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Günzburg

22.10.2020

Günzburger Steigtechnik rüstet sich mit Millioneninvestition für die Zukunft

Der symbolische Spatenstich der Günzburger Steigtechnik für den neuen Standort Leipheim und eine weitere Produktionshalle im Gewerbegebiet Donauried erfolgte am Donnerstag unter strengen Hygieneauflagen. Investitionen von 15 Millionen Euro und ein Generationswechsel stellen die Weichen für die Zukunft.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Das Günzburger Familienunternehmen investiert 15 Millionen Euro an zwei Standorten im Landkreis. Geschäftsführer Ferdinand Munk spricht über die Pläne und Veränderungen im Unternehmen.

Die Corona-Pandemie hat drastische Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens – viele Wirtschaftsbereiche und Unternehmen haben mit finanziellen Problemen zu kämpfen oder sind bereits insolvent gegangen. Von solchen Sorgen ist die Günzburger Steigtechnik weit entfernt. Deren Geschäftsführer Ferdinand Munk stellte am Donnerstag die millionenschweren Investitionen in Günzburg und Leipheim vor und blickte in die Zukunft.

50 Millionen Euro betrug der Umsatz des Leiter-Imperiums vergangenes Jahr. Und auch in diesem Jahr ist das Unternehmen – trotz Corona – über dem Plan. Wie Munk im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt, seien diese positiven Zahlen unter anderem auf seine Erfahrung zurückzuführen: „Man darf den Betrieb in einer Krise nicht runterfahren, sondern muss alles am Laufen halten. Außerdem darf die Lieferkette nie unterbrochen werden.“

Trotz Corona-Krise gibt es bei der Günzburger Steigtechnik keine Kurzarbeit

Und das ist bei der Günzburger Steigtechnik nicht geschehen, da die Auftragsbücher dem Vernehmen nach voll sind. Von Kurzarbeit blieb das Unternehmen ebenfalls verschont, auch Entlassungen wurden verhindert. Munk geht davon aus, dass sich die weltweit wirtschaftliche Lage Mitte des nächsten Jahres beruhige und Ende 2021 wieder annähernd „normale“ Bedingungen herrschen.

Er sieht das Unternehmen gut für die Zukunft gerüstet – bis Ende des Jahres soll die Zahl der Mitarbeiter im Kreis Günzburg von über 350 auf etwa 400 steigen. Mit dazu beitragen sollen Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro. In Leipheim entsteht derzeit ein zweiter Standort – das Zuhause des Geschäftsbereichs Rettungstechnik. Etwa 30 Arbeitsplätze wird es auf dem Areal-Pro-Gelände geben. Es entstehen Büroräume sowie eine Produktions- und Lagerhalle. Ursprünglich wollte die Steigtechnik am bisherigen Standort in Günzburg expandieren. Allerdings schlugen diese Pläne fehl, da die Grundstücksverhandlungen 2019 scheiterten.

Grundstücksverhandlungen in Günzburg gescheitert: Zweiter Standort in Leipheim

Doch Ferdinand Munk wollte in Deutschland und vor allem im Landkreis Günzburg bleiben. Also entschied er sich zusammen mit seiner Familien für den zweiten Standort in Leipheim. Dort wird momentan der erste Bauabschnitt realisiert. Es gibt bereits jetzt einen Masterplan, der zwei weitere Ausbaustufen und Erweiterungen auf dem Areal-Pro-Gelände aufzeigt.

Es wird aber nicht nur in Leipheim, sondern auch am Hauptstandort im Günzburger Gewerbegebiet Donauried investiert. Eine neue, etwa 5000 Quadratmeter große Produktionshalle wird dort im westlichen Bereich anstelle eines Parkplatzes in den nächsten Monaten entstehen. Baubeginn soll am 25. Januar 2021 sein, die Fertigstellung ist für Ende Januar 2022 geplant. Im nordwestlichen Bereich des Areals wird ein neuer Parkplatz für 200 Fahrzeuge entstehen.

Neue Firmenstruktur der Günzburger Steigtechnik

Neben den Investitionen sei ein weiterer Schritt für die Zukunft des Unternehmens bedeutend. Die von der Familie Munk geführte Günzburger Steigtechnik gibt sich eine neue Firmenstruktur. Die Zukunft liegt demnach in einer Firmengruppe, der Munk Group. Diese unterteilt sich in die fünf Geschäftsbereiche Steigtechnik – welche zugleich das Herz der Gruppe ist –, Rettungstechnik, Service, Auslandsfirmen und Outlet. Mit seinen vier Kindern, deren Partnern und den fünf Enkelkindern ist Ferdinand Munk überzeugt, dass das Familienunternehmen nicht nur in der jetzigen vierten, sondern dann auch in der fünften und sechsten Generation erfolgreich weitergeführt werden kann.

Das Foto zeigt Ferdinand Munk, den Gründer der Firma Günzburger Steigtechnik, anlässlich seiner Ansprache zum Festakt. Insgesamt 15 Millionen Euro investiert die Günzburger Steigtechnik in die Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Günzburg sowie am neuen Standort Leipheim.
Bild: Bernhard Weizenegger

„Die ganze Familie zieht an einem Strang – und zwar zum Wohl der Firma“, sagt Ferdinand Munk. Deshalb werde das Unternehmen auch in Zukunft ein Familienunternehmen bleiben und wurde – trotz eines dem Vernehmen nach sehr lukrativen Kaufangebots aus Skandinavien – nicht verkauft. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern“, sagt Munk.

Am Donnerstagvormittag fand an der Riedstraße unter strengen Hygieneregeln der symbolische Spatenstich mit knapp 100 geladenen Gästen – darunter Landrat Hans Reichhart, Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Bundestagsabgeordneter Georg Nüßlein und Landtagsabgeordneter Alfred Sauter – in Günzburg statt.

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