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Landkreis Günzburg

12.09.2019

Im Landkreis Günzburg gibt es mehr Plastikmüll

Plastikmüll lagert auf dem Gelände einer Günzburger Verwertungsfirma. Die Müllmenge ist im vergangnen Halbjahr gestiegen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Der Abfallwirtschaftsbetrieb zieht Bilanz. Im ersten Halbjahr wurden 1800 Tonnen Leichtverpackungen gesammelt. In anderen Bereichen ging die Abfallmenge hingegen zurück.

Die Probleme sind ebenso groß wie bekannt: Plastik schädigt die Umwelt und damit letztlich die Menschen. Ungeachtet dessen fallen (auch) im Landkreis immer mehr Plastikabfälle an.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sammelte der Abfallwirtschaftsbetrieb mehr als 1800 Tonnen sogenannte Leichtverpackungen ein, gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 eine Zunahme von drei Prozent. Weitere Einzelheiten wurden im Werkausschuss des Kreistags erläutert.

Immer mehr Leichtverpackungen wandern in den Verwertungskreislauf.
Bild: Bernhard Weizenegger

Gewerbemüll hat ebenfalls zugenommen

Die Menge der Abfälle, die in der Müllverbrennungsanlage in Weißenhorn entsorgt werden, hat im ersten Halbjahr 2019 um sieben Prozent zugenommen. Weitgehend unverändert blieben Haus- und Sperrmüll, deutlich zugenommen haben dagegen Gewerbemüll und Asbestzementabfälle, wie Anton Fink, der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebe, im Werkausschuss erklärte. Um vier Prozent abgenommen haben die verwertbaren Abfälle – unter anderem Papier, Pappe und Kartonagen, (Elektro-)Schrott oder pflanzliche Abfälle wie Baum- und Strauchschnitt oder Grüngut.

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Um 13 Prozent auf gut 2360 Tonnen zugenommen hat der Biomüll. Der Grund ist, dass sich immer mehr Bürger eine Biotonne zulegen. Mit rund 1500 Tonnen blieb das Aufkommen an Behälterglas unverändert, Plastikabfälle nahmen dagegen wie erwähnt zu. Insgesamt sind im ersten Halbjahr 2019 mehr als 19 500 Tonnen an verwertbaren Abfällen angefallen.

Finanziell betrachtet, so Fink weiter, habe sich das erste Halbjahr erfreulich entwickelt. Einziger Wermutstropfen seien die zuletzt stark gefallenen Erlöse bei Schrottabfällen. Heuer sollen rund 4,5 Millionen Euro investiert werden – unter anderem in das Wertstoffzentrum Burgau, die Burgauer Deponie, die Bauschuttdeponien im Landkreis und die alte Müllkippe bei Deffingen. Kredite müssen trotz alledem nicht aufgenommen werden.

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