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Günzburg

28.06.2020

Granitplatten bieten mehr Komfort in der Günzburger Altstadt

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Behindertenbeauftragter Thomas Burghart und Stadtbaumeister Georg Dietze bewerten die neuen barrierefreien Laufwege in der südlichen Altstadt als positiv.
Bild: Julia Ehrlich

Granitplatten sollen Besuchern das Unterwegssein in Günzburg erleichtern. Ein Bauabschnitt ist jetzt abgeschlossen. Was jetzt noch ansteht.

Die barrierefreien Laufwege aus Granitplatten sind im südlichen Bereich der Günzburger Altstadt verlegt. Auch die Altstadtbeleuchtung wurde frisch verkabelt. Damit ist ein erster Teil des Gesamtprojekts abgeschlossen. Weitere folgen in den kommenden Monaten.

Der Stadtrat beschloss im Dezember 2018 den Einbau der ebenen Laufwege, die das Gehen erleichtern und vor allem den Weg für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren und Kinderwagen einfacher machen. Je nachdem, welche Breiten in den teilweise sehr engen Altstadtgassen zur Verfügung stehen, kamen verschiedene Alternativen zur Ausführung – vom reinen Rinnenumbau bis zu einem neuen Laufweg mit einer Breite von eineinhalb Metern.

Günzburger Altstadt: Neues Pflaster bietet bessere Orientierung

Der Kontrast in Helligkeit und Rauigkeit zwischen Bestandspflaster und Plattenbelag bietet zudem Sehbehinderten eine bessere Orientierung. Ausgestattet mit dem neuen Pflaster sind inzwischen der Durchgang zum Wätteplatz (vom Bürgermeister-Landmann-Platz aus) sowie die Kapuzinergasse, Münzgasse, Wätteplatz, Wättegasse, Hechtgasse und Hofgasse.

Granitplatten bieten mehr Komfort in der Günzburger Altstadt

In einem Zwischenfazit formuliert Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, mit der Teilnahme an der Aktion „Bayern barrierefrei 2023“ habe sich die Stadt Günzburg „ins Konzept geschrieben, den Betroffenen die Teilhabe am alltäglichen Leben zu erleichtern. Dazu gehören auch das Erleben und die Teilhabe an unserer malerischen Altstadt. Deshalb ist die Verbesserung der Zugänglichkeit der Altstadtgassen ein wichtiger Baustein unseres Modellprojekts.“ Ein weiterer Vorteil der Laufwege: Auch den nicht direkt Betroffenen bietet der Umbau ein Mehr an Komfort; für Kinderwagen oder Fahrräder ist das neue Pflaster ebenfalls bequemer als das alte.

Umbau der Günzburger Altstadt: Zeitgleich wird die Beleuchtung erneuert

Damit auch die maroden Erdverkabelungen der Altstadtbeleuchtung saniert werden konnten, wurden zeitgleich mit den Laufwegen neue Leerrohrtrassen für die Beleuchtung mit verlegt sowie Stromverteiler für Märkte und Veranstaltungen sukzessive neu hergestellt. Das erspart eine weitere Baustelle in der Altstadt.

Der Umbau der Altstadtgassen ist insgesamt in vier Bauabschnitten von 2019 bis 2021 vorgesehen. Der erste Bauabschnitt beinhaltete die wichtige Wegeverbindung vom Bürgermeister-Landmann-Platz zum Marktplatz, da hier das größte Fußgängeraufkommen herrscht. Im kommenden Herbst setzt sich der Umbau fort.

Schlossplatz in Günzburg wird im dritten Bauabschnitt saniert

Der Bauabschnitt Nummer drei berücksichtigt auch die mittelfristig geplante Sanierung des Schlossplatzes. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa eineinhalb Millionen Euro. Die Maßnahme wird im Rahmen der Städtebauförderung von der Regierung von Schwaben stark gefördert.

1984 war das Kopfsteinpflaster in der Altstadt verlegt worden, das seitdem viel Kopfzerbrechen bereitet. „Damals stand über allem der Erhalt des Stadtbilds. Heute hingegen leben wir Inklusion. Funktionalität und Stadtbild sind kein Widerspruch mehr“, sagt Oberbürgermeister Jauernig. (zg)

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