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Günzburg

17.08.2020

Mit dem Fahrrad schöne Plätze im Kreis Günzburg entdecken

Eine erfrischende Abkühlung und obendrein einen schönen Blick auf die Stadt Günzburg gibt es an der Mündung der Nau in die Donau. Das ist ein Geheimtipp nicht nur für Radfahrer.
Bild: Sandra Kraus

Plus In Günzburg und Krumbach hat sich in den vergangenen Jahren für Radfahrer einiges getan. In die Pedale treten lohnt sich, wie Ausflugs- und Geheimtipps zeigen.

Radfahren liegt im Trend. Die oft bunt bekleideten und meist gut behelmten Radfahrer gehören zum Sommer in der Stadt wie die Eisdiele oder der Biergarten. In Günzburg treten nicht nur die Einheimischen kräftig in die Pedale, sondern auch Radler, die auf den mit vier Sternen klassifizierten Premium-Radwegen unterwegs sind. Das ist der „Donauradweg“, der auf etwa 1260 Kilometern von Donaueschingen bis Budapest führt, und der „Donautäler-Radweg“, der auf rund 300 Kilometern 14 Nebentäler der Donau erschließt und dessen Routen „Grüner Thronsaal“ oder „Kinderstube“ durch Günzburg führen.

Günzburg will Fahrradstadt 2025 werden

Eine gute Ausgangsposition ist das für die Donaustadt, die Fahrradstadt 2025 werden möchte. Anfang September werden die Ergebnisse der professionellen Befahrung durch ein beauftragtes Institut veröffentlicht, ist aus dem Rathaus zu hören. Eine Steuerungsgruppe, die aus Stadtratsmitgliedern, Mitarbeitern der Stadtverwaltung, des ADFC und der Polizei besteht, arbeitet an Verbesserungen der fließenden und der stehenden Radverkehrsinfrastruktur, wie verkehrsberuhigten Zonen oder komfortablen Abstellplätzen.

Nicht nur Oberbürgermeister Gerhard Jauernig fährt gerne Rad, auch Zweite Bürgermeisterin Ruth Niemetz ist eine begeisterte Radfahrerin. Sie empfiehlt die Radwege entlang der Flüsse Donau und Günz und sagt: „Ich nutze das Fahrrad für alle Alltagsfahrten in und um Günzburg, zum Einkaufen oder um Termine zu erreichen – sofern es das Wetter und die Gelegenheit zulassen. Radfahren ist für mich aber auch Freizeitaktivität und Sport. Meinen Mann und mich sieht man oft auf unserem Tandem durch die Region fahren.“

Radwege im Landkreis bieten unterschiedliche Streckenlängen

Einer ihrer Lieblingsplätze entlang des Donauradwegs befindet sich dort, wo der kleine Fluss Nau in die Donau fließt. Ein toller Platz, um mit dem Rad anzuhalten und zu verweilen. Nebenbei kann man ein kühles Fußbad nehmen und einen fantastischen Blick auf die Stadtsilhouette von Günzburg genießen.

Ein Abstecher in die Günzburger Altstadt lohnt: Dort kann man Kultur genießen und zahlreiche Lokale, um Kraft zu tanken.

Radausflüge entlang der Flusstal-Radwege an Günz, Kammel und Mindel ermöglichen durch gut ausgeschilderte Querverbindungen unterschiedliche Streckenlängen für Genussradler oder sportliche Biker. Fernab von befahrenen Straßen bringt die Legoland-Familienroute die ganze Familie zum nahe gelegenen Freizeitpark. In nördliche Richtung führt die Radroute 4 (Donaumoos) ganz ohne Steigungen durch das Naturschutzgebiet. Entlang dieser Route lohnt sich ein Abstecher an die Mooswaldseen, die im Sommer zum Schwimmen einladen.

Tourist-Info bietet zahlreiche Radkarten und E-Bike-Verleih

Der Beobachtungsturm bietet dort einen Rundblick über das Donaumoos und auf zahlreiche Vogelarten, die an den Seen rasten.

Die Tourist-Information bietet auch für Einheimische eine große Auswahl an Radkarten und Informationen über Ausflugsziele. Während der Öffnungszeiten können Radtouristen Satteltaschen unterstellen und die Akkus ihrer E-Bikes kostenfrei aufladen.

Wer kein eigenes Fahrrad mit Elektromotor dabei hat, kann sich hier ein E-Bike ausleihen.

Jede Menge Möglichkeiten bietet auch Krumbach für die großen und kleinen Radfahrer. In den vergangenen Jahren wurde das Radwegenetz konsequent ausgebaut. Alle umliegenden Orte sind auf Radwegen zu erreichen. Der Kammeltal-Radweg führt entlang von Kammel und Krumbächlein mitten in das Herz von Krumbach und lädt zum Verweilen im Stadtgarten, am Gesundbrunnenplatz oder einer Rast an der Eisdiele ein. Für die beliebten E-Bikes gibt es mehrere Ladestationen im Stadtgebiet. Genutzt werden sie nicht so häufig, da man sein eigenes zum Typ des Fahrrades passendes Netzteil dabeihaben muss, ist im Rathaus zu erfahren.

Auch in Krumbach sind verschiedene Radtouren möglich

Über den jährlich zunehmenden Rad-Tourismus freuen sich Gastronomen und Übernachtungsanbieter. Leidenschaftliche Radfahrer und in der Regel mit dem Rad im Rathaus sind Bürgermeister Hubert Fischer und Zweiter Bürgermeister Gerhard Weiß. „Ich finde es gut, dass so viele mit dem Fahrrad unterwegs sind und ihr Auto stehen lassen“, erklärt Weiß.

Mit dem Rad gut machbar sind die Bayerisch-Schwaben Lauschtour „Krumbach und das Wasser: Von der Kammel durch das jüdische Viertel zum Heilbad“, für die eine kostenlose App heruntergeladen werden kann, und der Kneipp-Rundweg mit seinen Heilpflanzen und den erfrischenden Wasserbecken für die Arme oder zum Waten.

Wer Kraft in den Beinen oder einen vollen Akku hat, kann bergauf und bergab ins Günz- oder Mindeltal wechseln.

Gerne genutzt wird die Fahrradmitnahme in der Mittelschwabenbahn. Mit dem Zug nach Mindelheim und zurück mit dem Fahrrad nach Krumbach schnurrt das Rad mit der abfallenden Topografie vor sich hin. Abkühlung verspricht die Tour zum Oberrieder Weiher oder hinüber nach Illertissen und einem Abstecher in die schattigen Wälder. Und nicht zuletzt verbindet ein durchgängiger Radweg entlang der B16 die Städte Krumbach und Günzburg.

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