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Günzburg

22.11.2020

Geld gezahlt statt Liebe erhalten: Mann fällt auf angebliche Französin herein

Ein Mann ist auf virtuelle Liebesschwüre hereingefallen.
Bild: Franziska Gabbert

Ein Günzburger fällt monatelang auf die vermeintlichen Gefühle einer angeblichen Französin herein. Was hinter dieser als „Love Scamming“ bekannten Masche steckt.

Ein Günzburger ist einer als „Love Scamming“ bekannten Betrugsmasche aufgesessen und hat dabei einiges an Geld verloren. Wie die Polizei jetzt mitteilte, hatte der Mann im März dieses Jahres über ein Internetportal Kontakt zu einer angeblichen Französin aufgenommen. Nachdem er mehrere Monate lang mit ihr in Kontakt gestanden war, behauptete sie, in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Der Mann überwies ihr mehrere kleinere Geldbeträge auf verschiedene ausländische Konten.

Wenige Wochen später erzählte ihm die Frau, dass sie ein Erbe antreten könne, allerdings nur, wenn sie genug Geld für die dafür anfallenden Gebühren habe. Wieder überwies der Günzburger ihr den geforderten Betrag.

Mann aus Günzburg soll Konto in Frankreich eröffnen

Kurz darauf meldete sich jemand bei ihm, der sich als Mitarbeiter der französischen Polizei ausgab. Er erklärte, dass der Günzburger einer Betrügerbande aufgesessen sei, dass jedoch ein Teil seines Geldes von der französischen Polizei sichergestellt worden sei. Er müsse nur noch ein Konto in Frankreich eröffnen und einen Geldbetrag dafür überweisen, dann bekomme er sein Geld zurück. Der Mann wurde misstrauisch und erkundigte sich bei der echten Polizei nach dem Fall. Es stellte sich heraus, dass er statt mit der französischen Polizei erneut mit Betrügern in Kontakt gewesen war.

Die als „Love Scamming“ oder „Romance Scamming“ bekannte Masche ist auf eine emotionale Abhängigkeit des Opfers ausgelegt. Die Betrüger bauen eine virtuelle Beziehung auf und überhäufen ihre Opfer mit Liebesbekundungen. Dann geraten sie in einen vermeintlichen Notfall oder eine finanzielle Krise, in der nur das Opfer helfen kann – mit dem eigenen Geld. Häufig trauen sich die Opfer danach aufgrund der intimen Details in den Kommunikationsverläufen nicht, eine Anzeige zu erstatten.

Die Polizei warnt ausdrücklich davor, Fremden, die man nie zuvor gesehen hat, Geld zu überweisen oder auf sonstige Forderungen einzugehen. (zg)

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