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Sanierung

23.06.2017

Hinter der Fassade wird alles anders

Die Sanierung des Gebäudes am Günzburger Hofgartenweg 8 steht kurz vor dem Abschluss. Landrat Hubert Hafner besichtigte mit den Projektbeteiligten die Baustelle.
Bild: Landratsamt

Das Gebäude im Hofgartenweg wird komplett umgestaltet. Was in dem Bauvorhaben steckt

Schon seit vergangenen September sieht man Handwerker am Hofgartenweg 8 in Günzburg ein- und ausgehen. Im Auftrag des Landkreises Günzburg wird das dortige Verwaltungsgebäude saniert und in wenigen Wochen werden die Arbeiten fertiggestellt sein. Die Sanierung wurde erforderlich, da das alte Gebäude sowohl energetisch als auch beim Brandschutz nicht mehr heutigen Standards entsprach.

Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung berichtet, hat jetzt Landrat Hubert Hafner gemeinsam mit dem Klimaschutzbeauftragten des Landkreises Günzburg, Alois Sporer, der zuständigen Fachbereichsleiterin Fernanda Barbato und der Projektleiterin, Katrin Görz-Schieferle, den Fortschritt der Arbeiten besichtigt. Die beauftragten Architekten, Wolfgang Krüger und Andreas Nautscher, führten durch die Baustelle.

Nach neun Monaten Bauzeit ist die energetische Sanierung der Außenhülle abgeschlossen. An dem nahezu siebzig Jahre alten Gebäude wurden die Fenster erneuert; Kellerwände, Kellerdecke und Außenwände gedämmt und das Dach komplett saniert. Damit wird der Energieverbrauch in Zukunft deutlich gesenkt. Das gesamte Gebäude erhielt einen neuen Außenputz und Anstrich und erstrahlt nun in neuem Glanz. Durch die noch einzubauenden Fensterläden bleibt der ursprüngliche Charakter des Gebäudes erhalten.

Das Innere des Gebäudes wurde entkernt. Leitungen, Bodenbeläge WC-Anlagen und selbst das bestehende Treppenhaus wurden vollständig abgebrochen. Über die neue Treppe wird das Gebäude übersichtlich erschlossen und der Empfangsbereich hell und freundlich umgestaltet. Auch die gesamte Haustechnik wurde erneuert und mit einer neuen Photovoltaik-Anlage wird zukünftig ein Teil des Strombedarfs durch selbst erzeugten Strom gedeckt.

Diese Gebäudesanierung ist Teil des landkreisweiten Klimaschutzkonzepts. Als sogenannte „Ausgewählte Maßnahme“ wird die Sanierung vom Bundesumweltministerium mit einer Fördersumme von 200 000 Euro unterstützt. Bedingung hierfür ist, dass das Gebäude nach der Sanierung 80 Prozent weniger Strom und Heizenergie verbrauchen wird. Als Teil des Klimaschutzkonzepts des Landkreises wurde auch die Sanierung dem Abriss mit anschließendem Neubau vorgezogen, da häufig die sogenannte „graue Energie“ als Energieersparnis unterschätzt wird. Als graue Energie wird die Energiemenge bezeichnet, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird. Durch die Entscheidung zur Sanierung des Gebäudes wurde diese „graue Energie“ eingespart.

Aber auch der Umweltschutz kommt nach Angaben des Landratsamtes nicht zu kurz. Da durch Fassadensanierungen häufig Nistplätze für Vögel verschwinden, soll die Fassade noch mit verschiedenen Nistkästen gestaltet werden. Ende Juni wird dann schließlich mit der Ausführung der Außenanlagen begonnen und die Rampe für den barrierefreien Zugang errichtet. (zg)

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