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Günzburg

29.06.2017

Nachbarstädte machen sich gemeinsam auf den Weg

Niederstotzingens Bürgermeister Marcus Bremer und Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig freuen sich über den Start ihrer Kooperation. Bereits diese Saison gibt es drei gemeinsame Freizeitpakete für Besucher.
Bild: Sabrina Schmidt/Stadt Günzburg

Wer Günzburg besucht, kann gleich mit dem E-Bike nach Niederstotzingen fahren – und umgekehrt. Welche Angebote es gibt und was die Zusammenarbeit bringen soll.

Die Städte Günzburg und Niederstotzingen gehen bei der Vermarktung ihrer touristischen Highlights neue Wege. Ab sofort bieten beide Städte verschiedene Kombi-Angebote für Touristen und Besucher an. So gibt es zum Beispiel eine Stadtführung durch Günzburg mit anschließender Führung durch den Archäopark in Stetten oder eine E-Bike-Tour von einer Stadt in die andere.

Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig und Niederstotzingens Bürgermeister Marcus Bremer hatten sich im vergangenen Jahr zu einem informellen Austausch getroffen, um die Möglichkeiten einer interkommunalen Zusammenarbeit auszuloten. „Gerade im Bereich Tourismus haben wir viele mögliche Anknüpfungspunkte gefunden“, sagt Gerhard Jauernig. „Beide Städte haben echte Pfunde, mit denen wir wuchern können.“

An Niederstotzingen grenzt das touristisch gut erschlossene Lonetal, wo sich auch die 1931 entdeckte Vogelherdhöhle befindet. Seit 2013 informiert der Archäopark Vogelherd in Niederstotzingen-Stetten über die Geschichte der Mammutjäger vom Lonetal, welche die ersten Kunstschätze der Menschheitsgeschichte herstellten. Zu Günzburgs herausragenden Attraktionen gehören neben dem Themenpark Legoland die historische Altstadt, das Waldbad sowie die einmalige Seenlandschaft mit rund hundert Seen. Auch der Donauradwanderweg erfreut sich bei Besuchern großer Beliebtheit.

Bereits für die laufende Saison wurden nach Angaben der Stadtverwaltung verschiedene Freizeitpakete geschnürt, mit denen Interessierte touristische Attraktionen aus beiden Städten kennenlernen können. „Für die laufende Saison haben wir drei Angebote erarbeitet“, erläutert die Leiterin der Tourist-Information Günzburg-Leipheim, Anja Hauke. Diese werden in Flyern vorgestellt, die in der Tourist-Information in Günzburg sowie im Archäopark in Niederstotzingen ausliegen.

Bei dem Gruppenangebot „Von den Habsburgern über die Römer zurück zur Steinzeit“ beginnen Teilnehmer den Tag mit einer Stadtführung durch die Günzburger Innenstadt. Anschließend geht es mit dem gruppeneigenen Bus nach Stetten, wo eine Führung durch den Archäopark Vogelherd ansteht. Für einen geringen Aufpreis klingt der Tag bei Kaffee und Kuchen im Parkcafé Archäopark Vogelherd aus.

Einen Sonntagsausflug für die ganze Familie bieten die Kooperationspartner an mehreren Terminen von Juli bis Oktober an: Nach einer Stadtführung durch Günzburg und die Frauenkirche können sich die Teilnehmer im Archäopark als „Mammutjäger vom Lonetal“ beim Speerwerfen oder Feuer entfachen erproben. Die Termine können dem Flyer entnommen werden und stehen auf den jeweiligen Internetseiten der Partner. Den ersten Sonntagsausflug können Interessierte für kommenden Sonntag, 2. Juli, buchen.

Auch eine E-Bike-Erlebnistour ist neu im Programm. Das Paket umfasst einen Tag E-Bike mieten, eine Radkarte, Eintritt und Audioguide für den Archäopark und Kaffee und Kuchen im Parkcafé am Vogelherd. Alle Angebote können über die Tourist-Information Günzburg-Leipheim gebucht werden.

„Unser gemeinsames Ziel ist, mit diesen zusätzlichen Angeboten unsere Gäste noch länger in der Region zu halten“, sagt Marcus Bremer. „Die Idee ist, die Tourismusregionen Donau und Schwäbische Alb gemeinsam zu vermarkten, schließlich liegen sie nahe beieinander. Dadurch könnten wir sowohl für unsere Städte als auch für Besucher einen echten Mehrwert schaffen.“ Oberbürgermeister Gerhard Jauernig beschreibt die Zusammenarbeit als ein „Pilotprojekt mit Vorbildfunktion.“

In diesem Zusammenhang weist der Günzburger Rathauschef auf die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Leipheim hin. „Wir betreiben nicht nur eine gemeinsame Tourist-Information, sondern bewerben auch unsere touristischen Attraktionen gemeinsam, wovon beide Städte profitieren.“ Für Niederstotzingen und Günzburg könnten so ebenfalls Synergieeffekte entstehen. „Und davon profitiert natürlich vor allem auch der Besucher“, so Jauernig. 

Die Flyer  sind auch über die Internetseiten www.guenzburg.de/gast und www.archaeopark-vogelherd.de abrufbar. Anmeldung und Information bei der Tourist-Information Günzburg-Leipheim, Schloßplatz 1 in Günzburg, Telefon 08221/200444, Mail: tourist- information@guenzburg.de (zg)

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