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10.07.2010

Glück ab und gut Land

... und schon entschwebt der Ballon mit unserer Zeitungsente in die Lüfte. Glück ab und gut Land, wie die Ballonfahrer sagen! Fotos: Eckert
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... und schon entschwebt der Ballon mit unserer Zeitungsente in die Lüfte. Glück ab und gut Land, wie die Ballonfahrer sagen! Fotos: Eckert

Oxenbronn Strahlend blauer Himmel, sommerlich-heiß und kein Wölkchen am Himmel - unsere Zeitungsente Paula ist glücklich und voller Vorfreude. Warum, wollt Ihr wissen? Sie darf heute hoch hinaus, und zwar mit einem richtigen, riesengroßen Heißluftballon. "Und da muss das Wetter natürlich 100 Prozent passen, denn sonst wäre ein Start viel zu gefährlich", erfährt sie von Sabine Kuhn, die als sogenannte "Verfolgerin", also Bodenpersonal des Piloten, immer dabei ist und bei Start und Landung hilft.

Ostwind beispielsweise, oder natürlich auch nahende Gewitter seien Hinderungsgründe, in die Luft zu gehen. Zwei bis drei Tage vorher werden die Wetterdaten geprüft, eine Stunde vor dem Start wird anhand von Infrarotbildern entschieden, ob gestartet werden kann oder nicht. "Und natürlich muss auch auf die Umgebung geachtet werden. Hochspannungsleitungen etwa wären sehr gefährlich", berichtet Walter Kuhn, der Pilot, während er die große Klappe an seinem Autoanhänger öffnet.

Paula sperrt den Schnabel auf - so einen großen Korb hat sie noch nie gesehen. "Warum legt ihr denn den Korb hin? So kann ich ja gar nicht einsteigen!", schnattert sie aufgeregt. Zuerst, zeigt ihr Herr Kuhn, muss der riesige Ballon ausgepackt und ausgebreitet werden. Und dann werden die Stahlseile am Korb befestigt, und das geht am besten, wenn der Korb liegt. "Jetzt wird's ein bisschen laut", warnt Walter Kuhn die Zeitungsente vor und baut einen riesigen Ventilator auf, "denn jetzt kommt die Luft in den Ballon."

Zwei Männer halten ihn an den Seiten fest, während Luft hineingeblasen wird. Unsere Zeitungsente darf einen Blick ins Innere so eines Ballons werfen und ist beeindruckt - da passt eine Menge Luft hinein! Jetzt wird es spannend, und die Männer an den Seiten haben alle Hände voll zu tun, den sich langsam anhebenden Ballon festzuhalten. Mit dem Brenner wird nämlich die Luft im Inneren des Ballons erhitzt. Und erhitzte Luft steigt nach oben, wie die kleine Ente sehen kann. "Puh, die Flammen sehen aber ganz schön gefährlich aus": Paula zieht lieber ihren Schnabel ein.

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Endlich richtet sich auch der Korb mit auf und die Passagiere können einsteigen. Paula ist aufgeregt, aber Sabine Kuhn beruhigt sie schnell. So sicher wie Autofahren sei so eine Fahrt, wenn die Vorschriften genau beachtet würden. Noch einmal betätigt Walter Kuhn den Brenner, und schon hebt sich der Korb sanft vom Boden, die unten stehenden Leute werden immer kleiner. Paula jauchzt vergnügt - langsam und glatt geht der Ballon dahin. "Immer mit dem Wind, deshalb gibt es bei uns keine Luftlöcher oder Absacker", erklärt Walter Kuhn den Passagieren. Und deshalb sei auch ungewiss, wo man landet. "Das kann man vorher nie wissen."

Winzig kleine Häuser, Bäumchen, Autos - Paula ist begeistert und kann sich gar nicht sattsehen. Die Stunde in der Luft vergeht tatsächlich "wie im Flug". Über Funk ist der Pilot mit Sabine Kuhn verbunden und berichtet, wo die Landung stattfinden soll. Ganz sanft, ohne einen Hopser, setzt der Korb schließlich mitten auf einer großen Wiese auf. "Genau richtig, noch vor Sonnenuntergang", freut sich der Pilot. Zum Schluss erleben die frischgebackenen Ballonfahrer noch eine besondere Ehre: Mit "Feuertaufe" und offizieller Taufurkunde werden sie in den Adelsstand erhoben. "Nach alter Tradition und Sitte der Ballonfahrer heißt du von nun an: "Feurige Ballonente Paula im Sonnenuntergang zu Roggenburg!" Und darauf ist unsere feurige Ballonente Paula mächtig stolz.

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