1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Landrat heißt neue deutsche Staatsbürger willkommen

Feier

11.11.2019

Landrat heißt neue deutsche Staatsbürger willkommen

Neubürgerinnen und Neubürger des Landkreises mit Landrat Hubert Hafner (rechts im Bild) und dem Integrationsbeauftragten Meinrad Gackowski (links).
Bild: Ariane

20 Bürger aus ganz unterschiedlichen Staaten haben ihre Einbürgerungsurkunden erhalten

Seit elf Jahren begrüßt Landrat Hubert Hafner persönlich in einem Festakt die neuen deutschen Staatsbürger. 20 Bürger aus den verschiedensten Teilen der Welt – aus Argentinien, Mexiko, Kuba, Indien, Tunesien, Griechenland, Bulgarien, Großbritannien, Polen, Rumänien, Irak, Italien, der Türkei und dem Kosovo – nahmen jetzt mit Stolz ihre Einbürgerungsurkunden im Beisein ihrer Familien und Freunde entgegen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Im Kreis entscheiden sich jährlich gut 125 Ausländer, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. „Ihre Einbürgerung in feierlichem Rahmen mit Ihnen und Ihren Familien zu begehen, ist mir persönlich sehr wichtig. Sie haben sich für unser Deutschland und für unseren Landkreis Günzburg entschieden. Mein Dank gilt Ihnen als neue Staatsbürger“, betonte Hafner laut der Mitteilung. „Für einige von Ihnen ist die Heimat das Land oder der Ort, aus dem Sie und Ihre Eltern stammen, in dem Sie geboren und aufgewachsen sind. Für andere ist Heimat dort, wo sie heute leben, wo sie zu Hause sind, sich geborgen fühlen, wo sie Freunde haben oder, um es poetisch zu sagen, wo ihr Herz wohnt. Sie sind uns im Landkreis Günzburg in jedem Fall herzlich willkommen.“

Jeder neue Staatsbürger zeige mit seiner Einbürgerung seine tiefe Verbundenheit zu Deutschland und insbesondere auch zum Landkreis Günzburg. „Gerade deshalb ist es so wichtig, der Integration diesen hohen Stellenwert beizumessen“, betonte Meinrad Gackowski, Integrationsbeauftragter für den Landkreis Günzburg. In seiner Begrüßung endete er mit dem türkischen Sprichwort „Heimat ist dort, wo du satt wirst“, was er dann allerdings auch auf das emotionale Sattwerden bezog.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im Anschluss an den feierlichen Akt, der musikalisch vom Akkordeonspielkreis der Musikschule Ichenhausen gestaltet wurde, fand im Foyer des großen Sitzungssaals ein gemeinsamer Empfang statt. Die persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse der neuen Staatsbürger und die Berichte über den für manch einen nicht einfachen Weg zur deutschen Staatsangehörigkeit bereicherten den Abend. „Und morgen gehe ich gleich zum Rathaus und beantrage meinen neuen Ausweis“, war an einigen Tischen zu hören.

Doch wie sind die rechtlichen Voraussetzungen? Die Einbürgerung ist die Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit an einen Ausländer. Sie muss beantragt werden. In der Regel muss der Antragsteller seit acht Jahren rechtmäßig und gewöhnlich mit einem unbefristeten Aufenthaltsrecht in Deutschland leben. Für Ehepartner von Deutschen, die bereits seit zwei Jahren verheiratet sind, gelten drei Jahre. Der Einbürgerungsbewerber muss den Nachweis ausreichender mündlicher und schriftlicher deutscher Sprachkenntnisse führen, zum Beispiel über einen Gesellenbrief, einen deutschen Schulabschluss oder über ein Sprachstandszertifikat auf dem Niveau B 1 GER.

Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und Lebensverhältnisse in Deutschland kann der Antragsteller beispielsweise über das Zertifikat „Leben in Deutschland“ erbringen. Der Einbürgerungsbewerber muss seinen Lebensunterhalt für sich und seine Angehörigen eigenständig sichern können. Der Antragsteller darf grundsätzlich nicht mit dem deutschen Gesetz in Konflikt geraten sein und muss sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennen. Die Person muss zudem in der Regel bereit sein, seine bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben. Ausnahmen gelten für die Mitgliedsstaaten der EU, heißt es weiter. (zg)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren