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Kleine und große Freuden im Landkreis Günzburg

Lea Binzer
Kommentar Von Lea Binzer
14.12.2019

Lebensretter gefunden, der Wille zur Blutspende und Geldbeutel zurückgegeben: Darüber sollte man sich freuen, statt sich über Kleinigkeiten aufzuregen.

Welch eine besinnliche, welch eine schöne, welche eine friedliche die Adventszeit doch ist. Es gibt so viele Kleinigkeiten, auf die es sich zu freuen lohnt: Plätzchen backen, Glühwein trinken oder Weihnachtsklassiker im Fernsehen anschauen. Außerdem steht Weihnachten vor der Tür. Auf all das Schöne sollte man sich in dieser Zeit konzentrieren und sich nicht über Kleinigkeiten aufregen – was übrigens für alle Jahreszeiten gilt.

Wenn also etwa eine ehrliche Finderin alle Hebel in Bewegung setzt, um einen verloren gegangenen Geldbeutel persönlich an die Besitzerin zurückzugeben und ihr damit das schönste Weihnachtsgeschenk macht, ist das doch eine kleine Geste, über die es sich zu berichten lohnt (Günzburgerin ist Heldin des Tages). Und welche Rolle spielt es dabei, ob die Besitzerin des Geldbeutels bei der Zeitung arbeitet oder nicht? Eben: gar keine. Andernfalls wäre vielleicht nicht darüber berichtet worden. Denn wer informiert schon die Zeitung, wenn der Geldbeutel verloren gegangen und wieder aufgetaucht ist?

Lebensretter für den zehnjährigen Emin aus Krumbach gefunden?

Statt an dieser Stelle unseriösen Journalismus zu unterstellen, sollte man es würdigen, dass es noch ehrliche Menschen gibt – und Menschen, die anderen helfen wollen, auch wenn sie es nicht dürfen. So geschehen bei einem rumänischen Staatsbürger. Er wollte in Günzburg Blut spenden, doch eine Kleinigkeit stand ihm im Weg: zu schlechte Deutsch- und Englischkenntnisse. Und Dolmetschen war nicht erlaubt (Rumäne fühlt sich von Blutspendedienst diskriminiert; Was bei einer Blutspende zu beachten ist). Aber seien wir ehrlich: Wenn es Menschen gibt, die anderen das Leben retten wollen, dann ist doch eine Kleinigkeit wie die Sprache völlig nebensächlich.

Einen potentiellen Lebensretter gefunden hat hoffentlich der zehnjährige Emin aus Krumbach: Gleich drei zu 100 Prozent passende, genetische Zwillinge kommen für eine Stammzellenspende in Frage (Für Emin ist ein Weihnachtswunder wahr geworden; Weit über 500 Menschen wollen krebskrankem Emin helfen; Typisierungaktion: Für Emin packen alle gemeinsam an). Dadurch besteht die Chance, Emins Lymphdrüsenkrebs zu heilen (Kampf gegen den Krebs: Emin braucht dringend einen Spender). Welche Kleinigkeit es daran auszusetzen gibt? Keine. Es ist ein (Weihnachts)Wunder, über das man sich nur freuen kann.

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