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Landkreis Günzburg

02.08.2019

Ichenhauser SPD kürt CSU-Rathauschef zum Bürgermeisterkandidaten

„Heute ist ein guter Tag für Ichenhausen“, sagte Gerlinde Schweiger, nachdem am Mittwoch in der Versammlung 13 von 14 anwesenden SPD-Mitgliedern für die Nominierung von Amtsinhaber Robert Strobel als Bürgermeisterkandidat für die Wahl 2020 gestimmt hatten.
Bild: Irmgard Lorenz

Mit den Sozialdemokraten haben nun alle drei Fraktionen des Stadtrats den Amtsinhaber für die Kommunalwahl im März nominiert.

13 mal Ja, einmal Nein. Der SPD-Ortsverein Ichenhausen hat am Mittwochabend den amtierenden Bürgermeister Robert Strobel für die Kommunalwahl im März 2020 nominiert. Damit wird CSUMann Strobel, der seit 2014 Chef im Ichenhauser Rathaus ist, von allen drei derzeit im Stadtrat vertretenen Fraktionen (CSU, Freie Wähler, SPD) unterstützt. Vor sechs Jahren hatte die SPD noch mit einem eigenen Kandidaten antreten wollen, der dann aber doch kurz vor der Wahl seine Bewerbung wieder zurückzog.

Unter das Motto „Altes bewahren, Neues wagen“ stellte die Ortsvorsitzende und Fraktionsvorsitzende Gerlinde Schweiger die Versammlung, zu der 14 von 31 Mitgliedern des SPD-Ortsvereins und etwa ein halbes Dutzend Gäste gekommen waren, darunter auch Zweiter Bürgermeister Franz Zenker (Freie Wähler) und Stadträtin Gabriele Walter, die der SPD-Fraktion, nicht aber der Partei angehört.

Bürgerliste mit keiner Silbe erwähnt

Die von Gabriele Walter und ihrem Fraktionskollegen Georg Abt angekündigte Gründung einer „Ichenhauser Bürgerliste“ (wir berichteten) wurde bei der SPD-Versammlung mit keiner Silbe erwähnt, vielmehr wiederholte Gerlinde Schweiger, was sie schon mehrfach gesagt hatte: Sie habe die Zusammenarbeit mit Amtsinhaber Robert Strobel in den vergangenen fünf Jahren „stets als offen, ehrlich und konstruktiv empfunden“ und sie plädiere deshalb dafür, die Kräfte zu bündeln: „Es geht nur auf einem gemeinsamen Weg.“

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Gerlinde Schweiger hatte in der jüngsten Vergangenheit auch mehrfach auf die Stadt Günzburg verwiesen, wo es praktisch umgekehrt läuft und die CSU den amtierenden SPD-Bürgermeister Gerhard Jauernig auch zu ihrem Kandidaten für die Wahl 2020 gemacht hat.

Olbrich spricht von einem "historischen Moment"

Gerd Olbrich, Mitglied des SPD- Bezirksvorstands und Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, bezeichnete die Nominierung Strobels als historischen Moment, der durchaus Eingang in die Chronik der 1907 gegründeten Ichenhauser SPD finden könnte. Olbrich, der bei der Versammlung als Wahlleiter fungierte, sprach von „besonderen Herausforderungen, die man annehmen sollte“. Die Nominierung durch die Sozialdemokraten sei ihm eine „Ehre“, sagte Ichenhausens Bürgermeister, bevor er wie auch schon bei den Nominierungen durch CSU und Freie Wähler in einem 45-minütigen Vortrag noch einmal ins Gedächtnis rief, was in seiner ersten Ichenhauser Amtszeit „in einem Klima der Vernunft und des Dialogs“ und „in enger Abstimmung mit den Damen und Herren des Stadtrats“ auf den Weg gebracht worden ist.

Der 52-jährige Diplom-Verwaltungswirt versicherte, dass er sich auch in Zukunft „gemeinsam mit allen im Stadtrat vertretenen Fraktionen und Parteien“ und im stetigen Kontakt mit den Bürgern Ichenhausens für das Wohlergehen der Stadt einsetzen wolle. Realistisch fügte Strobel hinzu: „Man will es gut machen – und kann es nicht allen recht machen.“ Die Nominierung der SPD nehme er „sehr gerne“ an, sagte Strobel, bevor Gerlinde Schweiger in ihrem Schlusswort die Gäste der Versammlung dazu aufforderte, den Blick auf das zu richten, „was die Bürger brauchen“. Sie dankte ihren Parteifreunden für deren „Mut und Vertrauen“ und sagte: „Heute ist ein guter Tag für die SPD Ichenhausen.“

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