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Günzburg

22.05.2019

Polizei warnt: Falsche Polizisten sind heute wieder aktiv

Betrüger schlüpfen auch in die Rolle von Polizisten, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Derzeit häufen sich die Fälle im Raum Günzburg.
Bild: Martin Gerten/dpa

Die Polizei registriert seit heute mittag wieder besonders viele Anrufe von Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben. Aktuell häufen sich Fälle unter anderem im Raum Günzburg.

Seit heute Mittag hat die Polizei in und um Günzburg und Neu-Ulm rund ein dutzend Anrufe von falschen Polizeibeamten registriert. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, meldet das Präsidium in Kempten und hat deshalb eine eilige Informationsmeldung für die Landkreise Günzburg und Neu-Ulm, insbesondere für die Regionen in und um die Städte Günzburg und Neu-Ulm herausgegeben.

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Falsche Polizisten: Diese Betrugsmaschen sind am häufigsten

Die Vorgehensweise sei dabei meist gleich: Ein falscher Polizeibeamter meldet sich am Telefon und gibt vor, eine Einbrecherbande festgenommen zu haben. Dieser habe Aufzeichnungen mitgeführt, die auf einen bevorstehenden Einbruch beim Angerufenen hindeuten. Aus diesem Grund sei das Vermögen der Angerufenen in Gefahr; die Polizei würde dies an sich nehmen bis die Gefahr beseitigt sei.

Möglich sind nach Angaben der Polizei aber auch andere Vorgehensweisen, um an Informationen wie Persönlichkeits- und Vermögensverhältnisse zu gelangen. Beispielsweise der Anruf eines falschen Bank- oder Versicherungsmitarbeiters. Lesen Sie dazu auch: Falscher Polizist bringt Rentnerin um fast eine Viertelmillion Euro

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Nicht nur, dass die Betrüger das Vertrauen der Angerufenen in die Polizei missbrauchen. Sie schaffen es, durch eine technische Manipulation im Display der Angerufenen die Nummer 110 oder der örtlichen Polizei anzeigen zu lassen. So untermauern sie ihre falsche Eigenschaft des Polizeibeamten und erhöhen die Glaubwürdigkeit immens. Oftmals ergaunern die Betrüger von ihren Betrugsopfern viele tausend Euro oder Schmuck und Goldbarren, die teilweise von der Bank erst noch abgeholt werden müssen. Sie gelangen an die komplette Altersvorsorge von gutgläubigen Senioren. (zg)

Diese Ratschläge gibt die Polizei Betroffenen:

  • Geben Sie am Telefon niemandem Auskunft über private und vermögende Verhältnisse.
  • Legen Sie auf und trennen dadurch die Verbindung.
  • Melden Sie den Anruf sofort der Polizei. Ganz wichtig: Wählen Sie hierzu die Nummer Ihrer örtlichen Dienststelle. Die Verbindung muss zuvor getrennt sein; idealerweise nutzen Sie einen anderen Apparat, vielleicht den von Ihrem Nachbarn oder ein Mobiltelefon.
  • Informieren Sie Angehörige oder Nachbarn von dem Anruf und der Betrugsmasche.
  • Prüfen Sie unbedingt, ob Sie weiterhin im Telefonbuch eingetragen sein müssen.
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