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Landesliga Südwest

14.07.2019

SC Ichenhausen startet mit 3:0-Sieg in neue Landesliga-Saison

Erfolgreiche Co-Produktion: Yannick Maurer (rechts) legte das 1:0 durch Mateusz Staron (Zweiter von rechts) auf. Auch am zweiten und dritten Tor war das Duo beteiligt. Am Ende stand ein kaum gefährdeter Sieg im ersten Saisonspiel.
Bild: Ernst Mayer

Beim 3:0 gegen harmlose Kaufbeurer überzeugt der SC Ichenhausen nur phasenweise. Als es zwischendurch eng wird, bringt ein Elfmeter den SCI wieder auf Kurs.

Einen Saisonstart nach Maß hat Landesligist SC Ichenhausen hingelegt. Am frühen Sonntagabend schlugen die Königsblauen im heimischen Hindenburgpark die SpVgg Kaufbeuren mit 3:0 (1:0). Der Sieg war letztlich verdient, auch wenn der SCI zwischendurch gehörig den Faden verlor und froh sein musste um die Kaufbeurer Harmlosigkeit vor dem Tor.

Viel war im Vorfeld spekuliert worden über die Ostallgäuer, die mit fast komplett neuer Mannschaft und ihrem neuem Trainer Joachim Dewein antraten. Schnell zeigte sich aber, dass in dem jungen Kaufbeurer Team einiges noch nicht stimmte. Der SCI übernahm vor rund 190 Zuschauern vom Anpfiff weg die Initiative. In der ersten halben Stunde war das Team von Coach Oliver Unsöld quasi dauerhaft im Vorwärtsgang, während Kaufbeuren sich aufs Verteidigen beschränkte.

Mateusz Staron erzielt das erste Saisontor für Ichenhausen

Nach ersten Annäherungen ans Tor durch Mateusz Staron (4.) und Neuzugang Alexander Sigl (8.) gingen die Ichenhauser mit der ersten richtigen Torchance in Führung. In der 17. Minute sprintete der agile Yannick Maurer über die linke Angriffsseite nach vorn und flankte maßgenau ins Zentrum. Dort nahm Staron den Ball mit der Brust an, ließ ihn abtropfen und vollendete technisch stark ins linke Eck. Es war der erste von vielen guten Angriffen über links, die Achse Sturm – Maurer funktionierte bereits im ersten Punktspiel gut.

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In der Folge verpasste es die Heimelf dann aber, nachzulegen. Waldemar Schaab vergab das 2:0, als er freistehend nach einer Ecke neben das Tor köpfte (25.). Andreas Beckmann zielte zwei Minuten später aus der zweiten Reihe deutlich über das Tor. Kaufbeuren strahlte keinerlei Gefahr aus. Erstmals gefährlich wurde es erst bei einer Standardsituation. Robin Conrad zirkelte einen Freistoß vom linken Strafraumeck in Richtung Tor, sodass sich SCI-Keeper Liridon Rrecaj ordentlich strecken musste.

Nach Wiederanpfiff drängt Kaufbeuren auf den Ausgleich

Zum Ende der ersten Hälfte flachte die Partie zusehends ab, auch wenn die Königsblauen weiter tonangeben waren. Klare Chancen fehlten jedoch. Das blieb auch nach der Halbzeitpause so. Im Gegenteil. Der SCI sah sich von giftigen Kaufbeurern plötzlich in die Defensive gedrängt. Trainer Unsöld sagte nach dem Spiel: „Sie waren hinten und hatten nix mehr zu verlieren. Dann sind sie uns weiter vorne angelaufen, damit kamen wir erst mal nicht klar.“ In dieser von Fouls und Fehlpässen geprägten Phase taten sich die Ichenhauser schwer, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Kaufbeuren nutzte das allerdings nicht. Chancen, wie einen Freistoß zentral kurz vor dem Sechzehner nach Foul von SCI-Kapitän Strohhofer, nutzten sie nicht.

Ein Elfmeterpfiff brachte Ichenhausen wieder auf Kurs. Beim ersten guten Angriff der zweiten Hälfte wurde Mateusz Staron im Strafraum der Kaufbeurer zu Fall gebracht. Für den insgesamt gut leitenden Schiedsrichter Felix Brandstätter eine klare Sache. Andreas Beckmann trat an und ließ Kaufbeurens Keeper Sascha Zahn mit einem platzierten Schuss ins linke obere Eck keine Chance (66).

Am Mittwoch tritt Ichenhausen beim SV Egg an

Die ausgebaute Führung brachte Ruhe ins Spiel des SCI, für Belebung sorgten zudem die Einwechslungen von Maximilian Ocker und Denis Nickel. In der 74. Minute hatte einer der Besten an diesem Tag, Mateusz Staron, das 3:0 auf dem Fuß, verpasste aber knapp. Letztendlich besorgte Nickel den Endstand. Wie so oft kam der schnelle Maurer über links, flankte scharf ins Zentrum, wo Kaufbeuren den Ball nicht klären konnte und der 23-Jährige zum 3:0 einschob.

Als „verdienten Sieger“ sah Oliver Unsöld hinterher seine Mannschaft. Etwas zu bemängeln gab es dennoch: „Wir haben es in der ersten Halbzeit verpasst, das zweite Tor zu machen. Zwischendurch hätten wir es einfacher spielen müssen, daran müssen wir noch arbeiten. Aber was zählt, ist der Sieg.“

Bereits am Mittwoch geht es für den SCI mit der Auswärtspartie beim SV Egg weiter. Bis dahin grüßen die Ichenhauser von der Tabellenspitze.

Lesen Sie dazu auch das große Interview zum Saisonstart: SCI-Trainer Unsöld: „Sind nicht mehr Ichenhausen, der Underdog“

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