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21.01.2020

Noch Aufschub für den Kötzer Bauhof

Die LEW haben den Pachtvertrag verlängert

Eigentlich sollte der Bauhof der Gemeinde Kötz schon längst nicht mehr im ehemaligen Betriebshof der LEW untergebracht sein. Für Jahresende 2019 hatten die Lechwerke ursprünglich den Pachtvertrag mit der Gemeinde gekündigt. Der gesamte Komplex sei baufällig, hatte LEW-Sprecher Ingo Butters schon im Herbst 2018 gesagt. Zudem wurden Schadstoffe im Boden entdeckt (wir berichteten).

Butters hatte im Herbst 2018 auch dies gesagt: „Mit einem Abriss der Gebäude werden wir erst beginnen, wenn die Gemeinde das neue Haus für den Bauhof fertiggestellt hat.“ Wie lange sich das hinziehen könnte, hatte der LEW–Sprecher damals nicht ahnen können. In der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres 2020 teilte Zweiter Bürgermeister Reinhard Uhl als Sitzungsleiter den Gemeinderäten jedenfalls mit, dass die Lechwerke den Pachtvertrag für den Bauhof bis 31. Dezember 2021 verlängert haben.

Gemeinderat und Verwaltung hätten „intensiv Alternativstandorte in Großkötz und Kleinkötz zum Neubau des Bauhofes überprüft und Grunderwerbsgespräche geführt“. Allerdings habe die Gemeinde kein Grundstück kaufen können, auch eine Erweiterung des Gewerbegebiets in Großkötz sei an der fehlenden Verkaufsbereitschaft der Grundstückseigentümer gescheitert. Am 3. Dezember 2019 hat der Gemeinderat deshalb beschlossen, den künftigen Bauhof auf dem Gelände der „Alten Schule“ in Kleinkötz zu bauen, heißt es in den Sitzungsunterlagen, und: „Der Sachverhalt dient zur Information der Öffentlichkeit.“

In der Öffentlichkeit hat der in Kleinkötz geplante Bauhof schon mehrfach Protest erregt. Etwa 400 Unterschriften gegen das Projekt beim Friedhof wurden gesammelt. Auch bei einer Informationsveranstaltung im Juni 2019 kochte der Unmut vieler Bürger über den geplanten Standort hinter der Alten Schule in Kleinkötz wieder hoch. Walter hatte bei dieser Informationsveranstaltung zu erklären versucht, warum keine andere Lösung in Sicht ist. Er sagte bei der Infoveranstaltung im Juni 2019 auch, dass der Gemeinderat in einer bis Mitternacht dauernden nicht öffentlichen Beratung beschlossen habe, den Bauhof in Kleinkötz zu bauen.

Hinter der Alten Schule in Kleinkötz soll ein Winkelbau mit einer einseitig offenen Unterstellhalle, drei Silos und fünf Schüttboxen entstehen. Walter sprach im vergangenen Sommer von geschätzt einer knappen Million Euro Kosten für das Projekt. Die Grünfläche beim Friedhof solle erhalten bleiben und der Spielplatz sogar größer werden, versicherte er damals. (ilor)

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