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Freihalden
01.06.2019

Dieser Freihalder ist ein Lebensretter

Hubert Schmid steht eigentlich nicht gerne im Rampenlicht. Doch über die Auszeichnung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit der Rettermedaille 2019 hat sich der Freihalder sehr gefreut. Schmid hatte im Oktober 2018 einen Mann gerettet, der auf den Bahngleisen lag. „Wir sind haarscharf mit dem Leben davon gekommen.“
Foto: Bayerische Staatskanzlei

Hubert Schmid bewahrte einen 79-Jährigen, der hilflos auf Bahngleisen lag, vor dem Tod. Nun wurde er von der Bayerischen Staatsregierung mit der Rettungsmedaille geehrt.

„Der Schrei ging unter die Haut“, erinnert sich Hubert Schmid. Als der Freihalder im Oktober des vergangenen Jahres mit seinem Hund nahe der Bahnschienen spazieren ging, hörte er plötzlich verzweifelte Hilferufe aus der Richtung des Freihalder Bahnhofes. „Ich hab meinen Hund gepackt und bin so schnell gerannt, wie ich konnte.“

Mann auf den Gleisen: Ohne zu Zögern eilt er zur Hilfe

Am Bahnhof angekommen sah er einen älteren Mann, der verkrampft und bewegungsunfähig auf den Gleisen lag. „Er schrie: Hilfe, ich kann mich nicht bewegen.“ Ohne zu zögern eilte er dem Mann zur Hilfe, obwohl ihm bewusst war, dass bis zur Ankunft des nächsten Schnellzugs nicht mehr viel Zeit blieb. „Ich wohne nahe an den Gleisen, deswegen weiß ich, dass hier alle fünf Minuten ein Zug durchfährt.“ Er versuchte erst, den 79-Jährigen an seinem Rucksack wegzuziehen. Doch als die Gurte rissen, musste er selber auf die Schienen springen. „Mir blieb nichts anderes übrig.“

Gezögert habe er keinen Moment, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Man denkt nicht viel nach in so einer Situation.“ Mit großem Kraftaufwand schaffte er es, den Mann aus Dinkelscherben von den Gleisen zu ziehen. „Ich packte ihn unter den Achseln und zog einfach. Erschöpfung spielte keine Rolle mehr.“ Wenige Sekunden später raste der ICE an Ihnen vorbei. „Da sind wir wirklich haarscharf mit dem Leben davongekommen“, sagt Schmid rückblickend.

Nach der Heldentat leistet der Retter Erste Hilfe

Nachdem die große Gefahr gebannt war, leistete Schmid erste Hilfe. „Ich wusste genau, was zu machen war, bis der Krankenwagen kam. Stabile Seitenlage und ihn beruhigen, bis der Notarzt kommt.“ Zu verdanken habe er das einem Erste-Hilfe-Kurs. Nach Eintreffen der Sanitäter wurde der 79-Jährige dann ins Krankenhaus gebracht, dort musste der Mann dann etwa eine Woche bleiben, weiß Schmid.

Ministerpräsident Söder zeichnet den Retter aus

Wie er weiter erzählt, habe der Mann offenbar bereits in Dinkelscherben aussteigen wollen. Da sich die Zugtür jedoch nicht geöffnet habe, sei er gezwungen gewesen bis nach Freihalden zu fahren. Verwirrt von der Wegführung am Bahnhof, habe er dann wohl angenommen, er müsse über die Schienen gehen um ans andere Gleis zu gelangen. Der 79-Jährige sei da nicht der Einzige. „Das machen hier vor allem viele junge Leute so, die den sicheren Umweg nicht nehmen wollen. Eventuell hat er das gesehen und dachte, es sei der einzige Weg.“ Beim Überqueren sei der ältere Herr dann gestolpert und habe einen Krampfanfall erlitten. „Er konnte sich nicht mal drehen, er hat jeden Moment mit dem Tod auf dem Gleis gerechnet“, erzählt Schmid, was er im Nachhinein erfahren hat.

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Die "Bayerische Rettungsmedaille" und die dazugehörigen Urkunde liegen am 24.05.2017 in München (Bayern) während der Verleihung der staatlichen Auszeichnungen für die Rettung von Menschen aus Lebensgefahr zusammen. Die Bayerische Rettungsmedaille wird dieses Jahr an 65 Lebensretter vergeben, 64 Personen erhalten die Christophorus-Medaille. Foto: Peter Kneffel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Foto: Peter Kneffel, dpa

Nun wurde Hubert Schmid für seine heldenhafte Tat ausgezeichnet. Diesen Mittwoch erhielt er gemeinsam mit 43 anderen Lebensrettern die bayerische Rettungsmedaille. Überreicht wurde sie vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. (Lesen Sie dazu auch: Wie aus einem Kind ein Held wurde) „Ich hab nach all den Monaten nichts mehr erwartet, aber plötzlich bekam ich Post vom Ministerpräsidenten“, erzählt Schmid. Eine Frau habe die Rettungsaktion damals beobachtet und dann an die Gemeinde gemeldet. So machte seine Heldentat ihre Runden. „Selber hätte ich das nicht publik gemacht“, sagt Schmid, der nicht gerne im Rampenlicht steht. „Für mich ist es selbstverständlich, in so einer Situation zu helfen.“

Rettungsmedaille: Es fühlt sich an wie eine wirkliche Auszeichnung

„Natürlich ist man dann trotzdem stolz auf sich, wenn man so geehrt wird.“ Die Veranstaltung sei etwas Besonderes für ihn gewesen. „Es war ein schöner Akt und hat sich wie eine wirkliche Auszeichnung angefühlt.“ Dazu gehören übrigens nicht nur Urkunde und Medaille: Als Träger der Rettungsmedaille hat er ab jetzt unter anderem kostenlosen Eintritt in die meisten bayerischen Touristenattraktionen und Museen.

Seit dem Vorfall habe sich für ihn persönlich aber wenig verändert. „Durch vergangene Schicksalsschläge weiß ich bereits, wie schnell ein Leben vorbei sein kann.“ Den Kontakt zum 79-Jährigen habe er aufrecht erhalten. Regelmäßig besucht er ihn in seiner Wohnung. Am Anfang seien viele Tränen geflossen, die Dankbarkeit sei natürlich groß gewesen. Auch privat wird er öfter auf seine Heldentat angesprochen. „Ein Held bin ich aber eigentlich nicht“, meint Schmid. „Im Endeffekt bin ich einfach froh, dass wir beide am Leben sind. Ihn vor meinen Augen sterben zu sehen, ohne etwas dagegen zu tun, wäre das Schlimmste für mich gewesen. Wenn es sein müsste, würde ich es wieder tun.“

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