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22.05.2019

Relegation: Diese Einteilung ist nicht zu verstehen

In der Fußball-Landesliga steht die Relegation an.
Bild: Matthias Wild (Symbolfoto)

Es ist ein merkwürdiges Modell, nach dem der Fußballverband die anstehende Relegation zur Landesliga regelt. Zufrieden ist damit sicher nicht jeder.

Die anstehende Relegation zur Landesliga löst bei manchen Beteiligten Unmut aus. Je nach Fahrtroute liegen 175 bis 200 Kilometer einfache Strecke zwischen den Fußballplätzen des 1.FC Garmisch-Partenkirchen und des SC Bubesheim. Aus Perspektive der Oberbayern ist die Fahrt sogar an einem Wochentag zu absolvieren. Es ist also nachvollziehbar, dass Vertreter beider Vereine die Ansetzung – präzise formuliert: es war schon auch Lospech dabei – kritisieren.

In der Tat ist es ein merkwürdiges Modell, nach dem der Bayerische Fußball-Verband (BFV) die Auf- und Abstiegsfrage an dieser Schnittstelle zwischen sechster und siebter Spielebene regelt. Dass bereits hier im Europapokal-Modus mit Hin- und Rückspielen gekickt wird, ist da nur einen Augenbrauenlupfer wert und vermutlich in die Schublade „Gewinnmaximierung“ zu legen. Die ernsthafte Diskussion geht bei der schieren Masse an Bewerbern los. 28 Teams spielen sieben künftige Landesligisten aus – wieso eigentlich? Warum gibt es aus den 18er-Spielgruppen der höheren Ebene nur jeweils einen Direktabsteiger, dafür satte drei Relegationsteilnehmer? Schwierig ist auch, dass der Modus die Bezirksliga-Vizemeister nach einer ohnehin kräfteraubenden Runde in eine Vierfach-Sonderschicht führt und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit verwehrt, ernsthafte Verhandlungen mit derzeitigen oder potenziell neuen Fußballern zu führen. Es weiß ja keiner, in welcher Liga man künftig antritt. Richtig originell wird’s aber, wenn man sich die „nach geografischen Gesichtspunkten“ (Wortwahl des Verbands) erstellten Ansetzungen anschaut. Dass die Landesliga-Kellerkinder BCF Wolfratshausen und 1.FC Garmisch-Partenkirchen mit den Bubesheimern in einer Gruppe landen, Cosmos Aystetten jedoch in einer anderen, wird durch keine Schönwetterrede erklärbar.

Grenzfälle gab es bereits in der Vergangenheit

Zuständig für die Zusammensetzung der Qualifikationsgruppen ist der Vorsitzende des BFV-Spielausschusses, Josef Janker. Auf den Sachverhalt angesprochen, verwendete er unter anderem den Begriff „Grenzfälle“.

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Wir erinnern uns: Vor ein paar Jahren wurden die TSG Thannhausen und der TSV Ziemetshausen von den damals im gleichen Verband handelnden Akteuren auf zwei Bezirksliga-Gruppen aufgeteilt. Weil so für alle die kürzesten Fahrtwege hergestellt seien, hieß es. Es ging, wenn die Erinnerung nicht trügt, um 16 Kilometer Differenz.

Nach dieser Entscheidung hätte es für die aktuellen Qualifikationsgruppen zur Landesliga nur eine Einteilung nach geografischen Gesichtspunkten geben dürfen: Hier SC Bubesheim, TV Erkheim, Cosmos Aystetten und TSV Jetzendorf (weiteste Entfernung zwischen zwei Orten etwa 130 Kilometer), dort 1.FC Garmisch-Partenkirchen, BCF Wolfratshausen, FC Moosinning und SVN München (größte Distanz 120 Kilometer).

Janker antwortete auf diesen Vorschlag, es sei seine „klare Linie“, stets zwei Landesliga- und zwei Bezirksliga-Bewerber in eine ansonsten nach geografischen Kriterien zu bildende Gruppe zu setzen.

Wir lassen das so stehen und räumen ein, dass es der Spitzenfunktionär vermutlich nicht jedem recht machen kann. Aus schwäbischer Sicht allerdings ist die Gruppeneinteilung mindestens unglücklich gelaufen.

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