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Medizin

13.02.2015

Gibt es bald wieder Masern im Landkreis?

Gegen Masern hilft eine Impfung vor der Einschulung. Dazu rät der Leiter des Günzburger Gesundheitsamts, Dr. Roland Schmid.

Im Wertinger Raum sind vier Kinder erkrankt – in Lauingen gibt es einen Verdachtsfall. Warum Gesundheitsamtschef Roland Schmid die Impfung empfiehlt

Vier Kinder sind im Nachbarlandkreis Dillingen an Masern erkrankt. Die Fälle spielen in Wertingen. Vom Zusamtal scheinen die Masern allerdings in Richtung Donautal vorzurücken, denn inzwischen gab es auch in Lauingen einen Masern-Verdachtsfall. Der Leiter des Günzburger Gesundheitsamts, Dr. Roland Schmid, geht jedoch nicht davon aus, dass sich die Masern deshalb auch in unserem Landkreis ausbreiten werden. „Bei uns ist kein einziger Masernfall gemeldet“, sagt der Mediziner auf Anfrage. Und bei dem Fall in Lauingen handle es sich bisher nur um einen Verdacht.

Dort wurde bei einem ungeimpften fünfeinhalbjährigen Kind ein für Masern typischer Krankheitsverlauf festgestellt. Als die Krankheit ausbrach, besuchte es den Kindergarten. Deshalb könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere Buben und Mädchen der Einrichtung mit dem Virus infiziert haben, hieß es.

Dr. Roland Schmid weist aus diesem aktuellen Anlass auf die Notwendigkeit der Impfungen hin. „Mehr als 90 Prozent der Kinder im Landkreis, die in die Schule kommen, haben eine Impfung gegen Masern“, sagt der Gesundheitsamtschef. Deshalb habe er auch keine Sorge, dass es ein größeres Problem geben könnte. Allerdings rät Schmid dazu, Masern nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das ist eine ernsthafte Erkrankung – und dagegen haben wir Gott sei Dank eine Impfung.“ Bei Masern könne es Komplikationen geben, beispielsweise eine Meningitis. Gelegentlich seien auch bleibende Veränderungen an Organen zu beobachten. „Es ist wirklich nicht zu spaßen mit Masern“, sagt Schmid.

Noch vor der Einschulung sollten die Kinder gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft werden, empfiehlt der Mediziner. Dank der Mithilfe von Eltern und Ärzten seien heute die meisten Buben und Mädchen bei der Einschulung geimpft. Vor etwa 20 Jahren habe es noch viele Diskussionen über den Sinn der Impfungen gegeben. „Es gibt ja keine Impfpflicht, das Ganze ist freiwillig“, erläutert Schmid. Die Impfstoffe seien von hoher Qualität, Impfschäden kämen zum Glück nur ganz, ganz selten vor. Seit Jahren sei ihm kein einziger Fall im Landkreis Günzburg bekannt, teilt der Gesundheitsamtsleiter mit. Ungeimpfte profitierten davon, dass die Mehrzahl geimpft sei. „Es gibt einen Kohortenschutz“, sagt Schmid.

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