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Bibertal

19.04.2019

Hundeübungsplatz bereitet Politikern Kopfzerbrechen

Das Thema Hundeübungsplatz in Ettlishofen beschäftigt die Kommunalpolitik.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Warum diese Anlage im Bibertaler Ortsteil Ettlishofen kontrovers beurteilt und dann doch erst einmal zurückgestellt wurde.

Die gewerbliche Nutzung eines Grundstücks innerhalb eines Dorfgebietes kann Konflikte auslösen. Üblicherweise sind bestimmte Arten von Gewerbebetrieben zulässig, solange sie nicht stören. Der Bibertaler Gemeinderat musste sich jetzt mit einem Hundeübungsplatz befassen – und hat die Entscheidung darüber aufgeschoben.

„Jetzt wird’s a bisserl problematisch“, kündigte Bibertals Rathauschef Oliver Preußner den Punkt auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses an. Auf einem Grundstück an der Osterbachstraße des Ortsteils Ettlishofen soll ein Hundeübungsplatz entstehen. An dieser Stelle, einem „klassischen Dorfgebiet“, existiert derzeit ein normaler Wohngarten, informierte Preußner. Erlaubt sind laut Bayerischer Bauordnung beispielsweise Einzelhandel, Schank- und Beherbergungsbetriebe und sogar Tankstellen sowie nicht störendes Handwerk. „Ein Hundeübungsplatz wird aber nicht genannt“, so der Bürgermeister.

Das werfe die Frage auf, warum der Standort für so eine Anlage nicht weit draußen besser wäre, aber eine Privilegierung für den Außenbereich wie bei einem landwirtschaftlichen Betrieb sei nicht gegeben. Das Landratsamt bezeichnete die Genehmigung als „ganz schwierig“ und müsse diese gezielt betrachten. Nach aktuellem Stand der Dinge könne der Antrag weder positiv noch negativ beurteilt werden.

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Zustimmung und Bedenken der Anwohner

Er, Preußner, mag Hunde, aber das gelte nicht für jeden. Klar sei, dass von dem Betrieb keine wesentlichen Störungen ausgehen dürften. Er empfahl, den Antrag zurückzustellen. Bei den Anwohnern wäre der Übungsplatz auf Zustimmung, aber auch Bedenken gestoßen, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage aus dem Rat. Die Kommune sollte ein klares Zeichen setzen, ob diese Anlage gewollt werde oder nicht, machte Freie-Wähler-Rat Hubert Wolf deutlich, und die Entscheidung nicht aufs Landratsamt abschieben. Ein solcher Platz mitten im Dorf sei der Bevölkerung nicht zuzumuten.

Eine Entscheidung aus dem Bauch heraus sei schwierig, es fehlten die Fakten, sagte SPD-Rat Manfred Kramer. Bürgermeister Preußner will erst einmal weitere Details vom Bauherrn, bevor der Antrag noch einmal behandelt werde, der gegen eine Stimme zurückgestellt wurde. Die übrigen fünf Bauanträge beziehungsweise Voranfragen wurden teils mit Befreiungen von den Bebauungsplan-Vorgaben einstimmig genehmigt, darunter ein Großhandel für Agrar- und Heimtierfutter in einer Scheune in Ettlishofen.

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