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17.07.2019

Große Ehre für Max Weishaupt

Springreiter Max Weishaupt feierte mit Hengst Luke McDonald zahlreiche Erfolge. Jetzt wurde das mittlerweile 17 Jahre alte Pferd verabschiedet. Sein langjähriger Reiter erhielt das Goldene Reitabzeichen.
Bild: Ursula Puschak

Der Jettinger bekommt das Goldene Reitabzeichen verliehen. Die dafür nötigen Erfolge konnte er schon lange vorweisen. Zu Tränen rührte einige Zuschauer aber ein besonderer Abschied.

Die diesjährige Ausgabe des renommierten Reitturniers in Ingolstadt-Haugau wird Max Weishaupt wohl für immer in Erinnerung behalten. Gleich zwei große Überraschungen hielt das Gastspiel in Oberbayern für den frischgebackenen Pferdewirtschaftsmeister aus Jettingen-Scheppach bereit. Zunächst wurde ihm eröffnet, dass sein langjähriges Erfolgspferd Luke McDonald verabschiedet würde. Kein Wunder, schließlich ist dieser bayerische Hengst bereits 17 Jahre alt. Es wurde sehr emotional: Beim Vortrag des Sprechers, der den Werdegang des Pferdes in den Mittelpunkt rückte, hatten Züchter Karl Gruber (Ingolstadt) und Vater Josef Weishaupt Tränen in den Augen. Max beruhigte den munteren Sportpartner.

Doch dann machte der junge Reiter große Augen: Über die Videowand liefen Fotos seiner eigenen Reitkarriere – vom kleinen Pony bis zu Luke McDonald, Casall und Omerta Incipt. Familie und Freunde hatten die Verleihung des Reiterabzeichens in Gold initiiert. Wobei, einfach bestellen kann man dieses Ereignis natürlich nicht. Der Reiter muss es sich durch sportliche Erfolge redlich verdienen. Doch das hatte Max Weishaupt bereits vor neun Jahren. Mit nur 19 Jahren konnte der Springreiter die mindestens zehn Siege in der Schweren Klasse, ein S**-Springen über 1,45 Meter und zahlreiche weitere Platzierungen bei großen Turnieren vorweisen. Doch irgendwie ergab sich bisher kein passender Ort für die Verleihung. Mittlerweile hat Weishaupt 45 S-Springen gewonnen – es war also höchste Zeit für die Verleihung einer der bedeutendsten Ehrungen im Reitsport.

Einen schweren Reitunfall nur knapp überlebt

Fast wäre es nicht so weit gekommen. 2013 überlebte der jüngere Bruder von Philipp Weishaupt einen schweren Reitunfall nur knapp. Bei einer Siegerehrung stürzte sein Pferd nach hinten und begrub seinen Reiter unter sich. Im Frühjahr 2014 saß Max zwar wieder im Sattel, musste aber mehrfach noch einmal ins Krankenhaus. Dieses Erlebnis führte zu einer kurzzeitigen Änderung der Lebensplanung. Er brach sein Studium der Betriebswirtschaftslehre ab und konzentrierte sich ganz aufs Reiten.

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Familie und Freunde waren aus ganz Bayern angereist, um die Verleihung zu feiern. Auch Vorstand und Mitglieder seines Heimatvereins RFV Jettingen hatten sich auf den Weg gemacht. Sogar Schwester Barbara war seit Langem wieder auf einem Turnier. Sie bedauerte: „Schade, dass unser Bruder Philipp nicht dabei sein kann. Aber die Arbeit ...“ Der Sponsor und langjährige Freund der Familie, Karl Gruber aus Ingolstadt, hatte gleich noch Platz im Sponsorenzelt reserviert. Gruber ist Züchter und Besitzer einiger Weishaupt-Pferde, wie zum Beispiel Luke McDonald und seit einiger Zeit auch Omerta Incipit, die in Ingolstadt Rang drei im Bayernchampionat belegte.

Die Präsidentin des Bayerischen Reit - und Fahrverbands, Jacqueline Schmieder, die im Auftrag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung das Reitabzeichen in Gold überreichte, brachte es auf den Punkt: „Es ist mir als Präsidentin eine besondere Herzensangelegenheit, diesem charismatischen Reiter das Goldene Reitabzeichen überreichen zu können. Wir in Bayern sind sehr stolz, dass Maxi Weishaupt unseren Reitsport so sauber und erfolgreich nach außen vertritt.“

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