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Landkreis Günzburg

21.07.2020

Polizei gibt Tipps: So erkennt man Internet-Betrüger

Achtung Falle: Dubiose Onlineshops versuchen, Kasse zu machen.
Bild: Jens Schierenbeck/dpa

Immer wieder fallen Verbraucher auf Online-Gaunereien herein. Drei aktuelle Fälle - und wie man sich nicht hinters Licht führen lässt.

Ein 59-jähriger Mann bestellte über einen Online-Shop einen Staubsauger und überwies 230 Euro auf ein deutsches Bankkonto. Als die Ware jedoch nicht ankam und der Shop nicht erreichbar war, stellte der Betrogene bei eigenen Recherchen fest, dass es sich um einen „Fake Shop“ handelt. Ein anderer, 70-jähriger Geschädigter, bestellte bei einem Internethändler eine Tischtennisplatte im Wert von 261 Euro. Er überwies den Betrag auf ein spanisches Konto. Danach brach der Kontakt ab, die Ware wurde nicht geliefert.

Schallplatten bestellt und bezahlt - aber die Ware kam nie

Ein 57-jähriger Geschädigter bestellte bereits am 17. Mai auf einer Internetseite Schallplatten im Gesamtwert von 122 Euro. Er erhielt auch zwei Monate später die Ware noch nicht, auch das Geld wurde nicht zurückerstattet. Der Geschädigte trat mit dem Verkäufer per Chat in Kontakt, welcher ihn immer wieder vertröstete. Mittlerweile wird auf Anfragen nicht mehr reagiert.

Das alles sind Fälle aus den vergangenen Tagen und Wochen – allesamt aus dem Kreis Günzburg. Immer wieder fallen Verbraucher im Internet auf sogenannte Fake Shops herein. In diesem Zusammenhang gibt die Polizei einige Tipps, wie Sie sich davor schützen können, Opfer zu werden bzw. richtiges Verhalten, falls Sie Opfer wurden.

Die Gauner agieren inzwischen professioneller

Bis vor einiger Zeit waren Fake Shops oft am fehlenden Impressum, keinen Angaben im Bereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder an Rechtschreibfehlern relativ einfach zu erkennen. Das hat sich geändert, die Betrüger gehen professioneller vor.

Die Polizei rät:

- Bezahlen Sie nicht mittels Überweisung (Vorauskasse).

- Seriöse Shops bieten auch einen Bezahlservice oder Möglichkeiten mit Käuferschutz an.

- Überprüfen Sie den Namen des Shops über eine Suchmaschine im Internet (kombinieren Sie auch den Namen des Shops mit den Wörtern „Erfahrungen“ oder „Betrug“.

- Der Shop bietet keine Kundenhotline (falls doch, anrufen und persönliche Abholung anfragen, auch wenn Sie dies nicht beabsichtigen).

Sollten Sie Opfer geworden sein:

- Sofern Sie schon Geld überwiesen haben, müssen Sie umgehend Ihre Bank informieren und versuchen, das Geld zurückzufordern. Es ist Eile geboten, da erlangte Gelder jederzeit durch die Täter abgehoben werden können.

- Zeigen Sie den Vorgang bei der Polizei an. Bringen Sie Unterlagen wie eine Kaufbestätigung mit. (zg)

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