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Burgau

13.09.2020

Klassik- und Rockmusik auf der Liegewiese im Burgauer Freibad

Freibad in Concert mit Rock und Klassik am Wochenende: Am Samstag verwandelte sich das Burgauer Gsundbrunnenbad zur Rockbühne. Unter den Musikern waren auch Urgesteine aus der Szene wie Günter Storr (links) und Johann Eberle.

Plus Beim Festival Freibad in Concert in Burgau genießen die Gäste Musik unterschiedlicher Stilrichtungen unter freiem Himmel. Auch für die Musiker ist es ein neues Gefühl.

Erst Klassik, dann Rock: Der Start am Freitag mit Harfenistin Lea Maria Löffler und dem Ensemble Interclarinet war ein exzellenter, der Samstag versprach erst recht ein außergewöhnliches Konzert. Es sei wunderbar, dass es in Corona-Zeiten mit Hermann Skibbe und Frank Hammerschmidt engagierte Menschen gebe, die vergangene Woche beim Kulturfestival in Wettenhausen und jetzt in Burgau solche Veranstaltungen organisierten, betonte stellvertretende Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab, nachdem Kulturamtsleiter Stefan Siemons im Namen der Stadt Burgau die Gäste begrüßt hatte.

Freibad in Concert hieß es an den beiden Tagen – also erfolgte die Moderation am Samstag nicht von der Bühne neben dem Kiosk, sondern direkt aus der Lautsprecheranlage des Freibads. Nämlich von Bademeister Sebastian Wagner höchstpersönlich, der sich zunächst bei den Gästen und Musikern, die sogar alle schwimmen können, wie er sagte, für ihr Kommen bedankte.

An zwei Abenden traten erstmals im Burgauer Freibad Musiker unterschiedlicher Stilrichtungen auf.  Neben viel Rockmusik fehlte es auch nicht an Vertretern der klassischen Musik. Dem Komponisten Ludwig van Beethoven wurde ein Abend gewidmet.
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Das Burgauer Freibad wird zur Musikbühne
Bild: Peter Wieser

Mit zweimal Kraus und zwei Gitarren – Luis, 14 Jahre und begleitet von Markus Kraus von Schwablantis – war der Abend eröffnet, und das Publikum begann bereits zu „Wake me up“ von Avicii und zu „Pompeii“ der britischen Band Bastille munter mit zu klatschen und mit zu schnippen.

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Band um Hermann Skibbe in gleicher Besetzung wie beim Kulturfestival in Wettenhausen

Die Besetzung der Band um Hermann Skibbe im Anschluss war die gleiche wie die Woche zuvor schon in Wettenhausen. Ebenfalls angeschwommen kam Johann Eberle: Er habe schon viele Bühnen gesehen, aber noch nie eine in einem Freibad, weil es in Offingen ja kein solches gebe, erklärte Bademeister Wagner. Schön, wie er mit Skibbe, Elias Smalko am Keyboard, Bassmann Benni Welz, Drummer Tobi Wiedenmann mit David Bowies „Heroes“ die Liegewiese in Beschlag nahm.

Am Samstag verwandelte sich das Burgauer Gsundbrunnenbad zur Rockbühne. Die Band von Hermann Skibbe trat auch auf.
Bild: Peter Wieser

Dass die beiden Herren von „Käpt’n Stöhr and the Salomons oft he Past“, Urgestein Günter Storr und Johann Eberle, inzwischen in die Jahre gekommen sein könnten, wie mancher vielleicht meinen könnte, stimmt ganz und gar nicht. Umso mehr waren es die Songs wie BAPs „Wellenreiter“ oder Donovans „Try to catch the Wind“, mit denen sie auf ihren Akustik-Gitarren alte Klassiker präsentierten.

Queen Musical-Hauptdarsteller Sascha Lien singt auf dem Sprungturm

Nach einer kurzen Pause begann das Freibad so richtig zu rocken – aber nicht von der Bühne, sondern vom Sprungturm am Springerbecken. Queen Musical-Hauptdarsteller Sascha Lien – er lebt seit Anfang des Jahres im heimischen Ellzee – schmetterte Freddie Mercurys und das von Queen-Gitarrist Brian May geschriebene „We will rock you“ aus fünf Metern Höhe ins Publikum, eilte anschließend zur Bühne und lieferte mit „Tie your Mother down“ und „I want to break free“ noch eine exzellente Bühnenshow mit dazu.

Freibad in Concert mit Rock und Klassik am Wochenende: Am Samstag verwandelte sich das Burgauer Gsundbrunnenbad zur Rockbühne.
Bild: Peter Wieser

Bei der Queen-Ballade „Love of my Life“, begleitet von Elias Smalko am Keyboard, leuchteten die Feuerzeuge und Handys und zu George Michaels „Faith“ erfolgte die Begleitung von einer echten Burgauerin: der Klarinette von Joszef Balogh von Interclarinet. Zu „Paint it Black“ von den Stones durfte sogar ein bisschen meditiert werden, mit Neil Young wurde „In a free World“ gerockt und „Hey Jude“ durfte gegen Ende des Konzerts auch im Burgauer Freibad nicht fehlen.

Joe Gleixner bekommt das Bronzene Ehrenseepferdchen

Wie schon die Woche zuvor in Wettenhausen waren am Samstag noch viele weitere Künstler in Burgau zu Gast: Stella Mae an der Gitarre, Joe Gleixner, dem für seinen Swing das Bronzene Ehrenseepferdchen verliehen wurde, und der Schorsch im blauen Ganzkörperbadeanzug, der sein Mikrofon nicht fand. Das Solo von Thin Lizzys „Whiskey In The Jar“ kam nicht von der Gitarre, sondern aus dem Akkordeon von Dieter Endris, und das von Jethro Tulls „Locomotive Breath“ von keinem anderen als von Daniel Tomann-Eickhoff, Flötist des NDR Elbphilharmonie Orchesters. Auf der Rückreise von seiner Heimat Tirol nach Lübeck hatte er für „Freibad in Concert“ noch einmal im Landkreis Günzburg Zwischenstation gemacht.

Am Sonntag fand zum Finale ein Frühschoppen mit Blasmusik mit der Musikvereinigung der Handschuhmacher Burgau statt.

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