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Landkreis Günzburg
17.04.2021

Fünf Brauereien spenden für eine spezielle Bierverkostung

Ein kurzes Prosit am Rande der Hygiene-Trennscheibe: Martin Wörner (links) von der Schlossbrauerei Autenried und Georg L. Bucher (Radbrauerei Günzburg) werden die Bierverkostung am 25. April moderieren.
Foto: Bucher

Was sich regionale Brauereien in Corona-Zeiten haben einfallen lassen für den 25. April. Wer an der Online-Veranstaltung teilnehmen kann. Und wie dabei Menschen in Not unterstützt werden.

Der 23. April ist ein Datum, das Mitarbeitern der Brauerbranche wohlvertraut ist. Denn an diesem Tag vor mittlerweile 505 Jahren wurde das bayerische Reinheitsgebot verkündet. Das flüssige Gold soll demnach nur aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hergestellt werden.

Üblicherweise organisiert der Landkreis Günzburg aus diesem Anlass mit heimischen Brauereien immer eine Veranstaltung in der Kreisheimatstube in Stoffenried, bei der die heimischen Biere verkostet werden können.

Der eigentliche Ort der Bierprobe war die Kreisheimatstube in Stoffenried

Im Wechsel machen Martin Wörner (Braumeister bei der Autenrieder Schlossbrauerei) und Georg L. Bucher (Chef der Radbrauerei Günzburg) Bierverkostungen mit den Besuchern.

Aber was ist in Corona-Zeiten schon üblich? Bereits im vergangenen Jahr gab es keine Chance, in Stoffenried miteinander anzustoßen. Deshalb wich man damals auf eine mehr oder weniger interne Online-Bierverkostung aus.

Etwa zweieinhalb Stunden müssen eingeplant werden

Es scheint gemundet zu haben, sodass Bucher und Wörner auf die Idee gekommen sind, die Sache nun richtig öffentlich zu machen. Alle haben also die Möglichkeit, in gut einer Woche bei der Verkostung auf Youtube live dabei zu sein. Terminiert ist das keineswegs trockene Spektakel am Sonntag, 25. April, um 19.30 Uhr. Etwa zweieinhalb Stunden sind dafür eingeplant.

„Bei diesen Verkostungen geht es nicht darum, die Biere als gut oder schlecht zu bewerten, sondern vielmehr die Unterschiede zwischen den Bieren herauszuarbeiten, etwas über die verschiedenen Biersorten, die Brauereien und die Brauer, die dahinterstehen, zu erzählen“, sagt Bucher und will es mit seinem Kollgen Wörner genauso angehen. Die Biersommeliers moderieren den gerstensafthaltigen Abend, Brauer werden bei ihren Kreationen dazugeschaltet.

Zuhören und fragen? Da fehlt doch was!

Zuhören und im Chat Fragen stellen ist die eine Sache. Das können die Augen- und Ohrenzeugen des Abends natürlich tun. Damit dieses Erlebns aber auch andere Sinne erfasst, besteht die Möglichkeit, das Bier mit den Experten zusammen zu verkosten.

Versendet werden Bierpakete mit jeweils ein bis zwei Flaschen von der Radbrauerei Günzburg, der Engelbrauerei Waldstetten, der Klosterbrauerei Ursberg, der Brauerei Schmid Biberach und der Schlossbrauerei Autenried. Das Paket gibt es für den Preis von 17,90 Euro im Online-Shop der Radbrauerei (www.guenzburger-weizen.de). Wer bis zum 19. April bestellt, erhält die insgesamt neun Flaschen rechtzeitig zum Verkostungsabend und den Link zur Live-Veranstaltung. Tatsächlich probiert werden am 25. April fünf Biere. Und man muss ja nicht alle leer trinken oder aber bittet zum Probieren eine weitere Person vor den Computer-Bildschirm.

155 Pakete können noch maximal geschnürt werden

Nachdem sich alle Brauereien bereit erklärt haben, das Bier zu spenden, werden nur die Unkosten für Verpackung und Versand einbehalten. Den Erlös – knapp die Hälfte des Kaufpreises – spenden die Brauereien aus den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm der Kartei der Not, das Hilfswerk unserer Zeitung. Bislang sind schon gut 100 Pakete verkauft und auf den Weg gebracht. Am Freitag hat Bucher Nachschub organisiert. Für maximal 155 Pakete reichen die Flaschen noch – „dann haben wir kein Material mehr“.

Bier aus der Region genießen, Interessantes erfahren und Menschen in Not helfen – das klingt nach einer guten Kombination. Prosit!

Das ist jetzt alles schon passiert

Nachtrag am Samstag: Bereits um 9 Uhr vormittags waren alle "Bierpakete" vergriffen und konnten daher auch nicht mehr bestellt werden. Bucher orderte bei den Brauereien (diesmal zum günstigen Einkaufspreis, eine reine Spende ist nicht mehr möglich gewesen) bereits den zweiten Nachschub - also Bier für weitere 100 Pakete. Gegen 11.15 Uhr konnte der Online-Verkauf also weitergehen. Und kurz vor 13 Uhr war auch diese Ware bereits wieder zur Hälfte vergriffen. "Mehr können wir dann wirklich nicht mehr machen", schrieb der Günzburger Brauereichef und zeigte sich überrascht vom Erfolg der Mittrinkaktion. "Wenn es so toll angenommen wird, macht es gleich doppelt Spaß."

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