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Kammeltal

14.05.2020

Neuer Bürgermeister verspricht transparente Zusammenarbeit

Auf der konstituierenden Sitzung des Kammeltaler Gemeinderats wurden im Ehrenamt vereidigt (von links): Helmut Ahrens, Lisa Miehle, Daniel Thanner, Bürgermeister Thorsten Wick, Bernhard Grüner, Maria Spengler, Andreas Welsch, Gertrud Kempter, Fabian Brosch, Julia Göggelmann und Achim Saur.
Bild: Wolfgang Kahler

Auf Kammeltals frisch vereidigten Bürgermeister Thorsten Wick und seinen Rat, der zu zwei Dritteln aus neuen Amtsträgern besteht, warten große Herausforderungen.

Es war eine Premiere unter besonderen Vorzeichen: Mit der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates in der Mehrzweckhalle der Grundschule Wettenhausen begann für Thorsten Wick die kommunalpolitische Realität als neuer Kammeltaler Bürgermeister. Der 43-Jährige trat die Nachfolge des im März deutlich abgewählten Amtsvorgängers Matthias Kiermasz an. Nicht nur wegen der aktuellen Corona-Krise erwartet Wick finanziell schwierige Zeiten für die Kommune.

Er sei sich sicher, sagte der neue Rathauschef zum Sitzungsauftakt, dass die anstehenden Aufgaben der etwa 3300 Einwohner zählenden Gemeinde im Sinne aller Mitbürger gemeinsam gemeistert werden. Diese Aufgaben seien wegen der aktuellen Corona-Situation besonders vielfältig. Deren persönliche, soziale und wirtschaftliche Folgen seien noch nicht absehbar, so Wick, aber der Gemeinderat werde sich diesen Herausforderungen stellen. Die Amtsvorgänger hätten sich bei der Verabschiedung des Haushalts nicht im entferntesten träumen lassen, dass der Haushaltsvollzug eine noch größere Sorgfalt und Umsicht erfordere.

Gemeinde ist in ein enges Finanzkorsett gezwängt

Erschwerend komme dazu, dass die Kommune „ausgerechnet in Zeiten der bevorstehenden Corona-Rezession, die wir nicht verschuldet haben, bereits in ein sehr enges Finanzkorsett gezwängt ist“, sagte der Bürgermeister. Er wolle mit dem Gemeinderat mit Begeisterung und dem Ringen um die besten Ideen in die neue Legislaturperiode starten. Wick bot den 16 ehrenamtlichen Räten eine „offene, ehrliche und transparente Zusammenarbeit an“ und sicherte ihnen zu, ein offenes Ohr und eine offene Tür für alle Anliegen, Sorgen und Ideen zu haben, die die Gemeinde voranbringe. Nach Ansicht von Zuhörern, darunter auch Alt-Bürgermeister Christian-Konrad Wiesner, hat der neue Rathauschef seine Premiere nach anfänglicher Nervosität – wie er selbst sagte – durchaus beachtlich gemeistert.

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Nach seiner Vereidigung durch Mathias Englet als ältestem Gemeinderat übernahm Wick die Vereidigung der zehn neuen Gremiumsmitglieder, darunter immerhin zehn Frauen: Helmut Ahrens, Fabian Brosch, Julia Göggelmann, Bernhard Grüner, Gertrud Kempter, Lisa Miehle, Achim Saur, Maria Spengler, Daniel Thanner und Andreas Welsch. Bei der geheimen Wahl der beiden Stellvertreter trat der bisherige Zweite Bürgermeister Johann Anwander nicht mehr an. Sein Nachfolger wurde der 53-jährige Behlinger Heizungs- und Installateurmeister Jürgen Kornelli, der von 17 Stimmen 13 erhielt, Helmut Ahrens als Gegenkandidat bekam vier Stimmen.

Dritter Bürgermeister Mathias Englet ist wieder erfolgreich

Als Dritter Bürgermeister stellte sich der bisherige Amtsinhaber Englet neben Ahrens zur Wahl und war mit knapper Mehrheit von neun zu acht Stimmen erfolgreich. Als weiterer Stellvertreter, falls alle drei Bürgermeister nicht einsatzbereit wären, wurde Gemeinderat Robert Paulheim bestimmt.

Bei der einstimmigen Verabschiedung der neuen Geschäftsordnung wurde auf Vorschlag von Anwander zusätzlich aufgenommen, dass bei Personalentscheidungen, neben dem Rathauschef, auch die beiden Stellvertreter mit eingebunden werden. Der Verfügungsrahmen des Bürgermeisters, der bei einer Kommune dieser Einwohnerzahl nach Empfehlung des Gemeindetages zwischen 13200 und 16500 Euro liegen dürfte – vier bis fünf Euro je Einwohner – wurde bei 3000 Euro belassen.

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