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Fernsehen

21.08.2019

Günzburgerin bekommt Heiratsantrag im ZDF-Küchenstudio

Schließlich stand Robert Nan vor seiner Angebeteten, kniete vor ihr, machte einen Heiratsantrag, umarmte und küsste sie.
Bild: ZDF/Gunnar Nicolaus

Kniefall eines Günzburgers vor Millionenpublikum: Was sich der Freund von Hobbyköchin Kerstin Lasar für das ZDF-Format "Die Küchenschlacht" hat einfallen lassen.

Als Kerstin Lasar klar war, was da auf sie zukommt, brachte sie nur noch wenige Worte über ihre Lippen. „Oh nein, oh Gott nein“, stammelte sie. Sie meinte natürlich das Gegenteil: Jaaaaaaa! Das sagte sie wenig später auch – nur nicht mit diesem Nachdruck, nachdem ihr Freund Robert Nan vor ihr auf die Knie gefallen war, ihr einen Strauß Rosen entgegenstreckte und eine der wichtigsten Fragen des menschlichen Zusammenlebens überhaupt stellte: „Willst du mich heiraten?“

Vermutlich 2020 heiraten Robert Nan und Kerstin Lasar

Natürlich wollte und will sie. Der Termin steht zwar noch nicht, aber es wird wohl das kommende Jahr werden, weil das Paar noch auf der Suche nach einer passenden Lokalität ist. In der Situation aber, in der sie sich mit ihrem Freund damals im TV-Studio befand, war nur ein kurzer Überschwang der Gefühle möglich, ein fast nebensächliches „Jaja“. Denn die 31 Jahre alte Günzburgerin musste sich schließlich auf das Lachstatar-Türmchen mit Mango-Avocado-Salat und einem selbst gebackenen Sesambrötchen konzentrieren.

Schließlich war sie nicht auf einer Hochzeitsmesse, sondern in der ZDF-Nachmittagssendung „Die Küchenschlacht“. Am Dienstag wurde die 42-minütige Folge ausgestrahlt, die bereits im Juli in Hamburg aufgezeichnet worden war.

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Im ZDF-Küchenstudio war die Günzburgerin völlig überrascht

Vor dem Fernsehgerät saß am Dienstag dann auch Kerstin Lasar mit ihrem sieben Jahre älteren Verlobten. Und erst beim Zuschauen sei ihr bewusst geworden, dass sie vor Wochen ebenso überrascht wie kurz angebunden war. Robert habe ihr „richtig leid getan“. Er sei doch ziemlich schnell wieder beiseite geschoben und die Rosen seien einfach auf der Küchentheke abgelegt worden.

Die Berufsschullehrerin, die nach einer Babypause ab September wieder in Lauingen unterrichten will, hatte nach der Aufregung nur noch Minuten, um die Vorspeise köstlich zuzubereiten. Ihr Gericht musste dem Gaumen des Dreisternekochs Dieter Müller schmeicheln, der als Gastjuror sein Urteil abgab und einen der fünf Kandidaten nach Hause schickte. Nachlässigkeiten gehen da gar nicht.

Robert Nan saß vor dem Antrag nicht unter den Zuschauern, sondern in einem Aufenthaltsraum im Studio mit dem ein Jahr alten Sohn Ben. Der Kleine hat das richtige Timing schon unheimlich gut drauf. Denn Minuten vor Nans Auftritt vor den Kameras ist er eingeschlafen. Und als die Eltern nach dem ganzen Spektakel wieder bei ihrem Sohn waren, wachte der Nachwuchs, als ob es abgesprochen gewesen wäre, auf.

Moderatorin Cornelia Poletto sprach von der „emotionalsten Küchenschlacht, die wir jemals gesehen haben“. Poletto ist selbst Sterneköchin, Unternehmerin und Buchautorin. In der Küchenschlacht hilft sie den Kandidaten, wenn unerwartet Probleme auftreten, und gibt ihnen Tipps. Mindestens so knifflig wie die Zubereitung eines ausgeklügelten Menüs war das Hinführen der ahnungslosen Kerstin Lasar zur entscheidenden Kurzbegegnung mit ihrem Zukünftigen.

Die Moderatorin wollte von der „ziemlich engagierten Jungmutter“ wissen, ob ihr Freund sich „nicht so richtig committen“ könne oder wolle, oder ob sich dazu noch nicht die richtige Gelegenheit gefunden habe.

Am Anfang drehte sich bei Kerstin Lasar (links) noch alles ums Kochen. Doch so langsam kam Moderatorin Cornelia Poletto auch auf Privates zu sprechen.
Bild: ZDF/Gunnar Nicolaus

Der Verlobungsring für die Günzburgerin war in einer Kiste

Die Gefragte drängte jetzt das Fischgericht auf dem Herd, sie hatte nie auf einen Hochzeitstermin gedrängt. Schritt für Schritt laufe das. Jetzt hätten die beiden erst einmal das Haus ihrer Oma umgebaut. Die ist in eine kleinere Wohnung gezogen und freut sich, dass die Enkelin das Anwesen in Günzburg übernommen hat. Dann kam Ben auf die Welt. Das alles sei schon „Arbeit genug“ gewesen, deshalb „eines nach dem anderen“.

Die schwarze, hohe Kiste, die Poletto dann in Händen hielt, wollte die Günzburgerin erst gar nicht öffnen – nicht dass sich darunter noch „was Lebendiges“ verbirgt. Die Küchenschlacht-Chefin konnte beruhigen. Lasar hob den Deckel, zum Vorschein kamen Micky und Minni Maus als Braut und Bräutigam. Vor den Figuren steckte ein Verlobungsring, dezente Musik setzte ein. Dann nahm die Geschichte mit dem Kniefall eines Günzburgers in Hamburg ihren Lauf.

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