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Landkreis Günzburg

26.12.2020

Rückblick 2020: Kontroverse Debatten geführt über neue Ostumfahrung der B 16

Über den Bau der Ostumfahrung bei Ichenhausen und Kötz wird kontrovers diskutiert. Das Projekt ist mit Kosten von etwa 100 Millionen Euro veranschlagt.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Über den Bau der Ostumfahrung bei Ichenhausen und Kötz wurde 2020 kontrovers diskutiert. Das Projekt ist mit Kosten von etwa 100 Millionen Euro veranschlagt.

Bis die geplante Ostumfahrung der B 16 bei Ichenhausen und Kötz gebaut ist, werden noch etliche Jahre ins Land gehen. Fahrt hatten im Sommer bereits die kontroversen Diskussionen über das 100-Millionen-Projekt aufgenommen. Viele fordern die neue Trasse der B 16, um die innerörtlichen Bereiche von Ichenhausen und Kötz vom Verkehr zu entlasten, andere sind skeptisch bis ablehnend.

Der Kammeltaler Gemeinderat hatte den Bau der Umfahrung einstimmig und rundweg abgelehnt. Die geschätzten Kosten seien von ursprünglich 38 auf 100 Millionen Euro gestiegen, das sei „neben dem ökologischen auch ein ökonomischer Wahnsinn“, hieß es.

Gemeinderäte in Waldstetten und Kötz sind vom Straßenausbau nicht überzeugt

Alles andere als glücklich zeigten sich auch die Ratsmitglieder in Ellzee, in Waldstetten und Kötz sind ebenfalls nicht alle von dem geplanten Straßenbau überzeugt. In Kötz hatten sich nicht zuletzt Unternehmen, die sich durch die neue Trasse in ihren räumlichen Entwicklungsmöglichkeiten eingeschränkt sehen, kritisch zu Wort gemeldet. Ablehnend stehen die Grünen im Kreistag der Umgehungsstraße gegenüber.

Bei einer Anhörung im Ichenhauser Stadtrat überwogen dagegen die positiven Stimmen. Der Neubau sei nicht nur im Sinne der vielen Anwohner an der jetzigen B 16 zwingend geboten. In der Innenstadt sei der starke (Schwer-)Lastverkehr zudem ein Hemmnis bei Investitionen von Geschäftsinhabern oder Hausbesitzern. Deshalb bedauerten Sprecher der Stadtratsfraktionen, dass der Bau der Ostumgehung nicht zügiger vonstatten gehen dürfte.

Bürgermeister Robert Strobel: Bau der Trasse ist eines der wichtigsten Projekte

Für den Ichenhauser Bürger Robert Strobel (CSU) ist der Bau der neuen, rund 10,3 Kilometer langen Trasse sogar „eines der wichtigsten Projekte für die nächsten 100 Jahre“. Bei der Anhörung in der Friedrich-Jahn-Halle zeigten auch andere Befürworter der Ostumfahrung Flagge. Etliche Privatpersonen waren mit Transparenten vor der Halle erschienen. „Die Grenze des Wartens ist überschritten – Ostumfahrung jetzt“, stand auf einem der Transparente zu lesen. „Jetzt“ wird nicht klappen.

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