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Handball
26.09.2021

Der VfL Günzburg gibt den Derby-Sieg aus der Hand

Der unnötige Punktverlust trägt ein bisschen seinen Namen: Zwar erzielte André Alves im Derby gegen die TSG Söflingen sechs Tore für den VfL Günzburg, in der Schlussminute vergab er allerdings freistehend die Mega-Chance zum entscheidenden 25. Treffer.
Foto: Ernst Mayer

Die Drittliga-Handballer des VfL Günzburg kassieren in der letzten Sekunde das 24:24. So knapp hätte es gegen die TSG Söflingen allerdings gar nicht werden dürfen.

Weiter auf den ersten Saisonsieg warten müssen die Drittliga-Handballer des VfL Günzburg. Nach einem tollen und stimmungsvollen Derby teilten sie sich an diesem 25. September die Punkte mit der TSG Söflingen. Die erste Halbzeit gehörte zwar den Gästen aus Ulm, aber in der zweiten Hälfte war der VfL die bessere Mannschaft und hätte am Ende mehr erreichen müssen als das 24:24. Erneut also haben sich die Spieler von Trainer Gábor Czakó für eine couragierte Vorstellung nicht wirklich belohnt.

600 Fans in der Rebayhalle

In den ersten Minuten dominierten vor 600 Fans in der Rebayhalle die Angriffsreihen. Beide Teams zeigten eindrucksvoll ihre schnellen Spielansätze. Viele Tore fielen allerdings nicht. Nach fünf Minuten stand es nur 1:1. Erst als die Weinroten begannen, im unteren Bereich zu werfen, konnten sie sich beim 4:3 die erste Führung erspielen.

Danach ging es ereignisreich und sehr sehenswert weiter. Die Günzburger legten bis zum 8:8 immer ein Tor vor, die Söflinger glichen aus. Danach verloren die Günzburger durch ein paar Zeitstrafen zu ihren Lasten ein wenig den roten Faden, die Gäste setzen sich durch drei Tore hintereinander ab. Vor allem der Rückraumwerfer Leon Weiß machte den Weinroten in diesem Abschnitt das Leben schwer.

Erst jetzt fanden die beiden Abwehrreihen besseren Zugriff. Dennoch setzte Günzburgs Manuel Riemschneider nun mit einigen tollen Aktionen den hochgewachsenen Söflinger Innenblock unter Druck. Auch durch ihre Schnelligkeit erspielten sich die Weinroten Möglichkeiten, die anders als noch zu Spielbeginn nun auch verwertet wurden. Auf der anderen Seite warfen der beste Söflinger, Aaron Mayer, und der Halblinke der Gäste, Leon Weiß, einige tolle Tore. Beim gerechten Stand von 12:15 gingen beide Teams in die Kabine.

Der VfL Günzburg erspielt sich einen Vorsprung

Die Günzburger kamen unverändert zurück aufs Feld und hatten sich offenbar als Ziele gesetzt, weiter den Innenblock zu bearbeiten und in der Abwehr deutlich mehr Zugriff zu bekommen. Das sollte von Erfolg gekrönt sein. In der 35. Minute schafften die Weinroten den Ausgleich zum 15:15. Gerade Jakob Hermann in der Abwehr schaffte es immer wieder, die Gäste zu Fehlern zu zwingen. Das Spiel der TSG war dadurch gestört und auf der Gegenseite schoben Manuel Riemschneider und André Alves das Günzburger Spiel kraftvoll an. Unter lautstarkem Jubel der VfL-Fans wurde die Führung erspielt (17:16/36.). Gar drei Vorsprung für die Weinroten standen nach einem der insgesamt sechs Tore von Alves auf der Anzeigentafel (22:19/49.). Nicht einmal die dritte Zeitstrafe und die fällige Rote Karte gegen Sergi Alá Sánchez bremste den VfL. Feuer und Flamme war das Publikum, es herrschte endlich wieder eine Atmosphäre, die an die Zeit vor Corona erinnerte.

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Beim 24:23 (55.) trat das Spiel endgültig in die entscheidende Phase ein. Die Abwehrreihen verteidigten weiter gut, jedoch müssen sich die Günzburger vorhalten lassen, dass sie zu viele Möglichkeiten verschwendeten. So stand es eine Minute vor Spielende immer noch 24:23. Beide Teams waren mit einem Spieler weniger auf dem Feld und Alves hatte die Entscheidung in der Hand. Gut sprang er, gut geschaut hatte er zuvor – und trotzdem verpasste er den 25. Treffer, weil der TSG-Torhüter eine Glanzparade zeigte.

Siebenmeter mit der Schlusssirene

Noch war der VfL trotzdem vorne. Zehn Sekunden blieben zu spielen und Söflingen suchte Freiräume für Mayer. Eigentlich war klar, was kommen würde. Trotzdem stand ein Günzburger Verteidiger allein gegen Mayer und konnte dessen Wurf nur durch ein Foul verhindern. Auf der Uhr stand noch eine Sekunde, das Schiedsrichtergespann pfiff Siebenmeter, Leo Vesligaj verwandelte, ganz Söflingen tanzte – während sich die Günzburger wegen des verpassten Sieges grämten. (AZ)

So haben sie gespielt

VfL Günzburg Bieber, Rösch, Langhans; Tóth (6/1), Pfetsch, Hermann (2), S. Jahn, Riemschneider (4), Jensen (1), Köppel, A. Jahn, Buck (1), Alves (6), Alá Sánchez (4/1), Meye, Jäger

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