: "Dahinter ist die Übergabestation der NATO-Pipeline, die beim Bund bleibt." Zur Sprache kam das hohe Verkehrsaufkommen bei Lastwagen, das mit der Ansiedlung von Industrie auf dem Fliegerhorstgelände noch steigen dürfte. Es war die Rede von der Südumfahrung parallel zur Autobahn, einer geplanten Nordumfahrung, einer neuen A-8-Ausfahrt und den Auswirkungen einer möglichen Herabstufung der B 10 zwischen Leipheim und Günzburg.

Mit Unverständnis reagierte ein Bürger auf die Weigerung des Gemeinderates, für den Friedhof Gartengeräte wie Schubkarren, Rechen, Besen oder Schneeschippe zu kaufen und dann der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen: "Rollrasen um das Kinderhaus, Goldrasen auf dem Sportplatz, aber keine Geräte für den Friedhof." Sauter stellte eine nochmalige Behandlung am Ratstisch in Aussicht.

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