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Kommunalwahl

29.11.2019

Grüne erstmals mit eigener Liste für Burgauer Stadtrat

Kandidaten der Grünen für den Burgauer Stadtrat. Nicht alle sind auf dem Bild.
Foto: Dirk Vollertsen/Grüne

Welche Ziele die Partei für die nächsten Jahre in Burgau hat, wen sie dafür aufstellt - und ob sie einen Bürgermeisterkandidaten hat.

Erstmalig stellen sich Bündnis90/Die Grünen mit einer eigenen Stadtratsliste in Burgau zur Kommunalwahl auf. Der Einladung des Ortsverbands Nördliches Mindeltal/Holzwinkel zur Nominierungsversammlung in Carina’s Urschlössle in Unterknöringen waren viele Bürger aus Burgau und der Umgebung gefolgt, heißt es in der Mitteilung.

Kurt Schweizer, an diesem Abend Wahlleiter und sonst Kreissprecher der Grünen, zeigte sich hoch erfreut über die Gründung neuer Ortsverbände in der Region und dass viele Gemeinde- und Stadtratslisten aufgestellt wurden und werden. Nicht zuletzt durch bis dato drei Bürgermeisterkandidaten der Grünen sowie Maximilian Deisenhofer als Landratskandidat sehe sich die Partei im Landkreis gut aufgestellt für ein gutes Ergebnis bei der Kommunalwahl.

Das sind die Ziele und Kandidaten für Burgau

Mit der Arbeit des Stadtrats unzufrieden zu sein und den Bürgern in Burgau eine Alternative mit grünen Themen anbieten zu wollen, war eines der Motive der Bewerber, sich zur Wahl zu stellen. Viele Themen wurden benannt: Verkehrsberuhigung in der Stadt; keine Motorsportanlage am Bahnhof; Platz schaffen für Fußgänger und Fahrradfahrer; regenerative Energieerzeugung für alle öffentlichen Gebäude und kommunalen Einrichtungen; umfassender Klimaschutz; gesunde Ernährung in Kitas und Schulen; stärkere Förderung der Jugendarbeit im sportlichen und kulturellen Bereich; Stärkung des ÖPNV mit deutlich besserer Vernetzung zwischen Bus, Bahn und Flexibus auch für Kinder und Jugendliche; Schaffung von bezahlbarem Wohnraum; regelmäßiger Bürgerdialog und Einbindung der Bürger bei zentralen Vorhaben der Stadt weit über das gesetzlich Vorgeschriebene hinaus.

Einzelne Plätze der Liste wurden doppelt belegt, um keine Stimmen zu verschenken. Einstimmig wurde der Wahlvorschlag mit den folgenden Listenkandidaten angenommen: Platz 1 bis 2: Eveline Kuhnert (58 Jahre, Qualitätsmanagerin), 3 bis 4: Peter Lauber (58, selbstständiger Elektromeister), 5 bis 6: Ramona Nahirni-Vogg (37, Mediengestalterin), 7 bis 8: Robert Lindner (55, Diplom-Maschinenbauingenieur FH), 9 bis 10: Renate Peschkes (61, Musiklehrerin), 11 bis 12: Patrick Tobien (54, Umweltschutztechniker), 13: Henriette Söll (22, Kinderkrankenschwester), 14: Mathias Endres (29, Redakteur und wissenschaftlicher Mitarbeiter), 15: Franzi Knaak (31, Szenenbildassistentin), 16: Günter Dirr (56, Industriemeister), 17: Maria Ringeisen (66, Rentnerin), 18: Emanuel Knaak (43, Script Supervisor), 19: Michael Miller (61, selbstständiger Einzelhandelskaufmann), 20: Christian Schäfer (40, Sozialpädagoge).

Die Nominierung von Wenni-Auinger hat inspiriert

„Mit diesen starken Positionen und der bunt gemischten Liste haben wir beste Voraussetzungen, um im nächsten Stadtrat eine gewichtige Rolle zu spielen,“ zeigte sich Eveline Kuhnert, Sprecherin des Ortsverbands, überzeugt.

Bisher hatten die Grünen nicht geplant, einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen, erklärt Ortssprecher Dirk Vollertsen auf Anfrage unserer Zeitung. Durch die Nominierung von Martina Wenni-Auinger bei der SPD fühle man sich aber „durchaus inspiriert“. Man werde nun im Ortsverband und mit den Listenkandidaten besprechen und basisdemokratisch entscheiden, ob es eine Kandidatin oder einen Kandidaten geben wird. (zg, cki)

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