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31.07.2010

Keine Angst vor dem Zuckerteufel

Einige Vorschulkinder des Heilig-Kreuz-Kindergartens in Burgau und Paula bestaunen die tollen, bunten Schokoladetafeln aus vergangenen Zeiten.

Naichen 30 Vorschulkinder des Heilig-Kreuz-Kindergartens aus Burgau riefen begeistert durcheinander: "Ich liebe Eis in der Waffel, am liebsten ist mir die Vollmilchschokolade und ich esse sooo gerne Gummibären." Sie durften zusammen mit der Leiterin Barbara Riedl und den Erzieherinnen ihren Abschlussausflug ins Volkskundemuseum zum Stockerhof nach Naichen machen. "Zucker, Schokolade & Co." war das Thema der verlockenden Ausstellung dort.

Sie erfuhren von Melanie Müller und Katja Stemmer vom Museum Interessantes über ihre Lieblingssüßigkeiten und andere Leckereien. "Na Paula, hast du eine Idee, wo eigentlich der Zucker herkommt", fragte Melanie gleich zu Beginn. So genau wusste die Zeitungsente das nicht, auch wenn sie schon was von Zuckerrüben gehört hatte.

"Ja, bei uns wird heute der Zucker hauptsächlich aus der Zuckerrübe gewonnen, auf anderen Kontinenten wird Zucker vor allem aus der Zuckerrohrpflanze hergestellt, die ursprünglich aus Asien stammt und in warmen Ländern wächst." Diese Pflanze kann bis zu sechs Meter hoch werden!

Wenn man den Stiel dieser großen Pflanzen auspresst, kommt Zuckersaft heraus, danach kocht man dieses Zuckerwasser, so bleibt dann der Rohrzucker übrig. "Hier steht ja ein richtiger großer Hut aus Zucker", staunten Gloria und Rebecca. Sie erfuhren, dass die Menschen den Zucker in einen großen Kegel oder Hut gossen und mit einem Hammer Zucker wegklopfen mussten, wenn sie ihn benötigten.

Keine Angst vor dem Zuckerteufel

Neben den verschiedensten bunten Zuckerpäckchen standen große Honigtöpfe und Gläser. "Nun sind die fleißigen Bienen mit ihrer Süßigkeit an der Reihe", schmunzelte Melanie. "Stellt euch vor, eine Biene alleine müsste zwei Jahre lang ohne Pause von den Blüten zur Bienenwabe fliegen, um ein Glas Honig herzustellen."

Um die Ecke im Museum wurde es noch interessanter, da staunten die Mädchen und Jungen über die verschiedensten bunten Schokoladetafeln, über schön verzierte Pralinenschachteln von früher oder über kitschige Schokolade-Werbetafeln. "Wie wird die feine Schokolade eigentlich gemacht?", wollten Marco und Robin wissen. Melanie zeigte den wissbegierigen Kindern Bilder von Kakaopflanzen, die in Südamerika und Afrika angebaut werden. Sie konnten echte Kakaoschoten bestaunen mit Samenkernen darin, das sind die richtigen Kakaobohnen. Diese müssen nach der Ernte zuerst getrocknet und dann gemahlen werden.

"Wenn man aus diesem Kakaopulver Schokolade herstellt, schmeckt diese ziemlich bitter, ihr kennt sicher die Bitterschokolade", erklärte Melanie. "Fügt man bei der Herstellung dem Pulver Zucker und Milch dazu, erwärmt dies und gießt es in verschiedene Formen, so habt ihr leckere Vollmilchschokolade." "Hmm, das klingt schon besser, am liebsten würde ich gleich eine ganze Tafel davon aufessen", quakte Paula dazwischen, Teresa und Jana waren gleicher Meinung. "Da müssen wir euch gleich etwas vom Zuckerteufel erzählen", beschlossen Melanie und Katja.

Im oberen Stockwerk des gemütlichen Museums war ein großer Kaufladen aufgebaut, dort durften sich die Kinder ein gesundes Frühstück zusammenstellen: Brot, Eier, Milch, Joghurt, Obst waren o. k., doch bei der Schokoladentafel, auf Gummibärchen und der Limoflasche war überall ein kleiner Teufel, der Zuckerteufel, aufgeklebt. Sina und Jenny wussten schon: "Da ist zu viel Zucker drin, der ist schlecht für die Zähne und macht dick." "Genau", meinte Melanie, "aber in geringen Mengen ist Zucker, auch mal Schokolade, in Ordnung. Stellt euch vor, als eure Großeltern klein waren, kannten sie die Schokolade noch kaum, da wurde diese Süßigkeit teilweise in Apotheken als Kräftigungsmittel verkauft."

Es gab noch viel zu bestaunen für die Mädchen und Buben: schillernde Dosen, knallbunte Bonbons, ganz alte Cola-Flaschen, wertvolle Backformen aus Konditoreien oder Hasen und Elefanten aus Zucker gegossen. Zum Abschluss durfte sich jedes Kind noch eine Kette aus süßen Schnullern, Kirschen und Ringen auffädeln - ratet mal, wer seine Kette als Erster anknabberte?

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