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Handball

09.09.2019

Günzburg scheitert im Verbandspokal

Hängen geblieben sind die Günzburgerinnen (unser Archivbild zeigt Alena Harder) im Pokal.
Bild: Ernst Mayer

Für Männer und Frauen ist nach der zweiten Runde überraschend Schluss. Als Beinbruch wird das nicht gewertet.

Diese Generalproben gingen daneben. Eine Woche vor dem Punktspiel-Start sind die Bayernliga-Handballer des VfL Günzburg im Verbandspokal gescheitert. Die Männer stolperten in Traunstein, die Frauen verloren als Turnierfavorit in eigener Halle.

Etwa 50 Zuschauer wollten die ersten Pflichtspiele des frisch gebackenen Bayernliga-Aufsteigers sehen. Ihnen wurde gutklassiger Frauensport geboten – eine Seltenheit im bayerischen Pokalwettbewerb, in dem es vor allem darum zu gehen scheint, sich zu drücken oder irgendwelche zusammengewürfelten Haufen auf die Reise zu schicken (was unter anderem die Günzburger Männer so praktizierten).

Harzfreies Spiel in der Bayernliga-Generalprobe

Die Günzburger Frauen starteten temporeich ins Turnier und ließen dem Außenseiter TSV Allach 09 keinerlei Chance. Das 35:13 gegen den Bezirksoberligisten war standesgemäß. Selbst bei dieser Begegnung ließen die VfL-Trainer Peter und Jürgen Kees ihr eigentliches Ziel, den Punktspielstart, nicht aus den Augen und einigten sich mit dem Trainerkollegen aus Oberbayern auf ein „harzfreies“ Spiel, denn beim Bayernliga-Auftakt in Mintraching in einer Woche herrscht Harzverbot.

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Dann bestaunten die Günzburger Ballwerferinnen die zweite Begegnung zwischen den beiden Landesligisten aus Biessenhofen-Marktoberdorf und HT München. Mit sage und schreibe 42:14 fegten die Spielerinnen aus dem Hachinger Tal den Allgäuer Konkurrenten vom Feld.

Das Endspiel um das Weiterkommen in Runde drei entwickelte sich dann zur hochklassigen Partie. Die Weinroten rannten ständig einem Rückstand hinterher; zwischendurch stand es 1:5, 6:10 oder 27:31. Doch sie holten immer wieder auf und mussten sich am Ende ganz knapp 31:32 geschlagen geben.

Trainer Gábor Czakó und die Asse fehlen

Die weinroten Männer ereilte das Aus im Spiel gegen den Bezirksoberligisten SV Pullach. Allerdings waren die Günzburger bei Weitem nicht in Bestbesetzung zum Turnier in Traunstein angetreten. Neben Trainer Gábor Czakó fehlten die allermeisten Bayernliga-Stammkräfte; vielmehr startete eine marginal verstärkte zweite Mannschaft.

Im ersten Spiel traf Günzburg auf die Gastgeber. Recht schnell konnten die Weinroten auf 9:5 vorlegen und steuerten gegen den Bezirksligisten einem jederzeit ungefährdeten 25:15-Sieg entgegen. Vor allem die 5:1-Abwehr stand sicher und machte es den mitgereisten Torhütern Tizian Schmid und Patrick Bieber recht einfach. Allein die Anzahl an technischen Fehlern verhinderte ein höheres Ergebnis.

Gegen Pullach merkte man den Günzburger Handballern von Anfang an die schwindenden Kräfte an. Die Wechselmöglichkeiten waren arg begrenzt, sodass alle Spieler an die Grenze gehen mussten. Trotzdem glich das Team den anfänglichen Rückstand bis zur Pause auf 12:12 aus. Im zweiten Abschnitt liefen die Schwaben meistens einem Rückstand hinterher. Zwar konnten sie in der 55. Minute erneut ausgleichen, doch dann vergab der VfL mehrere gute Einwurfmöglichkeiten und verlor im letzten Angriff den Ball leichtfertig. Die Pullacher fanden Sekunden vor Schluss eine Lücke und netzten zum siegbringenden 20:19 ein. Ärgerlich: Ein Unentschieden hätte Günzburg im Dreier-Vergleich zum Weiterkommen gereicht.

Axel Leix sieht die Rote Karte

Positiv aus VfL-Sicht war, dass Julian Körner und Stephan Jahn im Turnierverlauf gute Leistungen zeigten. Dagegen sah Abwehrspezialist Axel Leix die Rote Karte (dreimal zwei Minuten). (zg)

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